Abo
  • IT-Karriere:

Vivaldi 2.0: Browser für Anspruchsvolle erhält Sync-Funktion

Lange haben Vivaldi-Fans darauf gewartet. Der Browser kann nun Nutzerdaten zwischen verschiedenen Geräten synchronisieren. Eine weitere große Neuerung lässt aber auch mit dem Erscheinen von Vivaldi 2.0 weiter auf sich warten.

Artikel veröffentlicht am ,
Vivaldi 2.0 ist verfügbar.
Vivaldi 2.0 ist verfügbar. (Bild: Vivaldi)

Vivaldi hat den gleichnamigen Browser in der Version 2.0 veröffentlicht. Im Vergleich zu Vivaldi 1.15 gibt es nur ein paar Neuerungen. Aber seit der ersten Version hat sich viel an dem Browser getan. Der Hersteller selbst gibt an, seitdem 1.500 Verbesserungen eingebaut zu haben. In jedem Fall erhalten Vivaldi-Nutzer einen Browser, der so umfangreich anpassbar ist wie kaum ein anderer moderner Browser auf dem Markt.

Stellenmarkt
  1. IT-Systemhaus Dresden GmbH, Dresden
  2. OEDIV KG, Bielefeld

Mit der Version 2.0 erhält Vivaldi eine eigene Datensynchronisation. Wer den Browser auf verschiedenen Computern verwendet, erhält bei Bedarf alle Daten auf allen Geräten. Neben Lesezeichen und dem Verlauf werden die ausgewählten Schnellwahlelemente, die gespeicherten Kennwörter, Autofill-Informationen sowie Notizen und die verwendeten Erweiterungen gespeichert. Alle Daten werden direkt auf Vivaldi-Servern gespeichert und durch eine End-to-End-Verschlüsselung abgesichert. Vivaldi Sync kann über Einstellungen oder das neue Cloud-Symbol in der Statusleiste des Browsers aktiviert werden.

Noch gibt es von Vivaldi keine Version für Android oder iOS, sodass der Browser noch nicht auf den üblichen Smartphones und Tablets verwendet werden kann. Die Arbeiten daran laufen bereits, und mit der Sync-Funktion steht eine Möglichkeit bereit, mit der Vivaldi-Anwender ihre Nutzerdaten auch zu den mobilen Geräten übertragen können.

Vivaldi bietet besonders viele Funktionen rund um die Verwaltung von Browser-Tabs. Diese lassen sich gruppieren und können auch gekachelt angezeigt werden, wobei sich die Größe der jeweiligen Kachelbereiche ändern lässt. Nicht aktiv benötigte Tabs können in einen Schlummermodus versetzt werden, um Speicher- und Prozessorressourcen für andere Aufgaben freizugeben. Geöffnete Tabs lassen sich sogar durchsuchen, um so schnell und gezielt das Richtige zu finden.

Generell lässt sich der Browser umfangreich mit der Tastatur steuern, sodass anspruchsvolle Nutzer nicht ständig zwischen Tastatur und Maus hin- und herwechseln müssen. Dafür gibt es eine Vielzahl an Kurzbefehlen, um die gewünschte Funktion schnell und direkt zu finden. Wer den Browser lieber vor allem mit der Maus steuert, kann hierbei auf viele Mausgesten zurückgreifen.

Webseiten in Paneelen und Notizen zu Webseiten

Die Paneele für Lesezeichen, Verlauf, Downloads, Notizen und den geöffneten Tabs können entweder neben dem Hauptfenster erscheinen oder schwebend darüber. Dann wird das Hauptfenster entsprechend verdeckt, aber dafür nicht in der Größe verändert. Innerhalb der Paneele lassen sich auch Webseiten einbinden, um diese jederzeit im Blick zu haben, während andere Seiten besucht werden. Damit kann etwa der Social-Feed oder ähnliches ständig offen und erreichbar sein.

