Visual Studio Code im Web mit Gitpod: Ein Gewinn für jede Tool-Sammlung

Der Code-Editor Visual Studio Code erobert den Browser und die Remote-Arbeit - und das Kieler Unternehmen Gitpod ist mit seiner Lösung ganz vorne mit dabei.

Artikel von Kristof Zerbe veröffentlicht am
Visual Studio Code erweitert den Werkzeugkasten.
Visual Studio Code erweitert den Werkzeugkasten. (Bild: Pixabay / Montage: Golem.de)

Es ist erstaunlich, wie schnell der Editor Visual Studio Code (VS Code) die Entwicklergemeinde überzeugt hat (Platz 1 im Stack Overflow Developer Survey Ranking 2021). Selbst diejenigen aus der Linux-Fraktion, die Microsoft historisch bedingt, aber aus gutem Grund kritisch gegenüberstehen.

Der Konzern aus Redmond hat mit dem Tool viel richtig gemacht und eine große Schar an Open-Source-Entwicklern um sich versammelt (aktuell 1.640 Contributors). Sie tragen dazu bei, dass das Schweizer Microsoft-Team um Erich Gamma alle paar Wochen ein neues Release für Windows, Linux und MacOS herausbringen kann.

Angefangen hat alles mit dem Monaco Editor, um den herum VS Code gebaut ist und der am 14. April 2016 erstmals veröffentlicht wurde. Das Spannende an Monaco beziehungsweise VS Code ist, dass es konsequent mit Webtechnologien geschrieben ist, also HTML, CSS und Javascript. Verpackt und ausgeführt wird es mittels des von Github entwickelten Frameworks Electron, das wiederum auf Node.js und der quelloffenen Browser-Engine Chromium von Google basiert.

Nicht verwunderlich ist, dass die Entwickler vom Start weg einen richtig guten Editor gebaut haben, der dem damals ersten Chromium-basierten Tool Brackets von Adobe direkt Konkurrenz machen konnte. Denn Erich Gamma war viele Jahre lang Leiter der Entwicklungsumgebung Eclipse und weiß daher um die Bedürfnisse der weltweiten Entwicklergemeinde.

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Erstaunlich ist hingegen, dass VS Code, obwohl es auf Webtechnologien basiert, einige Jahre gebraucht hat, um es aus seinem Electron-Karton heraus direkt in den Browser zu schaffen. So kündigte Microsoft erst 2020, zwei Jahre nach der Übernahme von Github, github.dev an. Allerdings ist dies lediglich ein Aufrufziel für den neu eingeführten Magic Dot und öffnet ein auf Github gehostetes Projekt im Browser.

Wer es ausprobieren mag: Einfach auf irgendein Github Repository gehen, die Taste PUNKT drücken, und das Projekt öffnet sich in einem VS Code Browser-Fenster. Eine Variante davon ist vscode.dev, das nicht nur Github-Projekte öffnen kann, sondern jedes beliebige von der eigenen Festplatte.

Mit beiden Browser-Editoren kann man wunderbar unterwegs coden, starten kann man die Projekte allerdings nicht und damit auch den eigenen Code nicht auf Lauffähigkeit validieren. Es fehlt der Unterbau, es ist somit keine echte IDE. Kein Pre-Processing via Grunt oder Gulp, kein startender Web-Server oder Ähnliches, schlicht weil es keine Konsole gibt, die mit dem Betriebssystem kommunizieren könnte.

Microsoft kündigte 2020 aber ein weiteres Tool an, das genau diesen Unterbau via Cloud-Container mitbringen soll: Github Codespaces. Seit ein paar Wochen werden die Beta-Zugänge ausgeweitet, ab August soll es für Team und Enterprise Cloud-Pläne verfügbar sein.

Ein Team um Sven Efftinge und Anton Kosyakov aus Kiel stellte sich aber schon 2017 die Frage: Warum nicht eine Online-Entwicklungsumgebung bauen? Sie riefen das Projekt Theia unter dem Dach der Eclipse Foundation ins Leben.

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Cloud-basierte Entwicklungsumgebung aus Kiel: Gitpod 
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TheUnichi 15. Jul 2022 / Themenstart

Ich starte z.B. mittlerweile bei PRs mit Codespaces den Branch einmal durch und führe...

muhzilla 05. Jul 2022 / Themenstart

Ja, wie toll Electron so ist, sieht man ja momentan an Teams. Sorry, aber wer ist auf...

Tuxee 05. Jul 2022 / Themenstart

Der Vergleich einer JetBrains IDE mit Sublime Text (inklusive drölfzig Plugins) hinkt ja...

Datalog 05. Jul 2022 / Themenstart

Redest Du von VS Code? Das benutze ich selber den ganzen Tag. Das gehört Microsoft...

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