Abo
  • Services:
Anzeige
VMware hat auf seinen Jahreskonferenzen einige Neuheiten vorgestellt.
VMware hat auf seinen Jahreskonferenzen einige Neuheiten vorgestellt. (Bild: Jörg Thoma/Golem.de)

Virtualisierung: VMware setzt auf Openstack und Kubernetes

VMware hat auf seinen Jahreskonferenzen einige Neuheiten vorgestellt.
VMware hat auf seinen Jahreskonferenzen einige Neuheiten vorgestellt. (Bild: Jörg Thoma/Golem.de)

Mit einem ganzen Schwung neuer Angebote und Techniken baut VMware sein Angebot aus - auch mit viel Open-Source-Software. Dabei gibt es einen deutlichen Fokus auf Sicherheit und Container. Zudem will VMware mit einem speziellen Cloudstack-Angebot Kunden im Telekommunikationssektor gewinnen.

Neben seinem neuen Sicherheitskonzept Appdefense hat VMware auf seinen beiden großen jährlichen Konferenzen in den USA und zuletzt in Europa weitere Neuheiten vorgestellt, die vor allem seine Virtualisierungsinfrastruktur erweitert. Dabei zielt VMware aber nicht nur auf Großkunden wie Telekommunikationsunternehmen ab, sondern auch auf kleine und mittlere Unternehmen. In Las Vegas stellte VMware bereits seine Kooperation mit Amazons Web Services vor.

Anzeige

Zur neuen Sicherheitslösung Appdefense gibt es noch einige zusätzliche Details: Zur Verwaltung des Sicherheitskonzept im ESX-Hypervisor muss es natürlich auch eine Verwaltungssoftware geben, die außerhalb des Hypervisors laufen wird. Es handelt sich dabei um einen Dienst, der ebenfalls speziell abgesichert sein soll.

Appdefense erst 2018 in Europa erhältlich

Die Verwaltungssoftware wird in absehbarer Zeit aber nur in VMwares eigener Cloud laufen. VMware muss sein Angebot nach der neue Europäischen Datenschutzverordnung ausrichten (General Data Protection Regulation, GDPR), die ab Mai 2018 in Kraft tritt. Aus Gründen des Datenschutzes muss die Verwaltungssoftware für Appdefense also in einer ausschließlich Europa-basierten Cloud laufen. Deshalb ist der Dienst auch noch nicht in Deutschland verfügbar. Auf eine genaues Datum wollte sich VMware noch nicht genau festlegen, die Rede ist dem ersten Halbjahr 2018.

VMware hat nach eigenen Angaben aus Gesprächen mit Kunden in den letzten Monaten erfahren, dass dort besonders die Themen zentralisierte Netzwerkfähigkeiten und vor allem Sicherheit eine große Rolle spielt. In der durchaus erfolgreichen, weil funktional umfangreichen virtualisierten Netzwerklösung NSX wurde deshalb bereits Appdefense eingebaut, das Re-Routing, Netzwerkisolierung oder sogar Sniffing bei auffälligen virtuellen Maschinen erlaubt. Zum Thema Sicherheit gehört wohl auch der jetzt vorgestellte Dienst HCX, der ab November 2017 bei den Anbietern IBM und OHV erhältlich sein wird.

Schnelle Migration im Datenzentrum

VMwares HCX soll die unterbrechungsfreie Migration zahlreicher großer virtueller Maschinen zwischen verschiedenen Cloud-Umgebungen vereinfachen. Der neue Dienst setzt auf bestehende Techniken wie vMotion und NSX. HCX stellt beispielsweise ein Network-Overlay bereit, der bei der Migration keinerlei Anpassungen an die Netzwerkinfrastruktur an einer virtuellen Maschine erfordert, wenn sie von einer Infrastruktur auf die andere übertragen wird. Diese nahtlose Übertragung ist vor allem auf Datacenter zugeschnitten, die ihren Kunden eine schnelle und unkomplizierte Migration aus einer privaten in eine öffentliche Cloud anbieten können, etwa bei drohenden Ausfällen oder einfach nur, weil die IT-Infrastruktur an einem anderen Ort aufgerüstet werden muss.

Neben HCX ist wohl wichtigste Angebotserweiterung für Datacenter-Kunden VMwares Cloud Provider Platform. Damit können Betreiber eines Datenzentrums die zahlreichen VMware-Produkte in eigenen Paketen anbieten, die auf einzelne Kunden zugeschnitten sind. Als Rahmen dient ein von VMware zertifiziertes Referenzdesign, das sich unter anderem aus den wichtigsten Komponenten des Software-Defined-Datacenter (SDDC) zusammensetzt. So können Datenzentren etwa rollenbasierte Zugänge zu VMwares virtualisierter Netzwerkumgebung NSX anbieten. Freilich soll das Angebot weitere Kunden in die Cloud locken, wenn ihnen der Umzug möglichst sicher und problemlos gemacht wird.

Cloud-Verwaltung in virtueller Realität

Dazu gehört auch eine neue Virtual-Reality-Lösung, die in Kombination mit VR-Brillen und Gesten eine einfache Verwaltung von virtuellen Maschinen ermöglichen soll. Ohnehin spielt Virtual Reality auch bei VMware eine zunehmend große Rolle. Bereits auf der VMworld in Las Vegas stellte das Unternehmen eine Lösung vor, die virtualisierte Infrastrukturen in 3D darstellt und auf den APIs von vRealize zugreift. Beide Lösungen sind aber noch im Entwicklungsstadium.

