Abo
  • IT-Karriere:

Virtualisierung: Virtualbox 5.0 unterstützt USB 3.0

Virtualbox in Version 5.0 bietet neben USB 3.0 jetzt auch die Möglichkeit, virtuelle Festplatten zu verschlüsseln. Mit einer ersten Umsetzung der Paravirtualisierung sollen Windows- und Linux-Gastsysteme beschleunigt werden.

Artikel veröffentlicht am ,
Virtualbox 5.0 verschlüsselt Datenträger und unterstützt USB 3.0.
Virtualbox 5.0 verschlüsselt Datenträger und unterstützt USB 3.0. (Bild: Screenshot: Golem.de)

Die Version 5.0 der Virtualisierungssoftware Virtualbox wird als Major Release bezeichnet. Unter anderem können Festplatten-Images künftig verschlüsselt werden, Gäste können auf USB-3.0-Geräte zugreifen und eine neue Paravirtualisierung soll die Geschwindigkeit von Windows- und Linux-Gastsystemen erhöhen.

Stellenmarkt
  1. PAUL HARTMANN AG, Heidenheim an der Brenz
  2. Verlag C.H.BECK, München Schwabing

Mit der in Virtualbox 5.0 eingeführten Paravirtualisierung können Gastsysteme wie OS X und Windows ab Version 7 beispielsweise auf die Taktfrequenz des Advanced Programmable Interrupt Controller (APIC) des Wirts zugreifen. Dafür wurde in Virtualbox eine Hyper-V-Schnittstelle implementiert, die darüber hinaus auf diverse Zeitgeber des Wirts zugreifen kann. Auch FreeBSD soll von dieser Schnittstelle profitieren können.

Für Linux-Gäste steht eine KVM-Schnittstelle zur Verfügung, die ebenfalls Zeitgeber bereitstellt. Die Paravirtualisierung soll die Zusammenarbeit zwischen Gästen und Wirten insgesamt verbessern. Für Gastsysteme stehen außerdem mehr Instruktionen für externe Hardware zur Verfügung, darunter SSE 4.1, SSE 4.2 und der Zugriff auf das Kryptomodul AES-NI in Prozessoren.

Nach außen verschlüsselte Datenträger

Viel Arbeit haben die Entwickler zudem in den USB-Stack investiert. Über den neuen Xhci-Treiber, der USB-3.0-Geräte unterstützt, lassen sich in Virtualbox auch USB-Festplatten als virtuelle Datenspeicher einbinden. Außerdem kann der Datenverkehr künftig über die USB-Schnittstelle mitgeschnitten werden. Virtuelle SATA-Festplatten lassen sich im laufenden Betrieb ein- oder aushängen (Hotplugging).

Außerdem können virtuelle Festplattenabbilder jetzt verschlüsselt werden. Dazu wurde ein entsprechendes Dialogfeld unter der Rubrik Allgemein integriert. Zur Auswahl stehen bislang AES-XTS256-PLAIN64 oder AES-XTS128-PLAIN64. Über die grafische Oberfläche werden indes sämtliche Festplatten-Images verschlüsselt, die der virtuellen Maschine zugeteilt sind. Alle erhalten ein einziges Passwort, das beim Start eingegeben werden muss. Ausgewählte Images lassen sich hingegen über die Kommandozeile mit VBoxManage verschlüsseln und mit individuellen Kennwörtern versehen. Wird dort immer das gleiche Kennwort gewählt, wird es auch nur einmal beim Start abgefragt. Chiffrierte Datenträger können auch wieder entschlüsselt werden.

Virtuelle Maschinen können über die Benutzeroberfläche im Hintergrund gestartet werden. Im sogenannten Headless-Modus laufen sie auch weiter, wenn das Fenster oder die gesamte grafische Oberfläche von Virtualbox geschlossen wird.

