• IT-Karriere:
  • Services:

Gehackte Ikea-Lampen für erste Experimente

An einer solchen Software und dem dafür notwendigen Hardware-Stack forschen Schmid und seine Kollegen. Ausgangspunkt der Datenübertragung ist die Möglichkeit, die LEDs in einer schnellen Folge an- und wieder auszuschalten. Die Unterschiede der Intensität des emittierten Lichts werden schließlich zur eigentlichen Übertragung der Daten verwendet.

Stellenmarkt
  1. Anstalt für Kommunale Datenverarbeitung in Bayern (AKDB), München
  2. Handwerkskammer für München und Oberbayern, München

Dazu haben die Forscher den Linux-Kernel leicht angepasst und verwenden ihn zum Anschluss der VLC-Firmware, die auf einem per serieller Schnittstelle angeschlossenen Microcontroller läuft. Aus dem Kernel werden darüber hinaus die Netzwerkfunktionen für das Internet-Protokoll genutzt, sodass UDP- und TCP-Pakete über das Licht verschickt werden können.

Damit werde zwar nur eine Übertragungsrate von 1 Kbit/s erreicht, dafür seien die Kosten aber auch sehr gering, sagte Schmid. Für erste Versuche nutzte Schmids Team handelsübliche LED-Lampen von Ikea, die so zerlegt wurden, dass die selbst erstellte Hardware einfach zwischen den Sockel und die Platine mit den LEDs geschaltet werden konnte.

Die Software konnte so leicht mit Stehlampen getestet werden. Dank der WLAN-Chips auf der Hardware im Versuchsaufbau habe das Team auch einfach Updates einspielen und nach Fehlern suchen können. Eine detaillierte Beschreibung dieses Aufbaus steht in einer Abhandlung bereit, die von der Association for Computing Machinery (ACM) veröffentlicht wurde und auch von Disney zum Download zur Verfügung gestellt wird.

Kommunikation für Spielzeugautos und magische Kleider

Die Ergebnisse seiner Arbeit demonstrierte das Team mit Hilfe einiger Prototypen für potenzielle Produkte von Disney. Ein mit LEDs ausgestattetes Spielzeugauto kann beispielsweise Signale von Zimmerlampen empfangen und beginnt scheinbar automatisch zu blinken. Ein weiteres gezeigtes Gerät zur VLC ist transparent, hat die Form des Kopfes von Micky Maus und lässt sich in die 3,5-mm-Klinkenbuchse von Smartphones oder Laptops stecken.

Größte Belustigung verbreitete unter den Anwesenden bei dem Vortrag auf der Linuxcon die Darstellung eines magischen Prinzessinnenkleides. Mit Hilfe eines leuchtenden Zauberstabs ist es dank der beschriebenen Technik möglich, einzelne LEDs in dem Kleid zu aktivieren, so dass diese dann leuchten. Ebenso kann das Blinken eines LED-Verbunds ausgelöst werden.

Trotz der relativ komplexen Technik wurden die Prototypen vom professionellen Publikum belächelt. Schmid bekräftigte allerdings, dass insbesondere das Kleid für Disney "eine sehr wichtige Sache" sei.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Visible Light Communication: Disney zaubert mit Licht und Linux
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 50,99€
  2. (u. a. Green Hell für 6,99€, Dead by Daylight für 5,49€, Dying Light - The Following Enhanced...
  3. (u. a. Struggling für 8,99€, Jurassic World Evolution für 11,25€, Jurassic World Evolution...
  4. 39,99€ (PS4, Xbox One, Nintendo Switch)

CoDEmanX 23. Okt 2015

Etwa ein Poltergeist?


Folgen Sie uns
       


Microsoft Flight Simulator - Test

Hardwarehungriger Höhenflug: Der neue FluSi sieht fantastisch aus und spielt sich auch so.

Microsoft Flight Simulator - Test Video aufrufen
Vivo X51 im Test: Vivos gelungener Deutschland-Start hat eine Gimbal-Kamera
Vivo X51 im Test
Vivos gelungener Deutschland-Start hat eine Gimbal-Kamera

Das Vivo X51 hat eine gute Kamera mit starker Bildstabilisierung und eine vorbildlich zurückhaltende Android-Oberfläche. Der Startpreis in Deutschland könnte aber eine Herausforderung für den Hersteller sein.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Software-Entwicklung Google veröffentlicht Android Studio 4.1
  2. Jetpack Compose Android bekommt neues UI-Framework
  3. Google Android bekommt lokale Sharing-Funktion

SSD vs. HDD: Die Zeit der Festplatte im Netzwerkspeicher läuft ab
SSD vs. HDD
Die Zeit der Festplatte im Netzwerkspeicher läuft ab

SSDs in NAS-Systemen sind lautlos, energieeffizient und schneller: Golem.de untersucht, ob es eine neue Referenz für Netzwerkspeicher gibt.
Ein Praxistest von Oliver Nickel

  1. Firecuda 120 Seagate bringt 4-TByte-SSD für Spieler

Big Blue Button: Das große blaue Sicherheitsrisiko
Big Blue Button
Das große blaue Sicherheitsrisiko

Kritische Sicherheitslücken, die Golem.de dem Entwickler der Videochat-Software Big Blue Button meldete, sind erst nach Monaten geschlossen worden.
Eine Recherche von Hanno Böck


      •  /