Virtualisieren mit Windows, Teil 1: Installation und Einrichten - erste Schritte mit Hyper-V

Mit Hyper-V steht Windows-Nutzern ab der Windows-Pro-Edition ein professioneller Hypervisor zur Verfügung, mit dem effizient virtuelle Maschinen verwaltet werden können - und das völlig kostenlos. Selbst das Betreiben von Linux-VMs ist mit wenigen Mausklicks erledigt. In der Funktionalität steht Hyper-V anderen Virtualisierungstools in nichts nach - auch wenn die Oberfläche, der Hyper-V Manager, nicht so durchdacht ist wie etwa bei VMWare. Andererseits kostet VMWare Workstation fast doppelt so viel wie eine Windows-Pro-Betriebssystemlizenz. Tools wie Royal TS helfen zudem ein bisschen. Wir stellen Hyper-V vor, beginnend mit der Installation und dem ersten Einrichten.
Es ist fast 15 Jahre her, dass Microsoft mit Windows Server 2008 seine erste eigene Virtualisierungslösung vorgestellt hat - bis dahin gab es bei Microsoft nur die zugekauften Produkte Virtual PC und Virtual Server. Hyper-V war der Sprung in ein neues Feld der Virtualisierung, denn Hyper-V arbeitet wie VMWare ESX mit Hardware- oder Typ-1-Virtualisierung. Im Gegensatz zur Softwarevirtualisierung, in der die Virtualisierungssoftware vom Betriebssystem wie eine normale Anwendung gestartet wird und der Virtualisierer eine simulierte Hardware zur Verfügung stellt, ersetzt der Hypervisor bei der Hardwarevirtualisierung das Betriebssystem.