Virtuelle Währung: Apple entfernt Bitcoin erneut aus dem App Store
Mit der iOS-App Gliph können verschlüsselte Nachrichten getauscht werden. Eine zusätzliche Funktion erlaubt den Zugriff auf die Bitcoin-Wallet und fungiert als Zahlungsfunktion für die digitale Währung. Letzteres erweckte Apples Unmut und die Entwickler wurden aufgefordert, die Funktion zu entfernen. Es habe einiges Hin und Her gegeben, schreibt Rob Banagale, einer der Gründer der Firma(öffnet im neuen Fenster). Apple habe damit gedroht, Gliph ganz aus dem App Store zu verbannen, sollte die Funktion nicht entfernt werden.
Schließlich gaben die Entwickler nach. Jetzt können Nutzer zwar ihren Kontostand bei Coinbase und Blockchain.info abfragen und Bitcoin-Zahlungen annehmen. Mit der virtuellen Währung bezahlen können sie aber nicht mehr.
Für den Apple Store nicht geeignet
Die beiden Bitcoin-Dienste Coinbase und Blockchain.info mussten ihre Anwendungen gänzlich aus Apples Store entfernen, Coinbase erst im November dieses Jahres, Blockchain.info bereits 2012. Virtuelle Währungen seien für den Apple Store nicht geeignet, hieß es(öffnet im neuen Fenster) – ein Passus, der nirgends in Apples Richtlinien für Entwickler(öffnet im neuen Fenster) steht, wie der britische Guardian bemerkte, der über den Fall berichtet(öffnet im neuen Fenster).
Nachdem auch Bitpak aus dem Apple Store entfernt wurde, fragte dessen Entwickler bei Apple nach. "Das Bitcoin-Zeug ist nicht in allen Ländern legal, in denen Bitpak angeboten wird." Das gilt aber lediglich für Thailand. Dort wurde Bitcoin im Juli 2013 zunächst verboten, weil nicht klar ist, ob die digitale Währung zu Spekulationen mit der thailändischen Währung Baht verwendet werden kann. Das ist in Thailand per Gesetz verboten.
Legale Grauzone
Das war wohl auch dem Apple-Mitarbeiter nicht geläufig, denn auf Nachfrage bekam Bitpak-Entwickler Rob Sama die lapidare Antwort(öffnet im neuen Fenster), er müsse das selbst herausfinden.
Lange bevor Bitcoin in Thailand verboten wurde, erhielt der Bitcoin-Express-Entwickler, dessen App ebenfalls entfernt wurde, eine ähnliche Antwort: "Apps müssen allen legalen Richtlinien aller Ländern folgen, in denen die App angeboten wird." Die Entwickler müssten dafür sorgen, dass sie die Gesetze einhielten. Immerhin ist das unter Abschnitt 22.1 in Apples Richtlinie vermerkt. In der Tat bewegt sich die virtuelle Währung in den meisten Ländern noch in einer rechtlichen Grauzone.
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