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Vodafone: 5G-Technik funkt im Werk des Elektroautoherstellers e.Go

Vodafone und Ericsson bringen 5G-Technologien in ein deutsches Werk für Elektroautos. Doch noch nicht alles bei e.Go Mobile ist dabei 5G.
/ Achim Sawall
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Campusnetz für die Industrie: Vodafone und e.Go (Bild: Vodafone Deutschland)
Campusnetz für die Industrie: Vodafone und e.Go Bild: Vodafone Deutschland

Vodafone und der Netzwerkausrüster Ericsson bringen die 5G-Technologien Mobil Edge Computing (MEC) und Network Slicing in die Fabrik des Aachener Herstellers für Elektroautos e.Go Mobile. Das gab der Mobilfunkbetreiber am 19. Juni 2019 bekannt(öffnet im neuen Fenster). "Nur der Radio-Teil ist aktuell noch 4.5G, ab August dann 5G. Zu den Frequenzen machen wir keine Angaben", sagte Vodafone-Sprecher Dirk Ellenbeck Golem.de auf Anfrage.

Insgesamt 36 Mobilfunk-Antennen sollen in der 8.500 Quadratmeter großen Produktionshalle künftig Datenübertragungsraten im Gigabit-Bereich und niedrige Latenzzeiten von wenigen Millisekunden bieten.

Das 5G-Netz von Vodafone ermögliche es, dass Industrie-4.0-Abläufe "in Zukunft noch schneller und sicherer in Echtzeit umgesetzt werden können. Zu jedem Zeitpunkt ist der Zugriff auf relevante Informationen gewährleistet und erlaubt sofortiges Eingreifen", sagte e.Go-Mobile-Chef Günther Schuh.

Vodafone: Daten bleiben in der Fabrik

Laut Vodafone handelt es sich bei dem Projekt um ein autarkes Mobilfunknetz. Laut Vodafone Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter sei es wichtig, dass die "Daten die Produktionshalle nicht mehr verlassen."

Transportfahrzeuge, Maschinen und Werkzeuge würden so nahezu in Echtzeit Informationen über den aktuellen Standort, zum momentanen Batteriezustand oder zur geplanten Fahrroute austauschen. Es wird eine Latenz von weniger als zehn Millisekunden erreicht.

In der vernetzten Produktion bei e.Go Mobile würden sämtliche Produktionsstoffe und Materialien direkt nach der Anlieferung über eine RFID-Schnittstelle identifiziert und per Mobilfunk im Online-System verbucht. Mit der gleichen RFID-Technologie würden Fahrzeuge beim Produktionsstart erkannt. Weil mit der Serienproduktion des e.Go Life auch die Zahl von Montage-Vorgängen und der Bedarf an Produktionsmaterialien zunähmen, müssten die Systeme zeitgleich immer mehr Daten verarbeiten.

Probefahrt mit dem e.Go Life
Probefahrt mit dem e.Go Life (01:49)

Zukünftig soll mit autonomen Gabelstaplern und Kleinzügen auch der Materialtransport zwischen Lagern und Produktionshallen automatisiert werden. Um diese Datenmassen auch zukünftig zu bewältigen, würden 5G-Technologien benötigt.


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