Virtual Reality: Leap Motion setzt auf Hände und Augen

Die Bewegungssteuerung Leap Motion will ein Standardverfahren für die Handsteuerung in VR-Anwendungen etablieren und veröffentlicht neben neuer Hardware auch ein überarbeitetes Entwickler-SDK.

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Handerkennung mit Leap Motion
Handerkennung mit Leap Motion (Bild: Leap Motion)

Der Mensch hat Hände - auch dann, wenn er sich im virtuellen Raum etwa eines Spiels befindet. Die Bewegungsdaten dieser Hände müssen irgendwie erfasst werden, und dafür möchte die Firma Leap Motion ein einheitliches Verfahren entwickeln. Schon länger bietet sie ihre ebenfalls Leap Motion genannte Bewegungskamera und -steuerung an. Nun kündigt das Unternehmen an, für 20 US-Dollar einen Aufsatz zu verkaufen, mit dem dieses System direkt an VR-Brillen angebracht werden kann.

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Das klingt zunächst wenig aufregend, könnte aber langfristige Folgen haben. Laut einer Ankündigung von Leap-Motion-Technikchef David Holz sollen so alle Entwickler die gleichen, ungefähr in Höhe der Augen angebrachten Kamerawinkel auf die Hände verwenden können, was die Entwicklung einheitlicher Programme und Standards erlaube.

Gleichzeitig veröffentlicht die Firma eine neue Version ihres SDK, bei dem die Handerfassung und -datenauswertung von oben deutlich verbessert sein sollen, und in dem es eine Reihe von Anwendungsbeispielen in Unity und C++ gibt. Nach Angaben von Holz haben die bereits existierenden Leap-Motion-Geräte eine größere Sichtweite als die gängigen VR-Brillen, sodass die Hände schon dann erfasst werden, bevor der Spieler sie mit Oculus Rift sieht.

Außerdem kündigt Holz an, dass Leap Motion mit der Entwicklung eines neuen, ebenfalls mit Infrarot-Licht arbeitenden Sensors befasst sei, den die Hersteller von VR-Brillen direkt in ihre Brillen einbauen könnten. Er soll mehr als HD-Auflösung und Farbe verarbeiten und ein nochmals deutlich größeres Blickfeld auswerten können. Die Technologie trägt den Projektnamen "Dragonfly", weitere Informationen will Leap Motion demnächst bekannt geben.

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