Vision AI Dev-Kit: Microsofts KI-Kamera läuft mit Linux
Für seinen Cloud-Computing-Dienst Azure erstellt Microsoft eine Vielzahl verschiedener Techniken zur automatischen Bilderkennung. Die Technik dazu soll künftig nicht mehr nur auf Servern laufen, sondern auch auf vielen kleinen Geräten. Dazu hat Microsoft zusammen mit Qualcomm eine kleine KI-Kamera erstellt(öffnet im neuen Fenster) , die Yocto Linux als Betriebssystem nutzt.
Grundlage der Kamera ist Qualcomms Vision Intelligence Platform 300(öffnet im neuen Fenster) . Dabei handelt es sich um das speziell für den Einsatz der Bilderkennung und Modellanwendung erstellte SoC QCS603. Dieses nutzt vier 64-Bit-Kryo-Kerne und 4 GByte LPDDR4 als Arbeitsspeicher sowie 16 GByte eMMC als Festspeicher. Die 8-Megapixel-Kamera soll 4K-Inhalte aufnehmen können. Zur Anbindung an das Internet nutzt das Gerät ein Modul von Qualcomm, das WLAN nach 802.11 b/g/n unterstützt. Die Modellanwendung selbst übernimmt dabei die Snapdragon Neural Processing Engine .
Erstmals vorgestellt haben die Unternehmen die gemeinsame Arbeit an dem Gerät vor rund eineinhalb Jahren(öffnet im neuen Fenster) zur Build 2018. Zusätzlich zu der von Qualcomm erstellten Hardware liefert Microsoft die passende Software zur Bilderkennung. Dazu gehört Azure IoT-Edge sowie das Machine-Learning-Angebot von Azure. Dabei sollen die Modelle zur Bilderkennung nach Meinung von Microsoft eben in deren Cloud-Angebot trainiert und anschließend auf der KI-Webcam ausgeführt werden.
Die Kamera soll sich dank dieser Software von Microsoft möglichst einfach verwenden und einsetzen lassen. Das Unternehmen stellt dafür viele Details, Beispiele und verschiedene Einführungen auf Github(öffnet im neuen Fenster) bereit. Die als Vision AI Developer Kit bezeichnete Kamera ist derzeit für rund 250 US-Dollar in den USA bei Arrow erhältlich.
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