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Virtualisierung: FreeBSD 10 bekommt eigenen Hypervisor Bhyve

Die kommende Version 10.0 der Unix-basierten Distribution FreeBSD erhält einen eigene Hypervisor namens Bhyve. Auf ihm sollen zunächst nur weitere FreeBSD-Instanzen laufen.
/ Jörg Thoma
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FreeBSD erhält seinen eigenen Hypervisor namens Bhyve. (Bild: FreeBSD)
FreeBSD erhält seinen eigenen Hypervisor namens Bhyve. Bild: FreeBSD

Das FreeBSD-Team arbeitet an einem eigenen Hypervisor, der in der kommenden Version 10.0 der Unix-basierten Distribution zum Einsatz kommen soll. Bhyve(öffnet im neuen Fenster) ist ein Hypervisor des Typs 2, der nur auf FreeBSD läuft. Als Gast lässt sich bislang FreeBSD ab Version 8.3 installieren und nutzen.

Das Bhyve-Projekt gibt es bereits seit 2011. Inzwischen wird es als reif genug erachtet, dass es offiziell in das kommende FreeBSD 10.0 integriert werden kann. Der Hypervisor setzt gegenwärtig ausschließlich auf Intels VT-x-Technik, die Unterstützung für AMDs SVM steht noch aus. Bhyve nutzt Funktionen wie VirtIO oder die von Intel als Extended Page Tables bezeichnete Verwaltung von Speicheradressen virtueller Maschinen.

Funktionen für FreeBSD-Gäste

Außerdem emuliert der FreeBSD-Hypervisor IOAPIC und unterstützt damit unter anderem APIC für Gastsysteme und eine teilweise funktionierende AHCI-Emulation. Noch arbeiten die Entwickler an nicht gesperrten I/O-Zugriffen oder der Unterstützung für Suspend und Resume.

Bhyve besteht aus dem Kernel-Modul Vmm.ko sowie der Bibliothek Libvmmapi und den Anwendungen bhyve, bhyveload und byhvectrl. Insgesamt beanspruchen die Bhyve-Komponenten etwa 250 KByte Speicher. Bhyve wird für FreeBSD mit LLVM und Clang erstellt, das grundsätzlich eine Voraussetzung aller Anwendungen für FreeBSD 10.0 sein wird.

FreeBSD fürs Raspberry Pi

Wann FreeBSD erscheinen wird, steht noch nicht fest. Die aktuelle Liste der geplanten Funktionen ist auf den Webseiten des FreeBSD-Projekts abrufbar(öffnet im neuen Fenster) . Dazu gehören unter anderem die Unterstützung für das Raspberry Pi, der Trim-Support für das Dateisystem ZFS und ein FUSE-Treiber, mit dem FreeBSD 10.0 über Ntfs3g auch auf Windows-Dateisysteme zugreifen können soll.


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