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Vivaldi 1.0 im Test: Der gelungene Opera-Nachfolger

Vivaldi 1.0 ist fertig - Opera-Liebhaber haben diesem Moment entgegengefiebert. Die Macher haben ihr Ziel erreicht: Ihr Browser ist trotz einiger Mängel der würdige Nachfolger von Opera 12.

Artikel von veröffentlicht am
Vivaldi 1.0 ist da.
Vivaldi 1.0 ist da. (Bild: Vivaldi)

Opera ist tot, es lebe Vivaldi! Das ist das passende Motto für Fans des klassischen Opera-Browsers. Mit dem Erscheinen von Vivaldi 1.0 wird deutlich, was schon die letzten Betaversionen angedeutet haben: Vivaldi bietet viele Funktionen, die es vorher nur in Opera 12 gab. Wir haben den neuen Browser getestet und waren durchaus angetan, auch wenn noch längst nicht alle Opera-12-Funktionen enthalten sind.

Opera 12 ist ein Browser, der umfangreich an die Bedürfnisse des Nutzers angepasst werden kann. Außerdem gibt es viele Möglichkeiten, die Nutzung des Browsers zu beschleunigen, sei es durch Tastatursteuerung oder Mausgesten. Mit Hilfe von Browser-Sitzungen lassen sich Aufgaben gut aufteilen, und bis heute ist der geringe Speicherverbrauch des Browsers selbst mit vielen geöffneten Tabs ungeschlagen. Allerdings funktionieren immer mehr Webseiten mit Opera 12 nicht mehr, weil der Browser mit der Presto-Engine im Grunde seit mehr als drei Jahren nicht mehr weiterentwickelt wird.

  • Vivaldi 1.0 (Screenshot: Golem.de)
  • Vivaldis Lesezeichenleiste mit geöffnetem Lesezeichenordner (Screenshot: Golem.de)
  • In einem Panel an der Seite werden die Vivaldi-Lesezeichen verwaltet. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Download-Übersicht von Vivaldi befindet sich ebenfalls in einem Panel. (Screenshot: Golem.de)
  • Vivaldi kann Notizen zu Webseiten speichern. (Screenshot: Golem.de)
  • Das Startverhalten von Vivaldi kann umfangreich angepasst werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Es sind viele Anpassungen an Vivaldis Optik möglich. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Tab-Einstellungen von Vivaldi... (Screenshot: Golem.de)
  • ... sind sehr umfangreich. (Screenshot: Golem.de)
  • Die Vivaldi-Adressleiste kann oben oder unten platziert werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Auch die Lesezeichenleiste kann oben oder unten untergebracht werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Vivaldi bietet eine umfangreiche Tastensteuerung - frei konfigurierbar. (Screenshot: Golem.de)
  • Auch mit Mausgesten lässt sich der Browser bedienen. (Screenshot: Golem.de)
  • Suchmaschinen können bequem in Vivaldi eingefügt werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Umfangreich kann die Privatsphäre in Vivaldi konfiguriert werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Webseiten-Einstellungen in Vivaldi (Screenshot: Golem.de)
  • Vivaldi unterstützt Browser-Sitzungen. (Screenshot: Golem.de)
  • Vivaldi beherrscht den Umgang mit gruppierten Tabs. (Screenshot: Golem.de)
  • Mit Hilfe von Kurzbefehlen können auch Browser-Funktionen aufgerufen werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Via Kontextmenü steht eine Reihe von Tab-Funktionen zur Verfügung. (Screenshot: Golem.de)
  • Über das Kontextmenü kann das Öffnen von Links gesteuert werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Jede Webseite mit einer Suchmaske kann als Suchmaschine in Vivaldi integriert werden. (Screenshot: Golem.de)
  • Bei der Suche innerhalb einer Webseite werden die Positionen der Suchtreffer in der Scrollleiste angezeigt. (Screenshot: Golem.de)
  • Gründer und Chef von Vivaldi: Jon S. von Tetzchner (Bild: Vivaldi)
Vivaldi 1.0 (Screenshot: Golem.de)

Von Vivaldi gab es bisher nur Vorabversionen - sie laufen aber bereits seit einigen Monaten mindestens so stabil wie andere finale Browser. Das hat sich auch mit Vivaldi 1.0 nicht geändert: Der Browser läuft stabil und zuverlässig. Trotz des großen Funktionsumfangs wirkt er nicht überfrachtet und geht vergleichsweise schonend mit den Ressourcen des Rechners um. Dabei erreicht er prinzipbedingt nicht die uneinholbar guten Werte von Opera 12, aber die Macher haben sich einiges einfallen lassen, um diesem Ziel nahezukommen.

Geringe Speicherbelegung von Opera 12 nur schwer erreichbar

Der geringe Ressourcenbedarf ist auch heute noch ein enormer Vorteil von Opera 12. Verantwortlich dafür ist die auf geringen Speicherbedarf hin optimierte Rendering-Engine namens Presto, die allerdings nicht mehr gepflegt wird und daher viele Probleme bei der alltäglichen Nutzung macht, weil immer mehr Webseiten nicht mehr ordentlich angezeigt werden.

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Vivaldi setzt bei der Rendering Engine auf Chromium - derzeit in der Version 49. Eine Besonderheit von Chromium ist, dass jeder Tab in einem separaten Prozess läuft. Falls es doch einmal zu einem Absturz kommt, laufen die übrigen Browser-Tabs unbeeindruckt weiter. Dafür wird dann entsprechend viel Speicher benötigt.

Während Opera 12 mit über 70 aktiven Tabs weniger als 2 GByte an Arbeitsspeicher braucht, belegt Vivaldi schon mit weniger als 30 Tabs fast 1,5 GByte. Um diesen Speicherhunger in den Griff zu bekommen, greift Vivaldi auf einen Trick zurück: Alle Hintergrundtabs lassen sich in einen Ruhemodus versetzen. Dann begnügt sich der Browser mit weniger als 200 MByte Speicherbelegung. Erst wenn weitere Webseiten aktiviert werden, erhöht sich der Speicherbedarf wieder schrittweise.

Komfortable Steuerung per Tastatur und Maus 
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der_wahre_hannes 14. Apr 2016

Stimmt. ;) Aber keine, mit denen ich gleichzeitig auch Surfen kann. ^^

Missingno. 11. Apr 2016

Ich erinnere mich an eine Checkbox "use native window decoration" (oder so ähnlich).

elknipso 09. Apr 2016

Läuft bei mir wunderbar, und nutze ihn als Hauptbrowser.

metalheim 09. Apr 2016

Selbst bei >4gb sollte es doch egal sein, wenn jeder Tab als eigener Prozess läuft oder...

TTX 09. Apr 2016

Find ihn auch nett, aber leider kein Boonmark-Sync und Lastpass geht nicht.


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