Abo
  • Services:

Virtuelle Realität: "1.000 bis 2.000 Frames pro Sekunde müssten reichen"

Virtual-Reality-Hardware wie Oculus Rift steht vor dem Durchbruch, meint Star-Programmierer Michael Abrash von Valve. Er spricht auf der GDC über die Herausforderungen, und ein Kollege berichtet am Beispiel von Team Fortress 2 über erste Problemlösungen - etwa, welche Designtricks gegen Übelkeit helfen.

Artikel veröffentlicht am ,
Artwork von Team Fortress 2
Artwork von Team Fortress 2 (Bild: Valve Software)

"Das erste Mal, als mir mit aufgesetztem Oculus-Rift-Headset eine Rakete in Team Fortress 2 entgegengeflogen ist, fand ich sehr beeindruckend", berichtet Michael Abrash bei einem Vortrag auf der Games Developer Conference (GDC) 2013 in San Francisco. Abrash, der neben John Carmack von id Software und Tim Sweeney als einflussreichster Grafikprogrammierer gilt, arbeitet derzeit für Valve Software und hat sich in den vergangenen Monaten intensiv mit Themen rund um Virtual- und Augmented-Reality beschäftigt; auch in seinem Blog.

Inhalt:
  1. Virtuelle Realität: "1.000 bis 2.000 Frames pro Sekunde müssten reichen"
  2. Kampf gegen die Seekrankheit

Er ist überzeugt, dass insbesondere Oculus Rift gute Chancen hat, dem Thema virtuelle Wirklichkeit zum Durchbruch zu verhelfen. "Rift hat ein großes Display, es ist leicht und unkompliziert und entfaltet eine starke Sogwirkung", sagt Abrash. Er wartet schon lange darauf, dass ein derartiges Gerät endlich in Reichweite kommt: Bereits 1996 hat er gemeinsam mit John Carmack einen Vortrag zum Thema Metaversum gehalten, der vom Schriftsteller Neal Stephenson erschaffenen Variante des Cyberspace.

Bei aller Begeisterung: Abrash sieht noch einige Probleme, die in den nächsten Jahren gelöst werden müssten, damit die virtuelle Realität tatsächlich echt wirkt. Oculus Rift sei da nur ein Anfang, sagt er. Ein offensichtliches Problem sei die Auflösung, die bei Oculus schon sehr gut sei. Pixel seien bei der Datenbrille dennoch deutlich sichtbar. Auch an der Steuerung müsse die Branche noch viel arbeiten. Etwa das ganz natürliche Blicken um eine Ecke durch natürliche Körper- und Kopfbewegungen sei noch nicht einmal annähernd gelöst.

Mehr Polygone helfen nicht weiter

Für Abrash besonders spannend sind die Herausforderungen bei der Grafik. Mehr Polygone und feinere Texturen helfen nicht, sagt er. Das Kernproblem sei die verzögerte Reaktion der Datenbrillen auf Augen- und Kopfbewegungen und insbesondere auf die Kombination aus beidem.

Stellenmarkt
  1. vwd GmbH, Schweinfurt
  2. über duerenhoff GmbH, Raum Karlsruhe

Abrash ist der Auffassung, dass das perfekte VR-Display eine sehr hohe Bildwiederholungsrate haben müsste: "1.000 bis 2.000 Frames pro Sekunde müssten eigentlich reichen", sagt Abrash unter allgemeinem Gelächter - und meint das ernst. Auch die Reaktionszeit müsse noch deutlich besser werden: Im Grunde sollte sie bei einer Millisekunde liegen. 20 Millisekunden wären vielleicht auch noch tolerabel, was aber extrem schwierig zu erreichen sei.

Das Problem ist laut Abrash, dass es eine Art optischen Dopplereffekt gibt, wenn die Technologie nicht schnell genug auf Augen- und Kopfbewegungen reagiert - und ein Mensch könne seinen Schädel innerhalb von Sekundenbruchteilen immerhin um rund 100 Grad drehen. Dann verwische das Bild und beginne zu wabern. Außerdem könnten bei schnellen Bewegungen und langsamen Reaktionen einige Pixel nicht sichtbar sein, möglicherweise wichtige Informationen gingen verloren und das Bild wirke nicht stimmig. Solche Fehler könnten wir Menschen unglaublich gut bewusst oder unbewusst wahrnehmen.