Openstack für Telekommunikationsanbieter

VMware hat jetzt auch die Telekommunikationsunternehmen als Kunden entdeckt. Ein speziell zusammengestelltes Paket namens VMware Integrated Openstack 4.0 soll Unternehmen den Umstieg auf Virtualisierung erleichtern. Auf Basis von NSX stellt VMware eine Multivendor- und Multi-Domain-NFV-Plattform (Network Functions Virtualization) bereit. Dieses vCLoud NFV genannte Paket setzt auf eine eigens angepasste Openstack-Lösung. Dazu hat VMware eng mit Openstack-Entwicklern zusammengearbeitet, um die Open-Source-Cloud-Lösung seiner eigenen Infrastruktur anzupassen.

Ziel ist es, VMware als zuverlässigen Infrastrukturanbieter zu etablieren. Andererseits soll es Telekommunikationsanbietern ermöglicht werden, ihre bereits bestehenden Openstack-Lösungen beizubehalten. Besonders VMwares NSX erfreut sich dort offenbar großer Beliebtheit. Mit dem neuen Angebot sollen Telekommunikationsanbieter für die erwartete deutlich Zunahme des Datenverkehrs bei der Einführung von 5G gerüstet sein. Erster Kunde in Deutschland ist Vodafone.

VMware setzt zunehmend auf Container

Kubernetes und Docker sollen Kunden ansprechen, die mehr Kontrolle über ihre Infrastruktur behalten wollen und dabei vor allem auf Open Source setzen. Docker lässt sich mit vSphere 6.5 und 6.0 nutzen, jetzt wurde auch Kubernetes in VMwares Infrastruktur integriert. Für die Orchestrierung mehrerer Container kann wiederum unter anderem NSX oder die virtuelle Speicherverwaltung vSAN verwendet werden. Auch hier ist das Ziel, möglichst viele Angebote in VMwares Verwaltungswerkzeuge zu integrieren. Auf die Frage, ob NSX vielleicht irgendwann als Open-Source-Software freigegeben werden soll, gab es ein klares "Nein". Man bemühe sich jedoch in Zukunft, möglichst viele APIs freizugeben, damit andere Partner ihre eigenen Produkte besser auf VMware-Lösungen abstimmen können.


eye home zur Startseite



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Robert Bosch GmbH, Schwieberdingen
  2. DATAGROUP Köln GmbH, Düsseldorf
  3. Bechtle Onsite Services GmbH, Neckarsulm, Stuttgart, Ingolstadt
  4. BVU Beratergruppe Verkehr + Umwelt GmbH, Freiburg im Breisgau


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. Einzelne Folge für 2,99€ oder ganze Staffel für 19,99€ kaufen (Amazon Video)
  2. 299,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. 79,98€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Apple

    Teure Lederhülle für iPhone X deckt Mikrofon ab

  2. Notruf

    Siri ruft unnötig die Feuerwehr

  3. Netzneutralität

    US-Behörde FCC will Internetprovidern alles erlauben

  4. Fraunhofer Fokus

    Metaminer soll datensammelnde Apps aufdecken

  5. Onlinehandel

    Bundesgerichtshof greift Paypal-Käuferschutz an

  6. Verbraucherschutz

    Sportuhr-Hersteller gehen unsportlich mit Daten um

  7. Core-i-Prozessoren

    Intel bestätigt gravierende Sicherheitsprobleme in ME

  8. Augmented Reality

    Apple kauft Vrvana für 30 Millionen US-Dollar

  9. Lootboxen

    "Battlefront 2 ist ein Star-Wars-Onlinecasino für Kids"

  10. Stadtnetzbetreiber

    Von 55 Tiefbauunternehmen hat keines geantwortet



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Oneplus 5T im Test: Praktische Änderungen ohne Preiserhöhung
Oneplus 5T im Test
Praktische Änderungen ohne Preiserhöhung
  1. Smartphone Neues Oneplus 5T kostet weiterhin 500 Euro
  2. Sicherheitsrisiko Oneplus-Smartphones kommen mit eingebautem Root-Zugang
  3. Smartphone-Hersteller Oneplus will Datensammlung einschränken

Gaming-Smartphone im Test: Man muss kein Gamer sein, um das Razer Phone zu mögen
Gaming-Smartphone im Test
Man muss kein Gamer sein, um das Razer Phone zu mögen
  1. Razer Phone im Hands on Razers 120-Hertz-Smartphone für Gamer kostet 750 Euro
  2. Kiyo und Seiren X Razer bringt Ringlicht-Webcam für Streamer
  3. Razer-CEO Tan Gaming-Gerät für mobile Spiele soll noch dieses Jahr kommen

Firefox 57: Viel mehr als nur ein Quäntchen schneller
Firefox 57
Viel mehr als nur ein Quäntchen schneller
  1. Mozilla Wenn Experimente besser sind als Produkte
  2. Firefox 57 Firebug wird nicht mehr weiterentwickelt
  3. Mozilla Firefox 56 macht Hintergrund-Tabs stumm

  1. Re: BMW ist für den Massenmarkt der falsche Partner

    onkel hotte | 08:22

  2. Re: Fabriken sind so was von gestern

    maxule | 08:19

  3. EU

    DeathMD | 08:17

  4. Re: Solche Lootboxen gibt es doch schon ewig....

    Shoopi | 08:17

  5. Re: komisch demokratie

    Workoft | 08:17


  1. 07:41

  2. 07:30

  3. 07:12

  4. 17:45

  5. 17:20

  6. 17:06

  7. 16:21

  8. 15:51


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel