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Der Geisterbahn-Effekt beeindruckt

Der vierte Programmpunkt ist ein Film über einen Mann, der unter Amnesie leidet und in seiner früheren Wohnung nach Erinnerungen an eine vergangene Beziehung sucht (Real Memories). Für den abschließenden Programmpunkt können die Zuschauer vorab zwischen einer weiteren Flüchtlingsdokumentation (The Displaced) und einem Horrorfilm (Catatonic) wählen. Kindern bietet das Pop-up-Kino ein komplett separates Programm aus Ballonflügen, Animationsfilmen und Tierdokus.

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Die Kinobesucher sind von der Präsentation sichtlich beeindruckt, äußern aber auch teilweise Kritik. "Man hat das Gefühl, wirklich drin zu sein", so eine Zuschauerin. "Für Dokumentation ist das ein toller Effekt, weil er die Wirkung verstärkt." Die Amnesie-Story findet sie hingegen "ausbaufähig", weil erzählerisch nicht gut transportiert. "Die Bildauflösung ist - verglichen mit dem, was man zu Hause am Monitor hat - unterirdisch", kritisiert ein Besucher.

Tatsächlich wird die Auflösung des Smartphones dadurch halbiert, dass es für Gear VR ein stereoskopisches Bild berechnet. Brillenträger müssen außerdem mit verstellbaren Linsen Vorlieb nehmen, wodurch das Bild zusätzlich an Schärfe einbüßt. Den stärksten Effekt ruft der Horrorfilm Catatonic bei den Besuchern hervor: Hier werden sie im Rollstuhl durch die schlecht beleuchteten Gänge einer Nervenheilanstalt geschoben und Zeuge gruseliger Geschehnisse; ein klassischer Geisterbahn-Effekt. "Als ich an mir runterblickte und meinen Körper im Rollstuhl sitzen sah, war das VR-Gefühl am stärksten", so der Besucher.

Das Potenzial ist da

Der Kinoabend in Berlin zeigt: VR befindet sich erzählerisch noch am Anfang, erzielt aber schon jetzt beeindruckende Effekte. Brillen wie Oculus Rift und HTC Vive werden Virtual Reality - auch aufgrund der höheren Auflösung - noch eindrucksvoller machen. Für Kinoabende sind besagte Brillen allerdings momentan kaum geeignet: Rift beispielsweise hängt an einem Hochleistungscomputer: Für den Veranstalter bedeutet das enorme Kosten, außerdem muss die Verkabelung geschickt gelöst werden.

Schwindelgefühle traten bei uns während der halbstündigen Vorstellung nicht auf, was aber auch daran lag, dass die Filme fast ausschließlich mit statischen Einstellungen arbeiteten. Über mangelndes Interesse werden sich die Kinobetreiber fürs Erste keine Sorgen machen müssen - jedenfalls, solange VR-Brillen noch teuer und nicht in jedem Haushalt vertreten sind. Mittelfristig wird es darum gehen, den Zuschauern Einfluss auf die Handlung zu gewähren - etwa dadurch, dass ihre Blickrichtung neue Ereignisse auslöst. VR-Kino muss kein Widerspruch in sich sein, trotz der partiellen Abschottung. Vor allem aber dürfte es dabei helfen, das schwer beschreibbare VR-Erlebnis gesellschaftsfähig zu machen.

 Virtuelle Realität: Ein Kino nur für Brillenträger
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Sebbi 22. Jan 2016

Wie machen es Computerspiele in denen du dich frei bewegen kannst? Im Zweifel wartet die...

Hotohori 21. Jan 2016

Von solchen Ideen würde ich gedanklich lieber erst mal Abstand nehmen, weil bis wir so...

Augenstern 21. Jan 2016

Plasma hat wieder geflimmert weil das Gas immer wieder gezündet werden muss. ( So ähnlich...


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