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Vodafone Deutschland: Betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen

Vodafone-Deutschland-Chef Jens Schulte-Bockum will durch Kündigungen sparen, 400 Millionen Euro für Zuschüsse für Smartphones ausgeben und hat Sympathien für die Drosselpläne der Telekom.
/ Achim Sawall
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Netztechnik bei Vodafone Deutschland (Bild: Vodafone)
Netztechnik bei Vodafone Deutschland Bild: Vodafone

Vodafone Deutschland hat ein neues Sparprogramm beschlossen. Das bestätigte Landeschef Jens Schulte-Bockum der Rheinischen Post(öffnet im neuen Fenster). "Mit unserem neuen Programm 'Fit for Growth' wollen wir 100 Millionen Euro netto aus den jährlichen operativen Kosten von zwei Milliarden Euro herauskürzen", erklärte Schulte-Bockum.

Da die Einsparungen auch künftige Kostensteigerungen durch Inflation oder höhere Energiepreise ausgleichen sollen, könnte das Einsparvolumen auf rund 200 Millionen Euro steigen.

Zu drohenden Entlassungen unter den gegenwärtig 11.000 Beschäftigten sagte der Vodafone-Chef: "Betriebsbedingte Kündigungen kann man nie ganz ausschließen. Wir versuchen aber, sie zu vermeiden. So haben wir ja auch bei der Umstrukturierung unseres Servicebereiches und bei der Netztechnik Lösungen mit Gewerkschaft und Betriebsrat gefunden."

Gleichzeitig werde Vodafone im kommenden Jahr 400 Millionen Euro für Zuschüsse für Smartphones ausgeben. Bereits bekannt war, dass außerdem vier Milliarden Euro in den Netzausbau fließen. Schulte-Bockum zeigte gleichzeitig eine "gewisse Sympathie" für die umstrittenen Pläne der Telekom, zwischen echten Flatrates und Volumentarifen bei DSL zu unterscheiden: "Unterm Strich habe ich auch eine gewisse Sympathie dafür, dass wenige, die Netze stärker belasten als die Allgemeinheit, sich auch stärker einbringen. Nichtsdestotrotz haben wir bei Vodafone keine Planungen, die DSL-Geschwindigkeit nach einem gewissen Verbrauch zu drosseln."

Im April 2013 hatte Vodafone einen Bericht dementiert, nach dem der Konzern eine Drosselung seiner DSL-Zugänge plant. Ein Vodafone-Sprecher sagte Golem.de: "Aktuell haben wir keine Pläne, die DSL-Geschwindigkeit unserer Kunden nach einem bestimmten Verbrauch zu drosseln."

Das Blog Netzpolitik.org hatte unter Berufung auf eine verlässliche Quelle berichtet, dass Vodafone dem Beispiel der Telekom folgen wolle. Die Telekom habe Verhandlungen mit anderen Marktteilnehmern geführt, um bei der Abschaffung der Flatrate nicht allein zu stehen, so Netzpolitik.org. Wie Golem.de aus Unternehmenskreisen erfahren hat, hat es keine Gespräche zwischen der Telekom und Vodafone zu einer gemeinsamen Drosselung gegeben.


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