Virtual Reality: Steam Frame startet für 1.050 Euro und mit Schwächen
Valve hat Preise und Verkaufsmodalitäten für seine neue VR-Brille Steam Frame bekannt gegeben. Das Modell mit 256 GByte Speicher kostet in Deutschland 1.050 Euro, für die Variante mit 1 TByte sind 1.280 Euro fällig. Half-Life Alyx (Test auf Golem) (g+) gehört bei beiden Versionen zum Lieferumfang.
Direkt bestellen lässt sich Steam Frame noch nicht. Interessenten können sich bis zum 17. September 2026 um 19 Uhr deutscher Zeit für eine der beiden Varianten registrieren(öffnet im neuen Fenster). Anschließend mischt Valve die Liste der Anmeldungen einmalig nach dem Zufallsprinzip.
Noch am selben Tag erfahren Interessenten, ob für sie ein Gerät reserviert wurde oder sie zunächst auf der Warteliste landen. Die ersten Kaufaufforderungen sollen ab dem 18. September verschickt werden. Weitere folgen, sobald Geräte verfügbar werden.
Bemerkenswert ist auch der Preis für das Zubehör. Ein USB-C-Netzteil gehört nicht zum Lieferumfang und kostet bei Valve 40 Euro. Für ein Ergonomiepaket mit zusätzlichem Kopfband, erweitertem Lichtschutz und Handschlaufen werden 70 Euro fällig.
Die ersten Tests zeichnen ein gemischtes Bild. Tom's Hardware lobte(öffnet im neuen Fenster) vor allem den hohen Tragekomfort und die zuverlässige drahtlose Verbindung zum PC über den mitgelieferten 6-GHz-Dongle.
Das Streaming von PC-Spielen funktioniere sehr gut. Beim lokalen Ausführen klassischer x86-Spiele auf dem ARM-Prozessor entstehe dagegen zusätzlicher Aufwand durch die Übersetzung mit FEX.
PC Games Hardware berichtete(öffnet im neuen Fenster) ebenfalls von sehr gutem Tragekomfort und zuverlässigem Inside-out-Tracking, sieht aber noch Probleme bei Kompatibilität, Akkulaufzeit und Bildqualität. Ausgerechnet die VR-Steuerung sei bei einigen Spielen ein Flaschenhals.
Gelegentlich habe sich zudem beim schnellen Wechsel zwischen Spielen die PC-Streaming-Verbindung aufgehängt. Insgesamt bezeichnete PCGH die Hardware als faszinierend, aber noch nicht ganz als Plug-and-Play-Lösung.
Angepasste Version von Half-Life Alyx mit Grafik-Malus
Engadget bewertete Steam Frame(öffnet im neuen Fenster) grundsätzlich als gutes Standalone-VR-Headset, hält das Gesamtpaket angesichts günstigerer Konkurrenz aber für schwer zu empfehlen. Half-Life Alyx funktioniere in der angepassten Standalone-Fassung überraschend gut, sehe jedoch sichtbar schlechter aus als beim Streaming von einem Gaming-PC. Bei anspruchsvollen Standalone-Spielen halte der Akku im Test weniger als 90 Minuten.
Steam Frame verwendet einen Qualcomm Snapdragon 8 Gen 3 samt Adreno-750-GPU und 16 GByte LPDDR5X-RAM. Zwei LCDs mit Pancake-Linsen bieten jeweils 2.160 × 2.160 Pixel und Bildraten bis 120 Hz; 144 Hz sind experimentell möglich.
Eye-Tracking verwendet Foveated Rendering und Foveated Streaming. Valve nutzt außerdem Multi-Link Streaming, bei dem der mitgelieferte Funkadapter und das WLAN gemeinsam für die Übertragung eingesetzt werden. Mehr als 100 Spiele sind laut Valve bereits für den Standalone-Betrieb verifiziert.
Zur Ausstattung gehören 256 GByte oder 1 TByte UFS-Speicher, ein Micro-SD-Slot sowie vier Kameras für Inside-out-Tracking. Spiele können direkt unter SteamOS auf der ARM-Hardware laufen oder von einem PC gestreamt werden. Das Headset wiegt rund 440 Gramm.