Vodafone: Docsis 3.1 reicht für die nächsten Jahre aus

Vodafone Deutschland hat sich erstmals zum Einsatz des neuen Kabelstandards Docsis 4.0 geäußert, mit dem Datenraten von bis zu 10 GBit/s im Dowstream und 6 GBit/s im Upstream möglich werden. Unternehmenssprecher Thorsten Höpken sagte Golem.de am 2. Februar 2024: "Aktuell prüfen wir, ob die Einführung von Docsis 4.0 im Vodafone-Netz Sinn ergibt. Über eine mögliche kommerzielle Nutzung von Docsis 4.0 können wir zum jetzigen Zeitpunkt aber keine Aussagen machen."
Golem.de befragte dazu unlängst einen Experten von Dell'Oro Group . Docsis 4.0 verlangt Investitionen in neue Verstärker im Netz und weitere neue Ausrüstung.
Das Kabelnetz biete mit "Docsis 3.1 derzeit genügend Potenzial, um den Anforderungen an eine gigabitfähige Infrastruktur auf die nächsten Jahre gerecht zu werden" , erklärte Höpken. Mit dem bisherigen Standard Docsis 3.1 sei technisch bereits ein Vielfaches der heute angebotenen maximalen Übertragungsrate von 1 GBit/s möglich.
Zuvor gab Vodafone bekannt , dass in Deutschland Testläufe für einen schnelleren Upload per Highsplit gestartet seien. Highsplit heißt, dass ein Teil des bisherigen Downloadspektrums bis 876 MHz - oder perspektivisch auch bis 1,2 GHz - für die Uploadgeschwindigkeit genutzt wird. "Einen Zeithorizont für eine mögliche kommerzielle Einführung können wir dennoch nicht nennen" , erklärte Höpken dazu.
Vodafone: Mehr Glasfaser und Segmentierungen
Stattdessen konzentriere man sich mit "Netzsegmentierungs- und Fiber Deep-Maßnahmen darauf, mehr Glasfaser in den koaxialen Bereich des Netzes einzubringen und so die Kabelanschlüsse stabiler und leistungsfähiger zu machen" .
Vodafone Deutschland erklärte(öffnet im neuen Fenster) , dass hier im vergangenen Jahr rund 4.000 Maßnahmen durchgeführt worden seien. "Das steigerte die Zuverlässigkeit und Durchschnittsgeschwindigkeit an 1,4 Millionen Hausanschlüssen deutlich. Und der Ausbau geht weiter: In diesem Jahr sollen weitere 3.000 Ausbauprojekte folgen, um noch mehr Glasfaser ins Kabelnetz zu bringen und neue Netzsegmente zu schaffen. Davon werden bis zu 1 Million Haushalte profitieren" , hieß es.



