Vivo Tab RT ausprobiert: 520 Gramm leichtes Windows-RT-Tablet mit Tastaturdock
Asus' Vivo Tab RT ist eigentlich das Tablet 600 , das die Firma auf der Computex erstmals vorgestellt hat. Auf der Ifa durfte das Tablet unter einem neuen Namen nun ausprobiert werden. Asus setzt auch bei Windows auf die Kombination von Tastatur und einsteckbarem Tablet – ein Konzept, das Asus schon lange in seinen Transformer-Tablets verwendet und das mittlerweile zahlreiche Konkurrenten übernommen haben.

Das Vivo Tab RT ist sehr leicht. Gerade einmal 520 Gramm gibt Asus für das 10,1-Zoll-Tablet (1.366 x 768 Pixel) an, allerdings nur für das Tablet selbst. Mit der Tastatur wird es doch etwas schwerer, vor allem weil im Tastaturdock ein zusätzlicher Akku steckt. Das genaue Gewicht der gesamten Kombination hat Asus nicht angegeben. Im Inneren des 8,3 mm dünnen Gehäuses steckt ein Tegra 3 von Nvidia mit vier Kernen, 2 GByte RAM sowie Flash-Speicher mit 32 GByte.
15 Stunden Laufzeit
Die Laufzeiten sollen sehr hoch sein. Rund 9 Stunden soll das Tablet allein durchhalten. Der Tastaturakku bietet noch einmal genug Energie für weitere 6 Stunden. Das Ganze steckt in einem recht edel wirkenden Gehäuse, das sich hochwertiger anfühlt als Samsungs Ativ-Tablets, die wir auch ausprobieren konnten .
Wie gehabt, kann das Tablet über einen mechanischen Verschluss in die Tastatur gesteckt werden. Von vorne ist dieser Steckmechanismus kaum sichtbar. Das liegt daran, dass das Scharnier sehr weit unten liegt, was dem Tablet von vorne das Aussehen eines normalen Notebooks verleiht. Mit dem Scharnier wird zugleich die Basis beim Öffnen hinten angehoben. Das hat aber auch Nachteile. Beim Anpassen des spiegelnden Displays an die Lichtverhältnisse ändert sich der Winkel der Tastatur, und das ist gewöhnungsbedürftig.
Wird das Tablet aus dem Dock entfernt, taucht unterhalb des Displays ein Windows-Logo auf. Es handelt sich um eine beleuchtete Sensor-Taste zum Aufrufen des Windows-Startbildschirms.
Ansonsten gilt für das Windows-RT-Tablet nahezu dasselbe wie für Samsungs Ativ Tab mit Windows RT, das wir mit dem Fokus auf das Betriebssystem ausprobiert haben . Das System reagiert flott und bietet mit der Metro-Oberfläche ein gut mit den Fingern bedienbares System.
Die Windows-RT-Gesten wurden aber noch nicht komplett umgesetzt. Auf dem Touchpad des Docks muss der Anwender noch nach unten scrollen, um sich seitlich zu bewegen. Das wird sich zum Marktstart vermutlich noch ändern.
Schnelle Bildschirmrotation mit Windows RT
Beim Asus-Tablet stellten wir allerdings fest, dass Windows RT zwei unterschiedliche Drehmechanismen des Bildschirminhalts unterstützt: einmal die herkömmliche und langsame Windows-Umschaltung und einmal die neue Drehvariante, die Nutzer von iOS und Android kennen. Der Nutzer kippt das Tablet in den Hochkantmodus, und der Bildschirm schaltet entsprechend schnell um. Aufgrund eines Fehlers im Betriebssystem funktionierte das aber nur im gedockten Zustand. Auf Samsungs Tablet war deswegen das automatische Drehen gar nicht möglich.
Zur Markteinführung im Detail wollte sich Asus nicht äußern. Preisinformationen bleibt das Unternehmen ebenfalls vorerst schuldig.
Es gibt übrigens einen Atom-basierten Verwandten, das Vivo Tab (ehemals Tablet 810). Es ist etwas größer und kann auch x86/x64-Software ausführen. Ein weiterer Unterschied ist zudem der verbaute Digitizer von Wacom, der dem RT-Modell fehlt. Asus legt dem System einen normalgroßen Stift bei. Der ist aber so groß, dass er nicht in dem 11,6-Zoll-Tablet oder dem Tastaturdock untergebracht werden kann.
Taichi mit zwei Displays
Ebenfalls anschauen konnten wir uns Asus' Taichi. Das Notebook wurde ebenfalls bereits auf der Computex vorgestellt. Jetzt wurden handgefertigte Prototypen gezeigt, mit denen aber nur beschränkt gearbeitet werden durfte und an denen sich noch einiges ändern dürfte.

Das Gewicht des Notebooks mit zwei Displays dürfte unterhalb von 1,5 kg liegen. Genaue Daten nannte Asus aber nicht. Es sieht zunächst aus, als wäre es ein ganz normales Notebook mit mattem Bildschirm und glänzendem Deckel. Der innere Bildschirm (11,6 Zoll) bietet zudem 1.920 x 1.080 Pixel. Das wirkt sehr fein und ist noch gut lesbar.
Der Clou ist dann aber der Außenbildschirm unter dem Deckel. Bei Bedarf wird ein zweites Display aktiviert. Asus sieht zwei Einsatzszenarien vor. Eine davon ist eine Präsentation in kleiner Runde. Während der Nutzer auf dem inneren Bildschirm seine Notizen anschaut, wird auf der Außenseite die Präsentation gezeigt. Der zweite Einsatzzweck ist der als vergleichsweise schweres Tablet. Im Deckel befindet sich auch eine Touchscreen-Schicht, so dass das Notebook zusammengeklappt wie ein Tablet arbeitet. Auch zum Taichi gibt es noch keine detaillierten Informationen bezüglich des Preises und der Verfügbarkeit.
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