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Vorbereitung für die VR-Parallelwelt

Golem.de: In vielen Ländern verbringen Menschen im Schnitt mehr als sieben Stunden im Internet, die meiste Zeit davon konsumierend. Bereichern Sie als Unternehmer die Gesellschaft, wenn Ihre Projekte noch mehr Menschen an Bildschirme und Brillen fesseln?

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Panchenko: Ich glaube vor allem eins: Technologie ist nicht aufzuhalten. Wir werden mehr und mehr Zeit in virtuellen Welten verbringen, wie auch immer diese aussehen werden. Es geht nicht nur um Spiele - es wird quasi eine zweite Ebene geben, in der wir auch einkaufen, arbeiten, vielleicht sogar verreisen. Auf diese Welt bereite ich uns vor.

Golem.de: Das hat etwas vom Film Matrix. Haben Sie gar keine Angst davor?

Panchenko: Nein. Ich glaube sogar, dass es viele Türen öffnet.

Golem.de: Für wen?

Panchenko: Nehmen wir ein Land wie die Ukraine, vom Krieg gebeutelt, kaum Perspektiven. Virtuelle Welten, oder ihre einfachste Form, das Internet, ermöglichen einzelnen Personen, weltweit am Arbeitsmarkt teilzuhaben. Natus Vincere etwa, die amtierenden Counter-Strike-Weltmeister, sind Ukrainer. Ist doch schön: Durch das Internet konnten sie globale Erfolge feiern und damit reich werden.

Golem.de: Die meisten Kids, die Zeit und Geld in die Spiele stecken, werden nicht Weltmeister.

Panchenko: So ist das Leben. Aber es gibt andere Chancen, man muss nur unsere Entwickler ansehen. Sie sind weltweit gefragt und arbeiten remote. Oder Kreative: Gepaart mit NFT-Technologie können sie digitale Kunstwerke limitieren und mehr verdienen - das Startup Verisart arbeitet unter anderem an dem Thema.

Golem.de: Sie glauben, dass Ihr Protokoll für die zukünftige Wirtschaft gebraucht wird?

Panchenko: Wenn es zunehmend virtuelle Güter gibt - und die gibt es -, wird NFT die einzige Möglichkeit sein, unsere Marktdynamiken in die Zukunft zu retten. Nur wenn es ein limitiertes Angebot gibt, kann es in Equilibrium mit der Nachfrage stehen.

Golem.de: Mit Ihrer Technologie könnten Sie auch andere Branchen bedienen. Haben Sie das vor?

Panchenko: Seit ich vor 15 Jahren mit dem Studium anfing, mache ich mit Computerspielen Geld. Damals habe ich auf den Straßen von Kiew für rund 10 Euro Spielelizenzen gekauft und sie dann für 50 Euro weltweit auf Ebay verkauft. Ich liebe die ständige Innovation in dieser Industrie und den Fakt, dass der Markt so global ist, dabei möchte ich auch bleiben. Wir überlegen zwar, unser Protokoll als Whitelabel-Lösung anzubieten, aber unser Fokus bleibt auf Gaming.

Golem.de: Momentan nehmen Sie eine Kommission an den gehandelten Items, das übliche Amazon-Geschäftsmodell. Der ursprüngliche Blockchain-Gedanke ist es aber, dezentrale Ökosysteme zu schaffen, in denen es keine Mittelsmänner gibt. Sehen Sie da einen Konflikt?

Panchenko: Wir werden niedrige Fees einführen, momentan ist es aber noch umsonst. Irgendwo müssen wir anfangen, und gerade jetzt ist das Modell noch recht zentralisiert, das ist richtig. Unsere Vision ist es, eine Art Staatsbürgerschaft für die Gaming-Welt zu sein. Hört sich verrückt an, oder? Die Idee: Mit einem Profil bekommen Nutzer Zugang zu allen Spielewelten, und all ihre Aktionen und Transaktionen werden darauf sicher gespeichert. Dann würden wir nur noch an Transaktionskosten verdienen, ähnlich wie man bei Ethereum mit Gas bezahlt.

Golem.de: Ein Single Sign-on für alle Spiele quasi. Dazu müssen aber die großen Spielehersteller, Blizzard, Ubisoft, Valve und so weiter, überzeugt werden, oder?

Panchenko: Ja, wir sprechen mit allen großen Firmen. Die technische Umsetzung ist in zwei Wochen gemacht, nur die Firmenpolitik gerade bei gelisteten Firmen verzögert den Prozess oft. Aber es sieht gut aus!

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andy01q 18. Sep 2018 / Themenstart

Dass Blockchains nicht zwangsweise rechenintensiv sein müssen zeigen z.B. Dash und IOTA...

neokawasaki 14. Sep 2018 / Themenstart

Ich sehe, du bist nicht im Thema und stellst Vermutungen auf, statt einfach die Realität...

ElMario 12. Sep 2018 / Themenstart

...und sich dann doch lieber den Banken und China gewidmet...die dann aber auch keine...

0xDEADC0DE 12. Sep 2018 / Themenstart

Stand da wirklich der Skinntrade im Mittelpunkt? Wenn ich mich nicht täusche hat...

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