Kampf gegen die Seekrankheit 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Anzeige
Top-Angebote
  1. (aktuell u. a. WD Elements 4 TB für 99€ und SanDisk Ultra 64-GB-micro-SDXC für 17€ - Angebote...
  2. für 249€ + 5,99€ Versand
  3. 79,90€ + 5,99€ Versand (Vergleichspreis ca. 126€)
  4. 99€

Weidie 20. Aug 2013

Ich glaube viele hier unterliegen einem Grundlegenden Missverständnis. Was hier viele...

Jacques de... 03. Apr 2013

Meinst du möglicherwiese Interlacing/Halbzeilenverfahren?

ThadMiller 02. Apr 2013

Und auf genau das schaut der, der daneben sitz öfter. Sieht sich also im Spiel mehr um...

ThadMiller 02. Apr 2013

Verdammt, was hast du für Monitore? Übrigens darf man die Bildwiederholrate nicht mit...

dEEkAy 01. Apr 2013

Ums nochmal genau zu erklären. Bei den meisten Spiele ist es so. W = Vor A = seitlich...


Folgen Sie uns
       


Huawei P20 Pro - Hands on

Huaweis neues Smartphone P20 Pro kommt mit drei Hauptkameras und einer Reihe von KI-Funktionen. Wir haben uns das Gerät in einem ersten Hands on angeschaut.

Huawei P20 Pro - Hands on Video aufrufen
HP Z2 Mini Workstation G3 im Test: Leises Rauschen hinterm Monitor
HP Z2 Mini Workstation G3 im Test
Leises Rauschen hinterm Monitor

Unterm Tisch, auf dem Tisch oder hinter den Bildschirm geklemmt: HPs Z2 Mini Workstation ist ein potentes, wenn auch nicht gerade sehr preiswertes Komplettsystem. Den Preis ist der PC aber wert, denn er ist leise, modular und kann einfach gewartet werden. Der Admin dankt!
Ein Test von Oliver Nickel

  1. HP Pavilion Gaming Hardware für Gamer, die sich Omen nicht leisten wollen
  2. Chromebook x2 HP präsentiert Chrome-OS-Detachable mit Stift
  3. Laserjet Pro M15w und M28w HPs Laserdrucker schrumpfen auf 34 Zentimeter Länge

P20 Pro im Kameratest: Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz
P20 Pro im Kameratest
Huaweis Dreifach-Kamera schlägt die Konkurrenz

Mit dem P20 Pro will Huawei sich an die Spitze der Smartphone-Kameras katapultieren. Im Vergleich mit der aktuellen Konkurrenz zeigt sich, dass das P20 Pro tatsächlich über eine sehr gute Kamera verfügt: Die KI-Funktionen können unerfahrenen Nutzern zudem das Fotografieren erleichtern.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Wie Samsung Huawei soll noch für dieses Jahr faltbares Smartphone planen
  2. Porsche Design Mate RS Huawei bringt 512-GByte-Smartphone für 2.100 Euro
  3. P20 Pro im Hands on Huawei erhöht die Anzahl der Kameras - und den Preis

Filmkritik Ready Player One: Der Videospielfilm mit Nostalgiemacke
Filmkritik Ready Player One
Der Videospielfilm mit Nostalgiemacke

Steven Spielbergs Ready Player One ist eine Buchadaption - und die Videospielverfilmung schlechthin. Das liegt nicht nur an prominenten Statisten wie Duke Nukem und Chun-Li. Neben Action und Popkulturreferenzen steht im Mittelpunkt ein Konflikt zwischen leidenschaftlichen Gamern und gierigem Branchenriesen. Etwas Technologieskepsis und Nostalgiekritik hätten der Handlung jedoch gutgetan.
Eine Rezension von Daniel Pook

  1. Filmkritik Tomb Raider Starke Lara, schwacher Film
  2. Filmkritik Auslöschung Wenn die Erde außerirdisch wird
  3. Vorschau Kinofilme 2018 Lara, Han und Player One

    •  /