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Virtualisierung: Linux-Gasttreiber für Virtualbox bekommt Mainline-Support

Bisher war die Verwendung von Linux als Gastsystem unter der Virtualisierungssoftware Virtualbox nicht immer ganz einfach. Die Treiber für die Unterstützung werden nun aber Teil des Mainline-Kernels und sollten so mittelfristig in allen Distributionen landen.

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Die neuen Virtualbox-Gasttreiber für Linux helfen bestimmt vielen Nutzern.
Die neuen Virtualbox-Gasttreiber für Linux helfen bestimmt vielen Nutzern. (Bild: Oracle)

Die Verwendung von Oracles Virtualisierungssoftware Virtualbox hat bei Nutzung für Linux-Gastsysteme bisher unter Umständen einige Problem hervorgerufen. Mittelfristig sollten diese Schwierigkeiten für die meisten Nutzer aber vollständig behoben werden, da die zum Gastbetrieb notwendigen Treiber in den sogenannten Mainline-Kernel der Linux-Community aufgenommen werden.

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Die Arbeiten dazu stammen von dem Red-Hat-Angestellten Hans de Goede. Ein großer Teil des Codes ist nun für die Aufnahme in die kommende Linux-Version 4.16 vorgesehen, die vermutlich Anfang April erscheinen wird. Darauf aufbauend erstellt de Goede noch die Unterstützung für die Shared-Folder-Funktion, so dass sich Dateien zwischen Gast- und Hostsystem einfach teilen lassen. Diese Patches sind aber noch nicht fertiggestellt und benötigen weitere Überarbeitung.

Vorher hatte de Goede die Integration der Videotreiber für die Verwendung in Gastsystemen erstellt. Diese sind bereits als Teil von Linux 4.13 veröffentlicht worden. Dazu hat der Entwickler den ursprünglichen Oracle Code von über 50.000 Zeilen auf knapp 5.000 getrimmt. Die Qualität des Codes überzeugte die anderen Kernel-Entwickler aber offenbar nicht besonders, denn dieser Videotreiber ist vorerst im Staging-Bereich von Linux gelandet. Dort wird Code gesammelt, der noch verbesserungswürdig ist.

Bisher mussten die Treiber für den Betrieb von Linux-Gastsystemen entweder aus den Softwarequellen der jeweiligen Distribution - falls dort angeboten - nachgeladen oder über die für Virtualbox ausgelieferten CD-Abbilder installiert werden. Wegen verschiedener Inkompatibilitäten zwischen Host- und Gasttreiber konnte dies aber sogar dazu führen, dass ein Linux-System nicht als Gast genutzt werden konnte. Mit der Integration in den Mainline-Kernel sollte das künftig nicht mehr passieren.



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Teebecher 18. Jan 2018

Nachtrag: Installation läuft, träge aber geht. Was nicht geht: VBoxGuestAdditions...

demon driver 18. Jan 2018

Auf zahlreichen Systemen läuft der Windows-10-Gast immer noch nicht seamless, egal ob auf...

Vanger 17. Jan 2018

Bisher war das größte Problem mit den Gasterweiterungen, dass Host und Gast die gleiche...

Pedrass Foch 17. Jan 2018

Korrekt, die nicht freien Teile wie USB3-Host sind im Extension Pack.


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