Vodafone: 90 GByte Datenvolumen für Hinweise auf Netzlücken

Vodafone will künftig Kunden belohnen, die konkrete Hinweise auf Versorgungslücken im LTE-Netz einreichen. Anwender, die einmal nicht zufrieden mit der Netzperformance seien, könnten dies ab sofort melden, kündigte(öffnet im neuen Fenster) das Unternehmen am 24. Oktober 2016 an. Sie bekommen dann als Entschädigung einen Tag lang 90 Gigabyte Datenvolumen.
Vodafone will damit nach eigenen Angaben "beste LTE-Qualität" in seinem Netzwerk garantieren. Sollte kein LTE-Netz verfügbar sein, können die Kunden dies ein Mal pro Monat über die Meinvodafone-App melden. Hier würden dem Kunden verschiedene Fragen zur Art des Problems oder zum Ort des Auftretens gestellt. Das Datenvolumen, das der Kunde im Gegenzug erhält, gilt jeweils bis zum Folgetag um Mitternacht. Das Melden von LTE-Netzlücken ist zudem nur einmal pro Monat möglich.
Kaum über 50 MBit/s außerhalb von Ballungsgebieten
"Wir entschuldigen uns mit 90 Gigabyte und erhalten im Gegenzug wertvolle Rückmeldungen, mit denen wir unser Netz noch gezielter verbessern können" , sagte Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter.
Die ersten LTE-Netze aus dem Jahr 2011 erlaubten eine maximale Datenübertragungsrate von 50 MBit/s und bis zu 10 MBit/s im Upload. Später konnten 100 MBit/s geboten werden. LTE CAT4 bot bis zu 150 MBit, im Upstream wurden 50 MBit/s möglich. Gegenwärtig werden Datenraten von bis zu 375 MBit/s erreicht. Da es sich um ein Shared Medium handelt, müssen sich alle Nutzer einer Funkzelle diese Datenrate teilen.
Laut der Breitbandmessung der Bundesnetzagentur(öffnet im neuen Fenster) , bei der seit dem Start im September 2015 insgesamt 900.000 Tests durchgeführt wurden, werden im deutschen Mobilfunk nur in Ballungsgebieten Datenraten von 50 MBit/s und mehr erreicht.