Visual Studio Code: Wie Docker mit WSL 2 funktioniert

Seit Mitte des Jahres läuft Docker mit dem WSL2 auch auf Windows mit einem vollständigen Linux-Kernel. Wir erklären Schritt für Schritt, wie es funktioniert.

Eine Anleitung von Dirk Koller veröffentlicht am
Docker arbeitet bekanntlich mit Containern, was die Verteilung von Software enorm vereinfacht.
Docker arbeitet bekanntlich mit Containern, was die Verteilung von Software enorm vereinfacht. (Bild: Pixabay)

Docker ist eines der IT-Buzzwörter der vergangenen Jahre. Wer die Revolution verschlafen hat: Docker vereinfacht das Deployment von Software, indem es automatisch für die richtige Umgebung sorgt.

Dockers Host-Betriebssystem ist Linux, es ist also ein Linux-Kernel notwendig, um mit Docker zu arbeiten. Allerdings verwenden die wenigsten Entwickler einen Rechner mit dem Open-Source-Betriebssystem. Nach wie vor ist Windows der Standard-Desktop in den Unternehmen. Hmm, ein Linux unter Windows? Da war doch was, oder?

Richtig. Seit 2016 lässt sich für Windows das Windows Subsystem for Linux, kurz WSL, optional nachrüsten.

Es ermöglicht, native Befehlszeilentools für Linux direkt unter Windows auszuführen und das ganz ohne ressourcenfressende virtuelle Maschine. Technisch wurde diese Idee ursprünglich durch das Umsetzen von Linux-Aufrufen auf die Windows-API realisiert, also ohne echten Linux Kernel.

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Seit dem Mai-Update 2020 ist nun aber zusätzlich WSL2 in Windows 10 enthalten. Die entscheidende Neuerung dieses Releases: Es ist ein vollständiger Linux-Kernel integriert, basierend auf dem Stable-Branch von kernel.org. Er verspricht eine bessere Kompatibilität und eine höhere Geschwindigkeit als die vorherige Lösung.

Die Voraussetzung für WSL2 ist Windows 10 (64 Bit), aktualisiert auf Version 2004, Build 19041 oder höher. Das kann man durch die Eingabe von winver in der Eingabeaufforderung überprüfen. Ist das gegeben, muss zuerst WSL1 installiert werden.

Windows Subsystem for Linux 2 (WSL 2) Tips, Tricks, and Techniques: Maximise productivity of your Windows 10 development machine with custom workflows and configurations

Dazu ist das optionale Feature Windows-Subsystem für Linux durch Ausführung der folgenden Anweisung in der Powershell zu aktivieren:

  1. dism.exe /online /enable-feature /featurename:Microsoft-Windows-Subsystem-Linux /all /norestart

Direkt danach aktiviert man für WSL2 die Virtual Machine Platform:

  1. dism.exe /online /enable-feature /featurename:VirtualMachinePlatform /all /norestart

Alternativ lassen sich beide Optionen auch in der Anwendung Windows Features anhaken (Windows-Subsystem für Linux und Plattform für virtuelle Computer).

  • In der Anwendung Windows-Features lässt sich WSL aktivieren. (Screenshot: Dirk Koller)
  • Der Microsoft Store listet verschiedene Linux-Distributionen. (Screenshot: Dirk Koller)
  • Beim Start von Ubuntu werden hilfreiche Informationen ausgegeben. (Screenshot: Dirk Koller)
  • Die Ausgabe von wsl -l verschafft einen Überblick über installierte Distributionen. (Screenshot: Dirk Koller)
  • Die Default-Distribution wird mit einem Asterisk markiert. (Screenshot: Dirk Koller)
  • An der Version kann man erkennen, ob die Distribution für WSL oder WLS2 vorliegt. (Screenshot: Dirk Koller)
  • WSL2 wird für die Zusammenarbeit mit Docker markiert. (Screenshot: Dirk Koller)
  • In den Docker-Einstellungen lassen sich Distributionen für die Zusammenarbeit auswählen. (Screenshot: Dirk Koller)
  • Die Remote-WSL-Erweiterung (Screenshot: Dirk Koller)
  • In der Status-Bar wird die Verbindung zu Ubuntu angezeigt. (Screenshot: Dirk Koller)
  • Die Docker-Erweiterung ermöglicht die Verwaltung der Container aus VS Code heraus. (Screenshot: Dirk Koller)
  • Die Erweiterung Remote-Containers bindet Docker Container als Arbeitsumgebung ein. (Screenshot: Dirk Koller)
In der Anwendung Windows-Features lässt sich WSL aktivieren. (Screenshot: Dirk Koller)

Abschließend ist ein Windows-Neustart erforderlich, WSL1 und das Update auf WSL2 werden dabei eingerichtet.

Mit dem Befehl wsl verwaltet man das Subsystem von der Kommandozeile aus. wsl --help listet die verfügbaren Optionen auf. Nach der Aktivierung ist noch WSL1 als Standard eingestellt, das ändert man mit Hilfe der folgenden Eingabe:

  1. wsl --set-default-version 2

Nun geht es an die Auswahl der Linux-Distribution.

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torstenj 04. Nov 2020

Docker kann grundsätzlich fast jedes Filesystem. Insbesondere auch XFS. Warum...

torstenj 04. Nov 2020

Oder es ganz lassen Docker zu verwenden. Mit Podman und CRI-O kann man auch fast alles...

torstenj 04. Nov 2020

Bis jetzt nicht, aber auf Github kannst du verfolgen, was passiert.

LH 02. Nov 2020

Nicht wirklich, zumal WSL im Grunde auch nichts anderes macht. Vagrant und co. sind...



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