Abo
  • Services:

Virtuelle Güter: Activision patentiert Förderung von Mikrotransaktionen

Der Umsatz mit Mikrotransaktionen lässt sich durch einfache Tricks noch steigern - und Activision hat dafür nun ein Patent. Bislang kommt das System aber nach Angaben der Firma noch nicht zum Einsatz.

Artikel veröffentlicht am ,
In Destiny 2 gibt es wohl noch keine patentierten Psychotricks.
In Destiny 2 gibt es wohl noch keine patentierten Psychotricks. (Bild: Activision)

Mitten in den aktuellen Diskussionen um Lootboxen und Pay to Win in Vollpreisspielen hat Activision ein Patent darüber zugesprochen bekommen, wie sich die Umsätze mit eben diesem Mikropayment noch steigern lassen - das Timing ist übrigens Zufall. Laut dem bereits 2015 eingereichten und nun von der entsprechenden US-Behörde bewilligten Antrag geht es um Systeme und Methoden zur Förderung von Mikrotransaktionen in Multiplayerspielen (System and method for driving microtransactions in multiplayer video games).

Stellenmarkt
  1. Deutscher Apotheker Verlag Dr. Roland Schmiedel GmbH & Co., Stuttgart
  2. MCQ TECH GmbH, Blumberg

Kern der Idee ist, dass sich ein Spieler von anderen Teilnehmern zum Kauf von Objekten anregen lässt. In dem Patentantrag gibt es ein konkretes Beispiel: Wer in seinem Profil angegeben hat, dass er seinen Charakter zum virtuellen Scharfschützen machen möchte, wird vom Matchmaking mit einem anderen, besonders erfahrenen Sniper zusammengebracht, was unter anderem den Wunsch nach hochwertigerer Ausrüstung weckt. In der Pädagogik heißt dieses Phänomen übrigens Entwicklungssog.

Wer dann tatsächlich im Itemshop die entsprechende Waffe gekauft hat, solle laut dem Patent anschließend in Situationen gebracht werden, wo er diese verwenden kann. Damit soll sich das Gefühl einstellen, dass sich die Anschaffung gelohnt hat, was wiederum die Bereitschaft für weitere Käufe erhöht.

Activision hat dem US-Magazin Rolling Stone erklärt, dass das Patent 2015 von einem internen Forschungsteam eingereicht wurde, das nicht mit den eigentlichen Entwicklerstudios zusammen gearbeitet habe. Die Ideen aus der Erfindung seien bislang nicht umgesetzt worden, und zwar ausdrücklich nicht in Destiny 2 - obwohl man das vermuten könnte.

Derzeit gibt es innerhalb der Spielebranche und in der Community viele Diskussionen über Mikropayment. Auslöser ist Mittelerde - Schatten des Krieges, das auch in der Kampagne käufliche Gegenstände mit spielerischen, und eben nicht nur kosmetischen Auswirkungen anbietet. Auch in Destiny 2 gibt es einen Itemhop.

Vor einigen Tagen hat die USK darauf hingewiesen, dass es sich bei den Lootboxen nicht um Glückspiel im rechtlichen Sinne handele und dass die virtuellen Schatzkisten trotz des Einsatzes von echtem Geld und einem hohen Zufallsfaktor legal seien.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (heute u. a. NZXT N7 Z370 Matte Black Mainboard für 237,90€ + Versand statt 272,90€ im...
  2. 263,99€
  3. 44,98€ + USK-18-Versand
  4. (u. a. John Wick, Sicario, Deepwater Horizon, Die große Asterix Edition, Die Tribute von Panem)

quineloe 21. Okt 2017

Gerade das halte ich für irrelefant.

nachgefragt 19. Okt 2017

Wo man allerdings keine Verschwörungstheorie für braucht ist, dass wir 2013/14...

zwangsregistrie... 19. Okt 2017

...lizensieren sie Ihr Patent nicht an andere und verteidigen es Aggressiv. Dann gibts...

nachgefragt 19. Okt 2017

Activision hat auf die Entwicklung von Heathstone ca. so viel Einfluss, wie Blizzard auf...

ancient 19. Okt 2017

Traurig aber wahr. Schöne korrumpierte Spielewelt.


Folgen Sie uns
       


Assassin's Creed Odyssey - Test

Wir hätten nicht gedacht, dass wir erneut so gerne so viel Zeit in Ubisofts Antike verbringen.

Assassin's Creed Odyssey - Test Video aufrufen
Künstliche Intelligenz: Wie Computer lernen
Künstliche Intelligenz
Wie Computer lernen

Künstliche Intelligenz, Machine Learning und neuronale Netze zählen zu den wichtigen Buzzwords dieses Jahres. Oft wird der Eindruck vermittelt, dass Computer bald wie Menschen denken können. Allerdings wird bei dem Thema viel durcheinandergeworfen. Wir sortieren.
Von Miroslav Stimac

  1. Innotrans KI-System identifiziert Schwarzfahrer
  2. USA Pentagon fordert KI-Strategie fürs Militär
  3. KI Deepmind-System diagnostiziert Augenkrankheiten

Shine 3: Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort
Shine 3
Neuer Tolino-Reader bringt mehr Lesekomfort

Die Tolino-Allianz bringt das Nachfolgemodell des Shine 2 HD auf den Markt. Das Shine 3 erhält mehr Ausstattungsdetails aus der E-Book-Reader-Oberklasse. Vor allem beim Lesen macht sich das positiv bemerkbar.
Ein Hands on von Ingo Pakalski

  1. E-Book-Reader Update macht Tolino-Geräte unbrauchbar

Pixel 3 XL im Test: Algorithmen können nicht alles
Pixel 3 XL im Test
Algorithmen können nicht alles

Google setzt beim Pixel 3 XL alles auf die Kamera, die dank neuer Algorithmen nicht nur automatisch blinzlerfreie Bilder ermitteln, sondern auch einen besonders scharfen Digitalzoom haben soll. Im Test haben wir allerdings festgestellt, dass auch die beste Software keine Dual- oder Dreifachkamera ersetzen kann.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Dragonfly Google schweigt zu China-Plänen
  2. Nach Milliardenstrafe Google will Android-Verträge offenbar anpassen
  3. Google Android Studio 3.2 unterstützt Android 9 und App Bundles

    •  /