• IT-Karriere:
  • Services:

Ein Grundgesetz für Gamer

Diese Rolle aber dürfte den Herstellern nicht gefallen. Der Blogger und Autor Cory Doctorow sagte kürzlich der taz: "Für die Spielbetreiber sind Charaktere in Onlinewelten keine Bürger mit Rechten, sondern Kunden, die Geschäftsbedingungen zu akzeptieren haben." Rühmliche Ausnahme ist übrigens Eve Online, wo es einen von den Spielern gewählten Rat gibt, der in ihrem Auftrag mit dem Betreiber CCP über Verbesserungsvorschläge verhandelt.

Stellenmarkt
  1. HxGN Safety & Infrastructure GmbH, Ismaning bei München
  2. ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH, Fürstenfeldbruck

In seinem Roman For the Win von 2010 beschreibt Doctorow, wie sich sogenannte Goldfarmer in einer Gewerkschaft organisieren, weil sie nicht länger unter miserablen Arbeitsbedingungen virtuelle Gegenstände in Onlinewelten erspielen wollen. Im Buch haben die organisierten Spieler am Ende so viel Macht über das Wirtschaftssystem eines Spiels, dass sie den Hersteller unter Druck setzen können. In der Realität ist es umgekehrt: Die Hersteller können ihre virtuellen Währungen, den milliardenschweren In-Game-Handel und ihre Nutzungsbedingungen ständig ändern, ohne dass die Spieler das verhindern können.

"Mit diesen Spielen kreieren wir Welten, in denen es kein vernünftiges Rechtssystem gibt", sagt Doctorow.

Dialog auf Augenhöhe

Professor Castronova plädiert für eine langsame Annäherung. Er empfiehlt den Entwicklern, künftig Räume für den konstruktiven Austausch mit den Spielern einzurichten. Falls es dann Probleme gibt, müssten sich die Spieler nicht mehr nur über Twitter oder in Foren Gehör verschaffen. Stattdessen könnten sie einen echten Dialog auf Augenhöhe starten. Denn eines habe der Protest gegen Blizzard gezeigt: "Diese Neigung, sich gegen etwas aufzulehnen, zeigt, dass Spiele wirklich mehr wie Regierungen als nur Produkte aus Hollywood sind."

Es wäre nun an der Zeit für die Gamer selbst, zu erklären, ob sie sich als Bürger oder als Konsumenten von Spielen verstehen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
 Virtuelle Welten: Ein Grundgesetz für Gamer
  1.  
  2. 1
  3. 2


Anzeige
Top-Angebote
  1. gratis
  2. 59,90€ (Bestpreis)
  3. (u. a. MSI GeForce RTX 3060 GAMING X 12G für 709€)

Phlynx 16. Jul 2012

Das Thema ist zwar alt und damit tot, aber aus persönlichem Interesse schreibe ich...

Rungard 26. Jun 2012

Sehe ich schon ähnlich. Lustig wird es dann, wenn man anfängt einige Gesetze aus der...

Digital_Ronin 25. Jun 2012

Ist sie nicht. Siehe damals auch Blizzards Zurückrudern bei der Idee, Realnamen zu...

Magmaster 25. Jun 2012

Das ist so nicht ganz richtig: 1. Würde das eigenständige öffnen der Verkaufsverpackung...

Anonymer Nutzer 25. Jun 2012

...und haben damit etwa den gleichen Status wie Pornographie. Sie unterliegen deshalb...


Folgen Sie uns
       


Apple Macbook Air M1 - Test

Kann das Notebook mit völlig neuem und eigens entwickeltem System-on-a-Chip überzeugen? Wir sind überrascht, wie sehr das der Fall ist.

Apple Macbook Air M1 - Test Video aufrufen
Open-Source-Mediaplayer: Die Deutschen werden VLC wohl zerstören
Open-Source-Mediaplayer
"Die Deutschen werden VLC wohl zerstören"

Der VideoLAN-Gründer Jean-Baptiste Kempf spricht im Golem.de Interview über Softwarepatente und die Idee, einen Verkehrskegel als Symbol zu verwenden.
Ein Interview von Martin Wolf

  1. 20 Jahre VLC Die beste freie Software begleitet mich seit meiner Kindheit

Videokonferenzen: Bessere Webcams, bitte!
Videokonferenzen
Bessere Webcams, bitte!

Warum sehen in Videokonferenzen immer alle schlecht aus? Die Webcam-Hersteller sind (oft) schuld.
Ein IMHO von Martin Wolf

  1. Webcam im Eigenbau Mit wenigen Handgriffen wird die Pi HQ Cam zur USB-Kamera

Razer Huntsman V2 Analog im Test: Die Gamepad-Tastatur
Razer Huntsman V2 Analog im Test
Die Gamepad-Tastatur

Spielen mit Gamepad oder Keyboard - warum eigentlich nicht mit beidem? Mit Razers neuer Tastatur legen wir Analogsticks auf WSAD.
Ein Test von Oliver Nickel

  1. SPC Gear Mechanische TKL-Tastatur mit RGB kostet 55 Euro
  2. Launch Neue Details zur Open-Source-Tastatur von System76
  3. Youtube Elektroschock-Tastatur bestraft schlampiges Tippen

    •  /