Vodafone: 5G-Netz soll autonome Fähren auf Kieler Förde ermöglichen
Autonom fahrende Personenfähren sollen künftig die Kieler Förde an der Ostsee durchfahren. Vodafone aktiviert dafür künftig 5G entlang eines Teils der 17 Kilometer lange Förde, erklärte(öffnet im neuen Fenster) das Unternehmen am 19. August 2020. Eine Vereinbarung über das Projekt Förde 5G unterzeichneten Oberbürgermeister Ulf Kämpfer (SPD), Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP), Vodafone Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter und die Vizepräsidentin der Kieler Universität Karin Schwarz am Mittwoch. Dabei geht es auch um Hafenlogistik und Segelveranstaltungen.
Rund 180 5G-Antennen an 64 Standorten hat Vodafone aktiviert, circa 1.000 weitere Antennen an 300 Standorten sind in den kommenden zwölf Monaten geplant.
Vodafone beginnt in Kürze mit der Aktivierung der neuen Mobilfunk-Technologie am zur Innenstadt gehörenden Bereich der Kieler Innenförde. Bald sollen hier neun 5G-Antennen an drei Standorten das 5G-Netz ausleuchten.
In einem ersten Schritt soll erprobt werden, wie elektrobetriebene Personenfähren künftig mit 5G in Echtzeit ferngesteuert werden können.
Bei Sport- und Segelveranstaltungen könnte das neue Netz Sportler auf den Segelbooten und die Fans an der Küste in Echtzeit mit Livebildern versorgen.
Das 5G-Projekt ist Teil der im Jahr 2019 gestarteten und von der Bundesregierung geförderten Initiative CAPTN (Clean Autonomous Public Transport/Sauberer autonomer öffentlicher Verkehr). Ziel ist es, mit autonom fahrenden Bussen und direkt anschließenden Förde-Fähren den Nahverkehr in Kiel komplett zu erneuern.
Die Grundvoraussetzung für 5G ist ein bestehendes Glasfasernetz. Minister Buchholz verwies darauf(öffnet im neuen Fenster), dass im Land bereits 44 Prozent der Haushalte Glasfaser bekommen können, bis 2022 sollen es 62 Prozent sein.
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