Virtuelle Welten: Eine Milliarde Spieler?

Gedankenspiele auf der Entwicklerkonferenz: Branchenprominez wie Pubg-Erfinder Brendan Greene haben sich überlegt, wie ein Onlinegame mit einer Milliarde Teilnehmer wohl wäre.

Artikel veröffentlicht am ,
Besucher auf der Gamescom 2017 (wohl nicht ganz eine Milliarde).
Besucher auf der Gamescom 2017 (wohl nicht ganz eine Milliarde). (Bild: Lukas Schulze/Getty Images)

Tagungen wie die Spieleentwickler-Konferenz GDC 2018 befassen sich immer wieder auch mit dem, was in Zukunft kommen wird oder kommen könnte. Bei einer Session des ehemaligen Blizzard-Sprechers Bill Roper hat sich eine Reihe prominenter Entwickler mit der spannenden Frage beschäftigt: Was müsste man machen, um ein Onlinespiel mit einer Milliarde Teilnehmern aufzubauen und wäre das überhaupt noch ein richtiges Spiel?

Stellenmarkt
  1. Software Entwickler (Solutions) (m/w/d)
    ASCon Systems GmbH, Stuttgart, Mainz, München
  2. Backend Developer (m/w/d) - Azure & .NET
    Goldbeck GmbH, Bielefeld, Leipzig, Plauen
Detailsuche

Brendan Greene, Kreativchef und Miterfinder von Playerunknown's Battlegrounds (Pubg), kann sich für eine derart riesige Welt begeistern. "Ich muss nur an meine erste Partie in Day Z zurückdenken und wie sich das plötzlich angefühlt hat - wie eine Welt voller Abenteuer". Für das Milliardenpublikum wünscht er sich allerdings eher so etwas wie eine offene Umgebung, in der die Spieler dann das machen können, was sie wollen - etwa mit Mods. Für Greene wäre es besonders spannend, wenn die virtuelle Umgebung auch ohne Spieler existieren und sich verändern würde.

Auch Herman Narula, der wie Roper beim Entwicklerstudio Improbable arbeitet, könnte sich für so etwas begeistern. "Man könnte dort richtige, bezahlte Jobs schaffen etwa für Leute, die sich um den Wildwuchs von Pflanzen kümmern würden". Das sollten allerdings nicht in erster Linie die Designer so einrichten, sondern die Community sollte sich selbst darum kümmern und derlei Dinge in eigener Verantwortung organisieren können. Narula ist überzeugt, dass es früher oder später sogar mehrere Spiele mit mehr als einer Milliarde Teilnehmer geben wird.

  • Die Teilnehmer der "Milliarde Spieler"-Podiumsdiskussion auf der GDC 2018. (Bild: Improbable/Foto: Golem.de)
Die Teilnehmer der "Milliarde Spieler"-Podiumsdiskussion auf der GDC 2018. (Bild: Improbable/Foto: Golem.de)

Da ist Randy Smith, Designchef des französischen Entwicklerstudios Darewise Entertainment, nicht ganz so sicher. "Mich macht die Vorstellung eher nervös, dass da so viele Leute zusammenkommen würden - das wäre ja letztlich wie bei Facebook." Er sieht etwa das Problem, dass es schwierig sein dürfte, eine interessante und sinnvoll gefüllte virtuelle Welt zu bauen, bei der es keine spürbaren Wiederholungen gibt.

Golem Akademie
  1. Cloud Computing mit Amazon Web Services (AWS): virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.–16. Februar 2022, virtuell
  2. Einführung in Unity: virtueller Ein-Tages-Workshop
    17. Februar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Josh Holmes von Midwinter geht davon aus, dass wirklich große Welten erst durch den Einsatz von maschinellem Lernen möglich sein werden, etwa für die Steuerung der KI-Bewohner. "Ich glaube, dass es sehr unterschiedliche Angebote geben wird: solche mit sehr strengen Regeln für die Bevölkerung und solche mit offenen Strukturen."

Moderator Bill Roper interessiert sich für praktische Fragen: "Wen spielen wir da wohl? Wird es so sein, dass die meisten von uns sich möglichst authentisch abgebildet sehen möchten oder nutzen wir die Chance, ein alternatives Ich von uns selbst auszuleben? Immerhin würden wir in einer richtig großen Welt massiv viel Zeit investieren müssen".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


spycart 24. Mär 2018

wer sich für den technischen aufbau und die damit verbundenen herausforderungen...

DirtyCry 23. Mär 2018

Pubg versucht aktuell 100 Spieler in Echtzeit miteinander zu verbinden. Das funktioniert...

DWolf 23. Mär 2018

Evtl. für den ein oder anderen ganz interessant: Epic und Saga http://www.echthoerbuch.de...

Claudius Hedrick 23. Mär 2018

Hallo Füchslein, -Jedes Spielelement muss manuell gemalt, gerendert und implementiert...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Raumfahrt
SpaceX-Rakete stürzt voraussichtlich im März auf den Mond

Ob sich Elon Musk so die erste Ankunft einer SpaceX-Rakete auf dem Mond vorgestellt hat?

Raumfahrt: SpaceX-Rakete stürzt voraussichtlich im März auf den Mond
Artikel
  1. G413 SE, G413 TKL SE: Logitech bringt zwei mechanische Tastaturen für weniger Geld
    G413 SE, G413 TKL SE
    Logitech bringt zwei mechanische Tastaturen für weniger Geld

    Normalerweise sind mechanische Tastaturen von Logitech sehr teuer - nicht so die G413 SE und TKL SE. Die verzichten dafür auf RGB.

  2. Deutschland: E-Commerce wird immer mehr zum Normalfall
    Deutschland
    E-Commerce wird immer mehr zum Normalfall

    E-Commerce wird immer mehr als das Normale und Übliche empfunden, meint der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel.

  3. Letzte Meile: Telekom will Preise für VDSL-Vermietung stark erhöhen
    Letzte Meile
    Telekom will Preise für VDSL-Vermietung stark erhöhen

    Die Telekom will von 1&1, Vodafone und Telefónica künftig erheblich mehr für die Anmietung der letzten Meile.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3090 24GB 2.349€ • RTX 3070 Ti 8GB 1.039€ • 1TB SSD PCIe 4.0 127,67€ • RX 6900XT 16 GB 1.495€ • Razer Gaming-Tastatur 155€ • LG OLED 65 Zoll 1.599€ • Razer Gaming-Maus 39,99€ • RX 6800XT 16GB 1.229€ • GOG New Year Sale: bis zu 90% Rabatt • Razer Gaming-Stuhl 179,99€ [Werbung]
    •  /