Vive: HTC soll über Verkauf seiner VR-Sparte nachdenken
HTC soll erwägen, Teile seines Unternehmens oder auch die komplette Firma zu verkaufen. Das haben mit dem Sachverhalt vertraute Quellen dem Nachrichtenportal Bloomberg(öffnet im neuen Fenster) gemeldet. Unter anderem soll über einen Verkauf der Virtual-Reality-Sparte nachgedacht werden.

Alphabet soll an VR-Sparte interessiert sein
HTC stellt mit der Vive eines der aktuell bekanntesten VR-Headsets her. Den Insidern zufolge soll Alphabet zu den Interessenten und möglichen Käufern der VR-Sparte gehören. HTC soll aber auch mit weiteren Unternehmen in Verhandlungen stehen.
Auch ein Verkauf des kompletten Unternehmens soll in Erwägung gezogen werden. Angesichts dessen Größe und der – verglichen mit den Anfangsjahren von Android – nicht mehr sonderlich erfolgreichen Smartphone-Sparte dürfte ein Komplettverkauf aber wenig Chancen auf Erfolg haben.
HTC hat wirtschaftlich gelitten
HTC hat in den vergangenen Jahren stark an Börsenwert eingebüßt . Bloomberg zufolge ist das Unternehmen aktuell 1,9 Milliarden US-Dollar wert, umgerechnet knapp 1,6 Milliarden Euro. Der Börsenkurs ist in den zurückliegenden fünf Jahren um 75 Prozent gesunken.
In den vergangenen Jahren musste der taiwanische Hersteller bereits mehrfach Mitarbeiter entlassen. Die Veröffentlichung des VR-Headsets Vive dürfte HTC gerettet haben: Mit Mobiltelefonen alleine dürfte sich das Unternehmen kaum über Wasser gehalten haben. Dafür ist der Marktanteil des einstigen Android-Pioniers mit um die zwei Prozent schlicht zu gering.
HTC und Alphabet haben sich zu den Verkaufsgerüchten nicht geäußert.