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Vivendi: Möglicherweise doch kein Verkauf von Activision Blizzard

Eigentlich wollte der französische Medienkonzern Vivendi seine Anteile an Activision Blizzard veräußern – im Gespräch waren unter anderem Microsoft und Time Warner. Jetzt gibt es Hinweise, dass das Management seine Meinung geändert hat.
/ Peter Steinlechner
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Bild: Activision Blizzard

Der französische Medienkonzern Vivendi(öffnet im neuen Fenster) hat Schulden. Um das zu ändern, hatte die Firma eine Bank beauftragt, um einen Käufer für die rund 61 Prozent Anteile an Activision Blizzard(öffnet im neuen Fenster) zu suchen, die Vivendi hält. Microsoft, Time Warner und Tencent galten als potenzielle neue Besitzer. Jetzt bahnt sich offenbar ein Meinungswechsel bei Vivendi an: Nicht mehr Activision Blizzard soll verkauft werden, sondern die Telekommunikationsfirma Global Village Telecom (GVT), die vor allem in Brasilien stark ist.

Grund ist laut einem Bericht von Reuters(öffnet im neuen Fenster) , dass Vivendi keinen Käufer finden kann. Das Unternehmen verlangt angeblich rund 10 Milliarden US-Dollar, was einen Aufpreis von etwas mehr als 20 Prozent gegenüber den 8,4 Milliarden US-Dollar ausmacht, den das Aktienpaket derzeit wert ist.

Allerdings gibt es derzeit auch andere Möglichkeiten. So könnte Vivendi seinen Anteil über die Börse verkaufen – was angesichts der derzeitigen Wirtschaftslage allerdings wenig erfolgversprechend erscheint. Ebenfalls denkbar, so hat Golem.de erfahren, wäre ein weiteres Szenario, dem zufolge Activision Blizzard mit eigenen Barmitteln plus eventuellen Krediten seine Anteile übernimmt.


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