Überwachung: Kommt Facebooks smarte Brille mit Gesichtserkennung?

Noch in diesem Jahr soll Facebooks smart Glass auf den Markt kommen. Ob mit oder ohne Gesichtserkennung, wird derzeit intern diskutiert.

Artikel veröffentlicht am ,
Facebook will überall Augen haben.
Facebook will überall Augen haben. (Bild: Gerd Altmann/Pixabay)

Facebook will noch dieses Jahr eine smarte Brille herausbringen, ähnlich der gescheiterten Google Glass. Derzeit diskutiert die Unternehmensführung, ob die Brille mit Gesichtserkennung ausgeliefert werden soll oder nicht.

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Facebook prüfe derzeit die rechtlichen Möglichkeiten, um Gesichtserkennung auf den Geräten anbieten zu können, erklärte Andrew Bosworth, Facebooks Vizepräsident für erweiterte und virtuelle Realität, in einem unternehmensweiten Treffen. Unklar sei derzeit, ob es rechtlich erlaubt sei, die Gesichter von anderen abzugleichen. Als Beispiel nennt Bosworth eine Party, bei der man sich nicht an den Namen einer Person erinnern könne und diesen über die Brille per Gesichtserkennung in Erfahrung bringen könne. Noch sei aber nichts entschieden, sagte Bosworth laut einem Bericht des Onlinemagazins Buzzfeed.

"Gesichtserkennung könnte das heikelste Thema sein, bei dem die Vorteile so klar sind und die Risiken so klar sind und wir nicht wissen, wo wir die Balance zwischen diesen Dingen halten sollen", antwortete Bosworth auf die Frage eines Angestellten, ob Menschen ihre Gesichter als nicht durchsuchbar markieren könnten. Der Angestellte gab zudem den "realen Schaden" zu bedenken, die eine solche Technologie potenziell erzeugen könne, einschließlich der Gefahr von "Stalkern".

Gesichtserkennung ist umstritten wie nie

Facebook kündigte die smart Glasses im letzten Jahr an. Diese entstehen in Kooperation mit dem Brillendesigner Ray-Ban. Das Gerät soll ein Augmented-Reality-Erlebnis bieten, bei dem digitale Funktionen über die realen Perspektiven der Menschen gelegt werden.

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Sowohl das Gespräch um eine Gesichtserkennungsfunktion, als auch die Ankündigung der smarten Brille, erfolgt aktuell in einer Zeit, in der Gesichtserkennung hochumstritten ist. So hatte IBM die Entwicklung seiner Gesichtserkennungssoftware in Folge der Black-Lives-Matter-Proteste mit der Begründung eingestellt, dass die Technik für "Massenüberwachung, Racial Profiling, Verstöße gegen grundlegende Menschenrechte und -Freiheiten" verwendet würde.

Amazon hat immerhin die Verwendung seiner Gesichtserkennungssoftware Rekognition durch die Polizei für ein Jahr untersagt. Auch Städte wie San Francisco sehen in der Technik eine Gefahr und verbieten den Einsatz in ihren Behörden. Im vergangen Jahr gab es mit Clearview und Pimeyes auch gleich mehrere privatwirtschaftliche Gesichtserkennungsskandale. Die europaweite Initiative Reclaim your Face fordert derzeit ein Verbot von Gesichtserkennung und sammelt Unterschriften von EU-Bürgern.

Cambridge Analytica 2.0?

Erst kürzlich zeigte der Forscher Michal Kosinski, dass sich mittels Gesichtserkennung mit einer relativ hohen Wahrscheinlichkeit die politische Einstellung einer Person ermitteln lässt. Kosinski war ungewollt Teil von Facebooks Cambridge-Analytica-Skandals: Die Firma hatte seine Forschung als Grundlage für ihre Datensammlung auf Facebook und deren anschließende Auswertung verwendet. Damit soll sie unter anderem die US-Präsidentschaftswahl im Jahr 2016 sowie die Brexit-Abstimmung in Großbritannien beeinflusst haben.

Gleichzeitig hat Facebook alles andere als einen guten Ruf in Sachen Datenschutz. Aktuell verteidigt und bewirbt der Konzern sein invasives Ausspähen von App-Nutzern gegen eine Datenschutzfunktion von Apple. Gleichzeitig hat die Facebook-Tochter Whatsapp mit einer Nutzerabwanderung zu anderen Messengern zu kämpfen, nachdem sie eine neue Datenschutzerklärung veröffentlicht hat, in der auch Facebook an prominenten Stellen genannt wird.

Google hatte sich vor einigen Jahren an einem ähnlichen Projekt versucht, war aber an Datenschutzbedenken gescheitert. Die Google Glass genannte smarte Brille wird daher nur in speziellen Betrieben verwendet.

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BetriebssystemWindows 10, Viveport, Steam, SteamVRWindows 10, SteamVRWindows 10, Viveport, Steam, SteamVRPlaystation 4, Windows 10, SteamVR
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Dystopinator 01. Mär 2021

Nicht zu vergessen Babyphonkameras die spannen ermöglichen, unsichere fernsteuerbare...

Der mit dem Blubb 28. Feb 2021

Da wurde ja auch gleich das allerbeste Beispiel aufgeführt, weswegen man eine...

Prof.Dau 27. Feb 2021

Weil Otto neue Technik mag und Politik war noch nie so sein Ding.

croccofixio 26. Feb 2021

Ein 4 Jahre alter Artikel? Luxotittca wurde in der Wwischenzeit mehr oder weniger...



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