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Virtualisierung: HPE positioniert Morpheus als Alternative zu VMware

HPE stellt in Barcelona neue Funktionen in der Virtualisierung vor. Morpheus bekommt immer mehr Fähigkeiten.
/ Achim Sawall
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Am 3. Dezember 2025 bei der Keynote auf der HPE Discover Barcelona (Bild: Achim Sawall/Golem.de)
Am 3. Dezember 2025 bei der Keynote auf der HPE Discover Barcelona Bild: Achim Sawall/Golem.de

HPE Chef Antonio Neri hat die Kosten der Virtualisierung als eine der größten Herausforderungen für Unternehmen bezeichnet. "Lizenzen und Gebühren steigen rasant. Sie sehen sich mit starren Architekturen und bevorstehenden Fristen konfrontiert, und die Laufzeitumgebungen einzelner Anbieter sind immer schwieriger anzupassen und zu finanzieren" , sagte Neri am 3. Dezember 2025 auf der Hausmesse HPE Discover Barcelona(öffnet im neuen Fenster) , womit Broadcoms VMware Plattform gemeint war.

Ein einfacher Umzug in die Public Cloud reiche nicht aus. Stattdessen biete man "die nächste Generation der HPE Private Clouds, die jetzt mit der HPE Morpheus Software optimiert sind" , erklärte Neri weiter.

Die Neuerungen im Einzelnen:

Bevor HPE die Firma im August 2024 kaufte(öffnet im neuen Fenster) , war Morpheus Data eine reine Cloud Management Plattform (CMP) und keine Virtualisierungs-Software. Morpheus konnte verschiedene Systeme steuern wie Server auf VMware, Nutanix, Amazon Cloud (AWS) oder Microsoft Azure. Morpheus erzeugte die virtuellen Maschinen nicht selbst, sondern gab nur den Befehl dafür. Basierend auf der Linux-Technik KVM konnte Morpheus auch selbst VMs verwalten, was HPE in VM Essentials weiterentwickelte und so eine eigene Virtualisierungs-Software schuf.

HPE stellte in Barcelona Erweiterungen seiner Software HPE Morpheus und der Virtualisierungs-Alternative HPE Morpheus VM Essentials vor. Ein Software-definiertes Netzwerk für virtuelle Maschinen kann mit dem HVP-Hypervisor in Morpheus betrieben werden.

Auch der Juniper Apstra Data Center Director wird in HPE Morpheus integriert, um die Switch-Konfiguration zu automatisieren, für eine gesicherte Verbindung zwischen virtuellen Maschinen und ihren Hosts. Eine automatische Durchsetzung von VLAN- und Security-Regeln in physischen und virtuellen Netzen soll Fehler bei der Verschiebung oder Migration von virtuellen Maschinen vermeiden.

Mit Unterstützung von Kubernetes und Container-Workloads auf dem HVM-Hypervisor sollen Cloud-native Anwendungen parallel zu traditionellen virtuellen Maschinen laufen können.

Die Integration der Software HPE Zerto mit HPE Morpheus soll eine kontinuierliche Datensicherung für virtuelle Maschinen innerhalb von HPE Morpheus VM Essentials und HPE Morpheus Enterprise bieten.

Technikchefin: Alternative mit VMs, Containern und Bare-Metal-Servern

Chief Technology Officer Fidelma Russo erklärte, es sei ein Irrglaube, dass Unternehmen lediglich einen Hypervisor ersetzen wollten: "Sie suchen eine moderne Plattform, die sowohl traditionelle virtuelle Maschinen (VMs), als auch Container und Workloads der KI-Ära mit der gleichen Ausfallsicherheit, Sicherheit und Automatisierung ausführen kann, die sie von der Cloud erwarten" , sagte sie.

Russo meinte, die Management-Tools Morpheus und Opsramp sowie die Disaster-Recovery-Software Zerto böten "eine vollständig integrierte Alternative der Enterprise-Klasse, die VMs, Container und Bare-Metal-Server umfasst" .

Zu den neuen Funktionen von Morpheus gehört Zero-Trust Software-Defined Networking (SDN) für Virtual Machines, die auf dem HVM-Hypervisor gehostet werden. Morpheus bietet außerdem Unterstützung für Kubernetes und containerisierte Workloads auf dem HVM-Hypervisor für VM- und Container-Operationen.

Dennoch kann VMware laut Anwendern weiterhin mehr, etwa mit Software-Defined Storage (vSAN) lokalen Festplattenspeicher über Server hinweg spiegeln. HPE VM Essentials setze eher auf externe Speichersysteme (wie HPE Alletra) oder einfachere Speicherprotokolle. VMware verschiebe VMs ausgefeilter im laufenden Betrieb, wenn ein Server zu voll wird.


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