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Vodafone: "50 MBit/s sind nicht genug"

Für Vodafone ist das Kabelnetz in Deutschland nun wichtiger als das Mobilfunk-Netz. Zugleich erneuerte der Deutschland-Chef in Berlin die Gigabit-Beteuerungen des Mobilfunkanbieters.
/ Achim Sawall
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Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter spricht in Berlin. (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
Vodafone-Chef Hannes Ametsreiter spricht in Berlin. Bild: Achim Sawall/Golem.de

Im Gegensatz zu anderen Netzbetreibern in Deutschland gebe sich Vodafone seit langem nicht mit niedrigeren Datenraten zufrieden. Das sagte(öffnet im neuen Fenster) Vodafone-Deutschland-Chef Hannes Ametsreiter am 13. November 2019 auf dem Cable Congress in Berlin. "Ich glaube an das Kabelnetz, an Gigabitnetzwerke. Andere haben gesagt, 50 MBit/s sind genug. Wir haben schon lange gesagt, es ist nicht genug, wir wollten das Gigabit."

Die Nachfrage nach hohen Datenraten nehme zu. "Wir finden es sehr interessant, dass die Nachfrage steigt. Durch die Konsolidierung sind wir darauf vorbereitet", erklärte Ametsreiter. Die Zunahme der Buchung von Gigabit-Zugängen im Koaxialnetz von Vodafone hängt aber auch damit zusammen, dass der Zugang im ersten Jahr derzeit 20 Euro im Monat kostet, im zweiten Jahr allerdings werden 70 Euro monatlich fällig. Nach einem Jahr können Kunden aber wieder in einen günstigeren Tarif mit niedrigerer Datenrate wechseln.

Ametsreiter bezeichnete das Kabelnetz zuvor(öffnet im neuen Fenster) als die "technischen Hauptschlagadern" des Konzerns. Nach der Übernahme von Unitymedia mache die Festnetz-Sparte erstmals mehr als die Hälfte vom Gesamtumsatz aus und sei somit das zentrale Standbein. Die Unternehmen Vodafone und Unitymedia erreichten in Deutschland nun bereits 11,3 Millionen Haushalte mit Gigabit-Geschwindigkeit. 10 Millionen Haushalte davon im Verbreitungsgebiet von Vodafone, etwa 1,3 Millionen Haushalte im ehemaligen Verbreitungsgebiet von Unitymedia.

"Unser Gigabit-Netz wächst. Unter der Erde und in der Luft. LTE, 5G, Kabel-Glasfaser und das Internet der Dinge verschmelzen zu einer übergreifenden Infrastruktur, die digitale Dienste für Menschen, Dinge und Maschinen ermöglicht", betonte Ametsreiter.


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