Virtual Reality: Tischkicker auf Steroiden

Oft hat Virtual Reality den Ruf, Spieler voneinander zu isolieren. Dass es auch anders geht, zeigt das Schweizer Startup Kynoa mit seinem virtuellen Tischfußball Koliseum Soccer VR. Golem.de hat das Mixed-Reality-Game ausprobiert.

Ein Hands on von veröffentlicht am
Artwork von Koliseum Soccer VR
Artwork von Koliseum Soccer VR (Bild: Kynoa)

Zwei Spielerreihen stehen sich im Mittelfeld gegenüber. So, wie man es eben aus jedem Tischfußballspiel kennt. Plötzlich reißt sich ein Spieler von der Stange los und beginnt zu dribbeln. Mit dem Ball am Fuß lässt er die gegnerische Mittelreihe und auch die Verteidiger hinter sich, schlägt noch einen Haken - und schießt dann unhaltbar ins linke Eck.

Inhalt:
  1. Virtual Reality: Tischkicker auf Steroiden
  2. Geselligkeit statt Isolation

Was wie der Traum eines Tischfußballers klingt, ist Realität - zumindest virtuelle Realität. Das Schweizer Startup Kynoa hat einen Kicker gebaut, der in Verbindung mit VR-Headsets funktioniert. Auf der Technikmesse Digility in Köln konnte Golem.de Ende September 2018 einen Prototyp des Koliseum Soccer VR ausprobieren. Wir waren - wie die meisten Besucher, denen wir beim Spielen zuschauten - von der Vielseitigkeit des Tisches begeistert.

Koliseum Soccer VR ähnelt stark einem herkömmlichen Kicker-Automaten. Allerdings ist die Oberfläche mit einer Metalldecke verschlossen. In die Oberfläche sind vier Rift-Kameras eingelassen, mit denen Koliseum die Headsets der Spieler trackt. Im Spiel sind die beiden Gegner - man spielt stets zu viert - als halbtransparente Avatare zu sehen. Die soliden Kickerstangen haben an den Griffen auf Daumenhöhe insgesamt vier Buttons, mit denen die Spieler Spezialeffekte wie das freie Dribbeln auslösen können. Das virtuelle Spielfeld ähnelt einer herkömmlichen Tischkicker-Arena, für das Drumherum sind aber verschiedene Settings wählbar, etwa ein futuristisches Stadion, ein Piratenschiff oder eine Metropolis-Kulisse.

Virtuelle Tricks

Das Spiel verläuft hochgradig turbulent. Kicker-Profis sind natürlich im Vorteil, weil Reaktionsgeschwindigkeit und Angriffsroutinen auch hier sehr wichtig sind. Wer die Spezialeffekte taktisch einsetzt, kann aber auch erfahrene Kicker-Spieler überrumpeln. Das freie Dribbeln wird durch Drücken des mittleren Buttons ausgelöst und endet erst dann, wenn der Angreifer ein Tor schießt oder von einem Verteidiger geblockt wird - er zersplittert dann und setzt sich an der Originalposition wieder zusammen. Der obere Button ist für Lobs da, die mit dem richtigen Timing das ganze Spielfeld überwinden können.

Stellenmarkt
  1. BI-Manager (w/m/d)
    VGH Versicherungen, Hannover
  2. Mitarbeiter (m/w/d) - Planung und Betrieb des Kommunikationsnetzes
    Universität Hamburg, Hamburg
Detailsuche

Die seitlichen Buttons sind derzeit noch nicht aktiv, sollen aber - je nach Spielstufe - mit zusätzlichen Funktionen belegt werden können, so der Hersteller. Will man zum Beispiel vorübergehend den Angriff verstärken, kann man einen Spieler aus der Mittelreihe in die Spitze beordern. Wobei dann natürlich die Gefahr besteht, im Mittelfeld überrannt zu werden. Die Spieldauer lässt sich individuell festlegen, bei unserem Test waren es drei Minuten.

Das Spielgeschehen wird noch durch weitere Effekte gewürzt. Rollt der Ball über ein spezielles Symbol, erscheinen plötzlich drei Bälle - was den Spielstand binnen Sekunden radikal verändern kann. Besonders spektakulär ist ein großer Feuerball, der auf dem virtuellen Rasen eine Schneise der Verwüstung hinterlässt: Wer übrig bleibt, kann ungefähr fünf Sekunden lang auf einem leeren Feld spielen.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
Geselligkeit statt Isolation 
  1. 1
  2. 2
  3.  


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Fernwartung
Der Kundenansturm, der Teamviewer nicht gut getan hat

Wie schätzt man die weitere Geschäftsentwicklung ein, wenn die Kunden in der Pandemie plötzlich Panikkäufe machen? Das gelang bei Teamviewer nicht.
Ein Bericht von Achim Sawall

Fernwartung: Der Kundenansturm, der Teamviewer nicht gut getan hat
Artikel
  1. Netzneutralität: Google und Meta verteidigen sich gegen Telekom-Vorwürfe
    Netzneutralität
    Google und Meta verteidigen sich gegen Telekom-Vorwürfe

    Die beiden großen Internetkonzerne Google und Meta verweisen im Gespräch mit Golem.de auf ihren Beitrag zur weltweiten Infrastruktur wie Seekabel und Connectivity.

  2. Pluton in Windows 11: Lenovo will Microsofts Sicherheitschip nicht aktivieren
    Pluton in Windows 11
    Lenovo will Microsofts Sicherheitschip nicht aktivieren

    Die neuen Windows-11-Laptops kommen mit dem Chip Pluton. Lenovo will diesen aber noch nicht selbst aktivieren.

  3. Probefahrt mit BMW-Roller CE 04: Beam me up, BMW
    Probefahrt mit BMW-Roller CE 04
    Beam me up, BMW

    Mit futuristischem Design und elektrischem Antrieb hat BMW ein völlig neues Fahrzeug für den urbanen Bereich entwickelt.
    Ein Bericht von Peter Ilg

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • RTX 3070 989€ • The A500 Mini Retro-Konsole mit 25 Amiga-Spielen vorbestellbar 189,90€ • RX 6800 16GB 1.129€ • Intel Core i9 3.7 459,50€ Ghz • WD Black 1TB inkl. Kühlkörper PS5-kompatibel 189,99€ • Switch: 3 für 2 Aktion • RX 6700 12GB 869€ • MindStar (u.a. 1TB SSD 69€) [Werbung]
    •  /