Optimierte Darstellung

Auch an der grafischen Oberfläche haben die Entwickler gefeilt. Die Menüs und Statuszeilen lassen sich jetzt individuell für jede virtuelle Maschine anpassen. Drag-and-Drop funktioniert in beiden Richtungen bei Windows-, Linux- und Solaris-Gastsystemen. Die Inhalte von Gastsystemen lassen sich künftig skalieren, auch wenn die 3D-Beschleunigung aktiviert ist. Für den Betrieb unter Mac OS X und Windows wurde die Optimierung für Retina-Displays (HiDPI) umgesetzt. Darüber hinaus haben die Entwickler den Audio-Stack modularisiert, um eine bessere Integration in das Klangsystem eines Wirts zu ermöglichen.

Windows 10 wird inzwischen als Gastsystem unterstützt. Außerdem laufen Linux-Systeme mit nativer Systemd-Unterstützung. Virtualbox 5.0 selbst lässt sich bereits auf aktuellen Systemen mit OS X 10.10 alias Yosemite, Windows Server 2012 R2 sowie Fedora 22 und Ubuntu 15.04 nutzen.

Sämtliche Neuerungen sind jetzt in der Dokumentation vermerkt. Virtualbox 5.0 lässt sich bei Virtualbox.org herunterladen.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. ab 369€ + Versand
  2. 114,99€ (Release am 5. Dezember)

RaZZE 13. Jul 2015

Welcher hanswurst will schon windows aufm Server laufen lassen? ich bitte dich.

Schattenwerk 13. Jul 2015

Redest du nun von Linux als Host oder als Guest? Weil Guest kann/sollte man auch bei KVM...

Ovaron 11. Jul 2015

Wer ein Argument findet möge es bitte bei der Internetverwaltung abgeben. Danke!

jt (Golem.de) 11. Jul 2015

Selbstverständlich! Deshalb ist jetzt die Formulierung so, dass es sich bei der Liste um...


Folgen Sie uns
       


Fernsteuerung für autonome Autos angesehen

Das Fraunhofer-Institut für Offene Kommunikationssysteme zeigt die Fernsteuerung von Autos über Mobilfunk.

Fernsteuerung für autonome Autos angesehen Video aufrufen
Endpoint Security: IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten
Endpoint Security
IT-Sicherheit ist ein Cocktail mit vielen Zutaten

Tausende Geräte in hundert verschiedenen Modellen mit Dutzenden unterschiedlichen Betriebssystemen. Das ist in großen Unternehmen Alltag und stellt alle, die für die IT-Sicherheit zuständig sind, vor Herausforderungen.
Von Anna Biselli

  1. Datendiebstahl Kundendaten zahlreicher deutscher Firmen offen im Netz
  2. Metro & Dish Tisch-Reservierung auf Google übernehmen
  3. Identitätsdiebstahl SIM-Dieb kommt zehn Jahre in Haft

Ricoh GR III im Test: Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom
Ricoh GR III im Test
Kompaktkamera mit Riesensensor, aber ohne Zoom

Kann das gutgehen? Ricoh hat mit der GR III eine Kompaktkamera im Sortiment, die mit einem APS-C-Sensor ausgerüstet ist, rund 900 Euro kostet und keinen Zoom bietet. Wir haben die Kamera ausprobiert.
Ein Test von Andreas Donath

  1. Theta Z1 Ricoh stellt 360-Grad-Panoramakamera mit Profifunktionen vor
  2. Ricoh GR III Eine halbe Sekunde Belichtungszeit ohne Stativ

Mobilfunktarife fürs IoT: Die Dinge ins Internet bringen
Mobilfunktarife fürs IoT
Die Dinge ins Internet bringen

Kabellos per Mobilfunk bringt man smarte Geräte am leichtesten ins Internet der Dinge. Dafür haben deutsche Netzanbieter Angebote für Unternehmen wie auch für Privatkunden.
Von Jan Raehm

  1. Smart Lock Forscher hacken Türschlösser mit einfachen Mitteln
  2. Brickerbot 2.0 Neue Schadsoftware möchte IoT-Geräte zerstören
  3. Abus-Alarmanlage RFID-Schlüssel lassen sich klonen

    •  /