Virtual Reality: Zenimax verklagt Oculus VR und Palmer Luckey

Zenimax Media(öffnet im neuen Fenster) und id Software, der ehemalige Arbeitgeber von Oculus-Technikchef John Carmack, haben Klage gegen Oculus VR(öffnet im neuen Fenster) und Kogründer Palmer Luckey eingereicht. Darin wird ihnen vorgeworfen, Handelsgeheimnisse gestohlen zu haben, die sich auf die Entwicklung von VR-Technologie beziehen.
Bereits vor wenigen Tagen hatte Zenimax entsprechende Anschuldigungen vorgebracht , Oculus VR hatte diese jedoch zurückgewiesen. Man habe für Oculus-Produkte nicht eine Zeile Code von Zenimax oder dessen Technologie verwendet, hieß es von Oculus. Das Brisante: Carmack hatte bereits im Vorfeld der erfolgreichen Kickstarter-Kampagne für die VR-Brille Oculus Rift mit Palmer Luckey zusammengearbeitet, als er noch bei id Software angestellt war. Im vergangenen Jahr schließlich wechselte Carmack gemeinsam mit anderen Mitarbeitern dann Vollzeit zu Oculus.
Direkte Reaktion auf Übernahme durch Facebook
Zenimax führt in der Klage nun an, dass Oculus und Luckey Handelsgeheimnisse, geschützten Computercode und technisches Know-how für die Entwicklung der VR-Brille Oculus Rift verwendet haben sollen, obwohl sie zuvor eine Vereinbarung unterzeichnet hätten, die ihnen dies untersagt habe. Zenimax habe über Jahre selbst Millionen von Dollar in die Forschung und Entwicklung von VR-Technologie investiert, heißt es weiter.
Die Klage ist eine direkte Reaktion auf die Übernahme von Oculus VR durch Facebook im März. Die Angeklagten könnten "dank des geistigen Eigentums von Zenimax Milliarden von Dollar erwirtschaften" , heißt es in der Schrift. Facebook hatte Oculus VR für 2 Milliarden Dollar gekauft.
Die Klage wurde in Texas eingereicht, dem Firmensitz von id Software. Eine konkrete Summe wird nicht genannt, Zenimax und id Software haben jedoch einen Geschworenenprozess beantragt.



