Virtuelle Währung: Ex-Minister Guttenberg berät Ripple Labs

Das traditionelle Zahlungssystem sei "antiquiert, teuer und ineffizient". Ex-Minister Guttenberg will daher die Firma hinter der Bitcoin-Alternative Ripple beraten.

Artikel veröffentlicht am ,
Karl-Theodor zu Guttenberg berät das Start-up Ripple Labs.
Karl-Theodor zu Guttenberg berät das Start-up Ripple Labs. (Bild: Thierry Roge/Reuters)

Der frühere Bundeswirtschafts- und Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg ist neuer Berater der Firma Ripple Labs, die das Zahlungssystem Ripple entwickelt hat. In einem umfangreichen Blogbeitrag, der Guttenbergs Engagement ankündigt, bezeichnet der frühere CSU-Politiker das traditionelle Währungssystem als "antiquiert, teuer und ineffizient". Allerdings sei es sehr profitabel für die etablierten Akteure, die kein Interesse an einem Umbau des Systems hätten.

Stellenmarkt
  1. Functional S4 HANA Product Owner Purchasing Professional (m/w/d)
    Schaeffler Technologies AG & Co. KG, Herzogenaurach
  2. Enterprise Data Architect (m/w/d)
    DEVK Versicherungen, Köln
Detailsuche

Es stehe außer Frage, schreibt Guttenberg, dass die Kryptowährungen wie das Ripple-Protokoll einen dramatischen Fortschritt bedeuteten und nicht ignoriert werden könnten. Die Erfindung dieser Technik könne nicht rückgängig gemacht werden. Guttenberg hält das Konzept von Ripple Labs für das innovativste und aussichtsreichste auf dem Markt.

Transfermöglichkeit für andere Währungen

Das Ripple-Protokoll gilt schon seit längerem als mögliche Bitcoin-Alternative und ist eine komplette Eigenentwicklung der Firma Opencoin, die seit September 2013 Ripple Labs heißt. Obwohl eine Firma dahintersteht, handelt es sich um ein dezentrales System und der dazugehörige Code ist wie bei Bitcoin freie Software. Der Firmengründer Jed McCaleb war auch Gründer von Mt.Gox, dem zwischenzeitlich größten und inzwischen insolventen Umschlagplatz für Bitcoins.

Ripple bezeichnet sich selbst als Transfermöglichkeit für andere Währungen - egal ob Dollar, Euro oder Bitcoins. Dahinter steht aber ebenfalls ein eigenes Digitalwährungssystem.

Golem Karrierewelt
  1. Deep Dive: Data Governance Fundamentals: virtueller Ein-Tages-Workshop
    22.02.2023, Virtuell
  2. Blender Grundkurs: virtueller Drei-Tage-Workshop
    12.-14.12.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Das erklärte Ziel von Ripple ist es, ein Bitcoin-artiges System für die breiten Massen verfügbar zu machen. Eine Transaktion soll hier innerhalb weniger Sekunden möglich sein. Opencoin konnte vor einem Jahr eine Reihe namhafter Investoren für sich gewinnen, darunter Andreessen Horowitz, die Firma von Netscape-Gründer Marc Andreessen.

Guttenberg hält Regulierung für erforderlich

Guttenberg sieht seine Aufgabe als Berater darin, Ripple Labs beim Vermeiden regulatorischer Fallstricke zu helfen. Zudem wolle er der Firma sein "globales Netzwerk in der Finanzindustrie zur Verfügung stellen". Nach Ansicht des 42-Jährigen ist es unvermeidlich, dass virtuelle Währungen reguliert werden müssen, um sie massentauglich zu machen. Die Politik befinde sich dabei in einem Dilemma. Auf der einen Seite wolle sie keine Innovationen unterdrücken, auf der anderen Seite könne sie wegen Geldwäsche und Kriminalität die Industrie nicht im luftleeren Raum agieren lassen.

Nach seinem Rücktritt als Verteidigungsminister wegen seiner abgeschriebenen Doktorarbeit zog Guttenberg mit seiner Familie in die USA, wo er dem Beitrag zufolge vor allem in dem Beratungsunternehmen Spitzberg Partners LLC in New York tätig ist. Er bezeichnet sich nun selbst als "europäischen Weltbürger mit bayrisch-deutschen Wurzeln".

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anonymer Nutzer 14. Jul 2014

Was für ein Unsinn! xD Du vergisst daß jeder Ladeninhaber usw. die Steuern abführen muss...

Yes!Yes!Yes! 14. Jul 2014

passt der Guttenberg gut in diese Szene.

tibrob 13. Jul 2014

Ein Gutenberg ist heutzutage auch nicht mehr so teuer. Selbst mit ständig roten Zahlen...

Anonymer Nutzer 13. Jul 2014

Die is sicher kein stück besser. Und ich hab mutti nich gewählt. Aber ich schätze das die...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Ada Lovelace
Nvidia senkt Preise für Geforce RTX 4080 und RTX 4090

Kurz vor dem Launch der AMD-Konkurrenz passt Nvidia die Preise der eigenen Grafikkarten an. Das liegt auch an einem stärkeren Euro.

Ada Lovelace: Nvidia senkt Preise für Geforce RTX 4080 und RTX 4090
Artikel
  1. Apollon-Plattform: DE-CIX wagt umfassendstes Netzwerkupgrade seiner Geschichte
    Apollon-Plattform
    DE-CIX wagt umfassendstes Netzwerkupgrade seiner Geschichte

    Das Upgrade zum Ausfiltern von Netzwerkrauschen erfolgte innerhalb nächtlicher Wartungsfenster bei laufendem Betrieb.

  2. Autonomes Fahren: VW-Chef Blume streicht offenbar Audi-Projekt Artemis
    Autonomes Fahren
    VW-Chef Blume streicht offenbar Audi-Projekt Artemis

    Nicht nur das VW-Projekt Trinity, auch das geplante Audi-Vorzeigemodell Artemis fällt den Softwareproblemen des VW-Konzerns zum Opfer.

  3. Kids für Alexa im Test: Alexa, wer hat den Kindermodus verbockt?
    Kids für Alexa im Test
    Alexa, wer hat den Kindermodus verbockt?

    Amazon bietet neuerdings einen speziellen Kindermodus für Alexa an. Das soll Eltern in Sicherheit wiegen, die sollten sich aber besser nicht darauf verlassen.
    Ein Test von Ingo Pakalski

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Amazon Last Minute Angebote: Games & Zubehör, AVM-Router • Saturn-Weihnachts-Hits: Rabatt-Angebote aus allen Kategorien • Laptops bis zu 41% günstiger bei Saturn • PS5 Disc Edition inkl. GoW Ragnarök wieder vorbestellbar bei Amazon 619€ • ViewSonic 32" WQHD/144 Hz 229,90€ [Werbung]
    •  /