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VMware: Broadcom verliert Großkunden mit 20.000 VMs

Die britische Beeks Group wechselt wegen Preiserhöhungen und geänderten Kundenwünschen von VMware zu Opennebula.
/ Mike Faust
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Mit dem Wechsel von Broadcom zu Opennebula konnte die Beek Group ihre Effizienz deutlich steigern. (Bild: Reuters/Dado Ruvic)
Mit dem Wechsel von Broadcom zu Opennebula konnte die Beek Group ihre Effizienz deutlich steigern. Bild: Reuters/Dado Ruvic

Der in Großbritannien ansässige Cloudbetreiber Beeks Group wechselt mit seinem Angebot an privaten virtuellen Servern und physischen Hardwareressourcen über die Cloud von VMware zu Opennebula. Das berichtete The Register(öffnet im neuen Fenster) am 2. Dezember 2024. Als Gründe für den Wechsel nannte die Beeks Group unter anderem massive Preiserhöhungen seitens VMware .

Das Angebot der Beeks Group richtet sich an Finanzdienstleister. Sowohl diese als auch das Unternehmen selbst legen sehr großen Wert auf geringe Latenzen. Die Kunden machten zunehmend deutlich, dass sie VMware nicht mehr als unverzichtbare Infrastruktur ansähen, und das technische Team der Beeks Group warnte das Management, dass die Qualität des VMware-Supports stetig nachlasse.

Auch wurde VMware als innovationsschwach wahrgenommen, da ein zu großer Teil seiner Server für die Verwaltung der virtuellen Maschinen (VM) eingesetzt wird, wodurch diese Ressourcen nicht für die Kunden genutzt werden können.

Mehr VMs pro Server

Eine Rechnung über die fälligen Lizenzgebühren, die um das Zehnfache höher ausfiel als der bisherige Betrag, besiegelte letztendlich die Entscheidung, zu Opennebula zu wechseln. Mittlerweile laufen die meisten VMs der Beek Group, die über 20.000 VMs und mehr als 3.000 Bare-Metal-Server in 20 Rechenzentren betreibt, mit Opennebula.

Die Migration gestaltete sich schwierig, da alle VMware-APIs der firmeneigenen proprietären Software für die Schnittstelle zu Opennebula neu entwickelt werden mussten. Da Opennebula quelloffen ist, konnten aber auch Tools entwickelt werden, mit denen sich Metriken wie die CPU-Leistung sowie die Nutzung von CPU-, Festplatten-, Speicher- und Netzwerkressourcen sammeln lassen.

Mit der Umstellung erreichte die Beek Group nach eigenen Angaben eine um 200 Prozent gesteigerte Effizienz ihrer VMs, wodurch sich auf jedem Server mehr virtuelle Maschinen zu einem günstigeren Preis betreiben lassen.


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