Abo
  • Services:
Anzeige
Die Forschungabteilung von Disney in Zürich untersucht die kostengünstige Kommunikation über sichtbares Licht.
Die Forschungabteilung von Disney in Zürich untersucht die kostengünstige Kommunikation über sichtbares Licht. (Bild: Disney Research)

Gehackte Ikea-Lampen für erste Experimente

An einer solchen Software und dem dafür notwendigen Hardware-Stack forschen Schmid und seine Kollegen. Ausgangspunkt der Datenübertragung ist die Möglichkeit, die LEDs in einer schnellen Folge an- und wieder auszuschalten. Die Unterschiede der Intensität des emittierten Lichts werden schließlich zur eigentlichen Übertragung der Daten verwendet.

Dazu haben die Forscher den Linux-Kernel leicht angepasst und verwenden ihn zum Anschluss der VLC-Firmware, die auf einem per serieller Schnittstelle angeschlossenen Microcontroller läuft. Aus dem Kernel werden darüber hinaus die Netzwerkfunktionen für das Internet-Protokoll genutzt, sodass UDP- und TCP-Pakete über das Licht verschickt werden können.

Anzeige

Damit werde zwar nur eine Übertragungsrate von 1 Kbit/s erreicht, dafür seien die Kosten aber auch sehr gering, sagte Schmid. Für erste Versuche nutzte Schmids Team handelsübliche LED-Lampen von Ikea, die so zerlegt wurden, dass die selbst erstellte Hardware einfach zwischen den Sockel und die Platine mit den LEDs geschaltet werden konnte.

Die Software konnte so leicht mit Stehlampen getestet werden. Dank der WLAN-Chips auf der Hardware im Versuchsaufbau habe das Team auch einfach Updates einspielen und nach Fehlern suchen können. Eine detaillierte Beschreibung dieses Aufbaus steht in einer Abhandlung bereit, die von der Association for Computing Machinery (ACM) veröffentlicht wurde und auch von Disney zum Download zur Verfügung gestellt wird.

Kommunikation für Spielzeugautos und magische Kleider

Die Ergebnisse seiner Arbeit demonstrierte das Team mit Hilfe einiger Prototypen für potenzielle Produkte von Disney. Ein mit LEDs ausgestattetes Spielzeugauto kann beispielsweise Signale von Zimmerlampen empfangen und beginnt scheinbar automatisch zu blinken. Ein weiteres gezeigtes Gerät zur VLC ist transparent, hat die Form des Kopfes von Micky Maus und lässt sich in die 3,5-mm-Klinkenbuchse von Smartphones oder Laptops stecken.

Größte Belustigung verbreitete unter den Anwesenden bei dem Vortrag auf der Linuxcon die Darstellung eines magischen Prinzessinnenkleides. Mit Hilfe eines leuchtenden Zauberstabs ist es dank der beschriebenen Technik möglich, einzelne LEDs in dem Kleid zu aktivieren, so dass diese dann leuchten. Ebenso kann das Blinken eines LED-Verbunds ausgelöst werden.

Trotz der relativ komplexen Technik wurden die Prototypen vom professionellen Publikum belächelt. Schmid bekräftigte allerdings, dass insbesondere das Kleid für Disney "eine sehr wichtige Sache" sei.

 Visible Light Communication: Disney zaubert mit Licht und Linux

eye home zur Startseite
CoDEmanX 23. Okt 2015

Etwa ein Poltergeist?



Anzeige

Stellenmarkt
  1. serviceline PERSONAL-MANAGEMENT MÜNCHEN GMBH & CO. KG, München, Böblingen
  2. Zühlke Engineering GmbH, Eschborn (bei Frankfurt am Main)
  3. Busch Dienste GmbH, Maulburg
  4. SCHLAGHECK RADTKE OLDIGES executive consultants GmbH, Düsseldorf


Anzeige
Top-Angebote
  1. 129,99€ (219,98€ für zwei)
  2. 49,99€ + 5,99€ Versand (Vergleichspreis 65,87€)

Folgen Sie uns
       


  1. Facebook Messenger

    Bug lässt iPhone-Nutzer nur wenige Wörter tippen

  2. Multi-Shot-Kamera

    Hasselblad macht 400-Megapixel-Fotos mit 2,4 GByte Größe

  3. Mitsubishi

    Rückkamera identifiziert Verkehrsteilnehmer

  4. Otherside Entertainment

    Underworld Ascendant soll mehr Licht ins Dunkle bringen

  5. Meltdown und Spectre

    "Dann sind wir performancemäßig wieder am Ende der 90er"

  6. Google Play Services

    Update gegen Chromecast-WLAN-Blockade kommt bald

  7. Cars 3 und Coco in HDR

    Die ersten Pixar-Filme kommen als Ultra-HD-Blu-ray

  8. Überwachungstechnik

    EU-Parlament fordert schärfere Ausfuhrregeln

  9. Loki

    App zeigt Inhalte je nach Stimmung des Nutzers an

  10. Spielebranche

    Fox kündigt Studiokauf und Alien-MMORPG an



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Security: Das Jahr, in dem die Firmware brach
Security
Das Jahr, in dem die Firmware brach
  1. Wallet Programmierbare Kreditkarte mit ePaper, Akku und Mobilfunk
  2. Fehlalarm Falsche Raketenwarnung verunsichert Hawaii
  3. Asynchronous Ratcheting Tree Facebook demonstriert sicheren Gruppenchat für Apps

Computerforschung: Quantencomputer aus Silizium werden realistisch
Computerforschung
Quantencomputer aus Silizium werden realistisch
  1. Tangle Lake Intel zeigt 49-Qubit-Chip
  2. Die Woche im Video Alles kaputt
  3. Q# und QDK Microsoft veröffentlicht Entwicklungskit für Quantenrechner

Netzsperren: Wie Katalonien die spanische Internetzensur austrickste
Netzsperren
Wie Katalonien die spanische Internetzensur austrickste

  1. Re: Warum die Aufregung?

    nachgefragt | 14:11

  2. Re: Bin seit 2006 dabei

    BrittaRice | 14:11

  3. Re: Wenn es sauber implementiert ist...

    Truster | 14:10

  4. Re: Akkutausch für 350,- Euro statt 29,- Euro

    GeXX | 14:06

  5. Re: Belege?

    deutscher_michel | 14:06


  1. 13:15

  2. 13:00

  3. 12:45

  4. 12:30

  5. 12:00

  6. 11:58

  7. 11:48

  8. 11:27


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel