Vodafone: Antwort der Telekom auf Giga-Kabelnetz wird Glasfaser sein

Großflächig ließen sich Kabelnetze schneller Gigabit-fähig machen. Das erklärte Vodafone- Rechtsvorstand Christoph Clément am 9. Mai 2018(öffnet im neuen Fenster) zur geplanten Übernahme von Unitymedia. Dies sei gut für den Wettbewerb: Die Antwort der Deutschen Telekom auf beschleunigte Kabelnetze sei Vectoring gewesen. "Die Antwort auf gigabitschnelle Kabelnetze wird Glasfaser sein. Auch das ist gut für den Wettbewerb. Und vor allem gut für Deutschland."
Sicherlich können gemeinsam bald in zahlreichen Städten und Ballungsgebieten Gigabitgeschwindigkeiten angeboten werden, erklärte er.
Das Koaxialkabel hat noch großes Potenzial: Mads Arnbjørn Rasmussen, Chief Technology Officer für Fixed Broadband und Video bei Huawei, sagte im März 2017: "Mit Docsis 3.1 werden wir ungefähr 9,2 GBit/s Downstream-Kapazität haben, aber nur 1,4 GBit/s Upstream. Full Duplex wird die Upstream-Kapazität erhöhen und symmetrisch machen." Ein voller Ausbau mit Docsis 3.1, um Datenübertragungsraten von 10 GBit/s zu erreichen, erfordert den Austausch aller aktiven und passiven Komponenten im TV-Kabelnetz.
Telekom, die Vectoring Company
Der Telekom hatte im Jahr 2012 Glasfaser mit einer Datenübertragungsrate von 200 MBit/s im Download und 100 MBit/s im Upload in ersten Städten angeboten. Als dies nicht stark genug nachgefragt wurde und um mit diesen Anschlüssen nicht reguliert zu werden, konzentrierte sich der Konzern weitgehend auf das Vectoring und baute kaum noch Glasfaser bis zum Endkunden. Die Telekom hatte für FTTH Anfang November 2017 knapp 100.000 Kunden und 600.000 versorgte Haushalte. Jedoch kündigte der Konzern seitdem mehrere neue Ausbauprojekte an.
Vodafone wolle kein neues Monopol errichten. "Wir fordern das alte Monopol heraus. Wir wollen endlich echten Wettbewerb schaffen" , sagte Clément. Ein gemeinsames Unternehmen, das auf eine bundesweite, eigene Infrastruktur zurückgreifen könne, wolle eine neue Dynamik im Wettbewerb erzeugen.



