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Visa: US-Regierung will doch keine Passwörter mehr haben

Wer in die USA einreist, soll seine Passwörter also doch für sich behalten dürfen: Das US-Außenministerium hat erstmals eine schriftliche Version der geplanten Regeln veröffentlicht. Diese bleibt hinter vollmundigen Ankündigungen von Regierungsmitarbeitern zurück.

Artikel veröffentlicht am ,
Die US-Regierung will keine Passwörter mehr abfragen.
Die US-Regierung will keine Passwörter mehr abfragen. (Bild: Theo Wargo/NBC/Getty Images)

Die US-Regierung nimmt offenbar Abstand von den eigenen Plänen, Ausländer zur Weitergabe von Passwörtern zu verpflichten. The Register berichtet über einen Entwurf neuer Regeln zur Datenerhebung bei Visumfragen, den das US-Außenministerium zur öffentlichen Diskussion gestellt hat.

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Zunächst hatte es bereits unter der Obama-Regierung Ankündigungen gegeben, Visa-Bewerber und Einreisende mit Esta-Kurzzeitvisum zur Herausgabe von Passwörtern für Social-Media-Accounts zu zwingen. Unter der Trump-Regierung waren die Pläne, zumindest von den Ankündigungen her, deutlich ausgeweitet worden und sollten auch Passwörter für andere webbasierte Dienste, wie zum Beispiel E-Mail, enthalten.

Dem aktuellen Dokument zufolge sollen Reisende künftig keine Passwörter herausgeben müssen, wenngleich die umstrittene Praxis bereits einige Male angewendet wurde. Einzelne Reisende waren aufgefordert worden, Passwörter zum Beispiel zur Entschlüsselung von Festplatten oder Notebooks herauszugeben. Künftig soll die Reisetätigkeit der vergangenen 15 Jahre dokumentiert werden, ebenso die eigenen Wohnorte und die Beschäftigung in diesem Zeitraum. Außerdem sollen alle Passnummern dokumentiert werden, die der Reisende in diesem Zeitraum hatte.

Nutzer brauchen private Vorratsdatenspeicherung

Auch die Namen aller Geschwister, Kinder und Ehepartner inklusive Geburtsdatum müssen angegeben werden, ehemalige Partner müssen ebenfalls angegeben werden, wenn das Paar verheiratet war. Weiterhin sollen alle Nicknames für soziale Medien angegeben werden, in denen der Reisende in den vergangenen fünf Jahren aktiv war, und Telefonnummern und E-Mail-Adressen aus diesem Zeitraum. Viele der Informationen werden heute bereits abgefragt, einige jedoch für einen kürzeren Zeitraum.

Die Regierung plant dem Dokument zufolge, pro Jahr die Social-Media-Profile von rund 65.000 Personen zu untersuchen, das entspricht etwa 0,5 Prozent der Bewerber für ein Visum. Angewendet werden soll die Abfrage nur, wenn Bewerber im Verdacht stehen, mit Terrorismus oder andern für die nationale Sicherheit in Verbindung stehenden Problemen konfrontiert zu sein.

In dem Dokument wird explizit geschrieben, dass die Konsularmitarbeiter keinen Zugang zu den Passwörtern der Nutzer verlangen würden. Auch sollen sich Mitarbeiter der US-Regierung nicht mit den untersuchten Personen auf den Profilen befreunden, um Zugang zu mehr Informationen zu erlangen.

Wenngleich die Pläne nicht mehr so weitreichend sind, wie ursprünglich geplant, dürfte der Aufwand zum Teil sehr hoch sein. Wer zum Beispiel nicht alle alten Pässe aufbewahrt hat, könnte in Probleme geraten. Kommentare können bis zum 18. Mai eingereicht werden, zur Not auch per Fax.



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ibecf 09. Mai 2017

Natürlich brauen die einen Richterlichen Beschluss, allerdings sind Hürden hierfür in...

Niaxa 08. Mai 2017

Genaudo wahrscheinlich wie das es alle anderen machen. Das ist zwar kacke, aber ich...

Niaxa 08. Mai 2017

Ich flieg mit Freude weiter hin und fürchte mich nicht vor irgendwelchen Maßnahmen dort...

chefin 08. Mai 2017

Ich glaube nicht, das du das am Zielflughafen gefragt wirst. Zur Einreise braucht man...

Sharra 08. Mai 2017

De Fakto ja. De Jure nicht. Das ist ja eben das Problem.


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