Eine weitere Besonderheit von Vivaldi sind die Notizen. Damit kann sich der Nutzer zu jeder Webseite Anmerkungen machen, bei Bedarf auch gleich mit einem Screenshot der Seite, falls sich diese bei der nächsten Nutzung verändert hat. Ferner kann die Oberfläche des Browser sehr umfangreich angepasst werden. Auf Wunsch nimmt der Browser die Farbe der aufgerufenen Webseite auf. Eher eine Spielerei ist die Hue-Anbindung, mit der es weiterhin möglich ist, dass eine Hue-Lampe die Farbe des Browsers annimmt.

Vivaldi 2.0 steht für Windows, Mac und Linux zum Herunterladen bereit. Wer neue Funktionen vorab ausprobieren möchte, kann die Snapshot-Versionen von Vivaldi installieren, die sehr zuverlässig und stabil arbeiten.

E-Mail-Funktion folgt später

Eigentlich hatte der Vivaldi-Chef Jon S. von Tetzchner Ende 2016 versprochen, dass die Version 2.0 von Vivaldi E-Mail-Funktionen erhalten werde. Seinerzeit war nicht absehbar, dass Vivaldi die Versionsnummer nach dem Punkt zweistellig weiterführen würde - daher lag die Vermutung nahe, dass die E-Mail-Funktionen noch 2017 in den Browser integriert würden. Fast zwei Jahre später fehlt die E-Mail-Integration weiterhin.

Die Entwicklung an der E-Mail-Integration laufe weiter, teilte Vivaldi Golem.de auf Nachfrage mit. Intern werde die E-Mail-Funktion bereits getestet, das Unternehmen will noch in diesem Jahr eine erste Vorabversion von Vivaldi mit E-Mail-Integration veröffentlichen. Ansonsten sollte Anfang nächsten Jahres damit gerechnet werden können.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. 529,00€ (zzgl. Versand)
  2. täglich neue Deals bei Alternate.de

Arsenal 27. Sep 2018

Ich nutze die Vivaldi Snapshots seit Anfang an. Ja es gibt Bugs, aber bisher hat mich nur...

Tpircs Avaj 26. Sep 2018

Floccus ist ein guter Tipp. Scheint mir aber nicht ganz stabil zu sein. Ich habe Floccus...


Folgen Sie uns
       


Radeon RX 5700 (XT) - Test

Die Navi-10-Grafikkarten schlagen die Geforce RTX 2060(S), benötigen aber etwas mehr Energie und unterstützen kein Hardware-Raytracing, dafür sind sie günstiger.

Radeon RX 5700 (XT) - Test Video aufrufen
Disintegration angespielt: Fast wie ein Master Chief mit Privatarmee
Disintegration angespielt
Fast wie ein Master Chief mit Privatarmee

Gamescom 2019 Ein dick gepanzerter Held auf dem Schwebegleiter plus bis zu vier Fußsoldaten, denen man Befehle erteilen kann: Das ist die Idee hinter Disintegration. Golem.de hat das Actionspiel ausprobiert.
Von Peter Steinlechner

  1. Omen HP erweitert das Command Center um Spiele-Coaching
  2. Games Spielentwickler bangen weiter um Millionenförderung
  3. Gamescom Opening Night Hubschrauber, Historie plus Tag und Nacht für Anno 1800

Harmony OS: Die große Luftnummer von Huawei
Harmony OS
Die große Luftnummer von Huawei

Mit viel Medienaufmerksamkeit und großen Versprechungen hat Huawei sein eigenes Betriebssystem Harmony OS vorgestellt. Bei einer näheren Betrachtung bleibt von dem großen Wurf allerdings kaum etwas übrig.
Ein IMHO von Sebastian Grüner


    OKR statt Mitarbeitergespräch: Wir müssen reden
    OKR statt Mitarbeitergespräch
    Wir müssen reden

    Das jährliche Mitarbeitergespräch ist eines der wichtigsten Instrumente für Führungskräfte, doch es ist gerade in der IT-Branche nicht mehr unbedingt zeitgemäß. Aus dem Silicon Valley kommt eine andere Methode: OKR. Sie erfüllt die veränderten Anforderungen an Agilität und Veränderungsbereitschaft.
    Von Markus Kammermeier

    1. Arbeit Hilfe für frustrierte ITler
    2. IT-Arbeitsmarkt Jobgarantie gibt es nie
    3. IT-Fachkräftemangel Freie sind gefragt

      •  /