Virtual Reality: Kampf dem Übel

Falsche Erwartungen durch Spieler und Kritik aus der Öffentlichkeit, aber auch das Problem der körperlichen Übelkeit: Vor dem Marktstart von Playstation VR und Oculus Rift sehen Spielentwickler wie Crytek vielfältige Herausforderungen für die Branche.

Artikel von veröffentlicht am
Spielentwickler mit Oculus Rift
Spielentwickler mit Oculus Rift (Bild: Golem.de)

"In den ersten Versionen von The Climb sind die Leute nach einem Absturz in der Steilwand zum Klo gerannt", sagt David Bowman. Er ist für die Virtual-Reality-Spiele bei Crytek zuständig und spricht auf dem Entwicklerpreis Summit in Köln über ein Problem, das derzeit immer noch viele seiner Kollegen beschäftigt: die körperliche Übelkeit im Cyberspace mit einem Oculus Rift, Playstation VR oder HTC Vive auf der Nase.

Inhalt:
  1. Virtual Reality: Kampf dem Übel
  2. 37 Millionen VR-Headsets bis 2020

Erst nach vielen Experimenten und 20 bis 30 verschiedenen Versionen konnte Crytek das Problem lösen, erzählt Bowman. Nun ist der Fall in die Tiefe nur kurz zu sehen, das Bild wird innerhalb weniger Augenblicke ausgeblendet - dann kann der Spieler beim nächsten Checkpoint seine Klettertour fortsetzen. Das Problem mit der Übelkeit ist damit im konkreten Fall von The Climb gelöst, aber in vielen Szenen in anderen Spielen müssen die Entwickler noch mühsam herausfinden, wie sie die Übelkeit vermeiden.

Das ist auch deshalb gar nicht so einfach, weil es manchen Personen etwa bei einer schnellen Drehung oder einem abrupten Bremsvorgang in der virtuellen Realität nicht übel wird, anderen aber schon. Das mache die Testdurchläufe wesentlich aufwendiger als bei vergleichbaren Stellen in konventionellen Spielen, sagt Thomas Bedenk.

Vorerst keine schnellen VR-Ego-Shooter

Der unabhängige Designer plädiert auch dafür, dass die Branche den Hardcorespielern möglichst früh klar sagt, dass es vermutlich bis auf weiteres keine schnellen Ego-Shooter für Oculus Rift und Co. geben wird. Mit den derzeitigen technischen Möglichkeiten sei das kaum möglich. Erst wenn die Bildwiederholraten und das Tracking noch besser seien, könne sich das ändern.

Stellenmarkt
  1. Windows Applikationsentwickler (m/w/d)
    KOSTAL Industrie Elektrik GmbH, Hagen
  2. Data Engineer (m/w/d)
    akf bank GmbH & Co KG, Wuppertal
Detailsuche

Steve Bailey vom Marktforschungsunternehmen IHS Technology ist der Auffassung, dass die Hersteller der VR-Headsets unterschwellig schon damit begonnen haben, etwa mit ihrer öffentlichen Kommunikation die Erwartungen der Kundschaft etwas realistischer zu machen. Er sieht aber noch ganz andere Probleme auf die Branche zukommen: Es wird sicherlich eine Neuauflage von altbekannten Gaming-Debatten mit Boulevardschlagzeilen wie "VR hat mein Kind in eine künstliche Welt gezogen" geben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed
37 Millionen VR-Headsets bis 2020 
  1. 1
  2. 2
  3.  


derKlaus 21. Dez 2015

Die Dinger kenn ich auch noch. Klar war das irgendwie cool, nur wüsste ich heute keine...

SkalliN 21. Dez 2015

So'n VR-Ding werd ich mir die nächsten Jahre wohl auch weiterhin nicht aufsetzen (auch...

derKlaus 21. Dez 2015

Naja, Koffein bekomme ich nicht nur in der Aptheke. Da hast Du sicherlich Recht. Mich...

motzerator 19. Dez 2015

Ein Film oder Game spielt damit eben mehr ein als wenn man eine "Survival of the...

Anonymer Nutzer 19. Dez 2015

erstmal: ich hatte einen Fehler gemacht - das Ding, was ich habe heisst Gear VR und...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Encrochat-Hack
"Damit würde man keinen Geschwindigkeitsverstoß verurteilen"

Der Anwalt Johannes Eisenberg hat sich die Daten aus dem Encrochat-Hack genauer angesehen und viel Merkwürdiges entdeckt.
Ein Interview von Moritz Tremmel

Encrochat-Hack: Damit würde man keinen Geschwindigkeitsverstoß verurteilen
Artikel
  1. Pornhub, Youporn, Mydirtyhobby: Gericht bestätigt Zugangsverbot für Pornoportale
    Pornhub, Youporn, Mydirtyhobby
    Gericht bestätigt Zugangsverbot für Pornoportale

    Die Landesmedienanstalt NRW hat zu Recht gegen drei Pornoportale mit Sitz in Zypern ein Zugangsverbot verhängt.

  2. Sony Xperia Pro-I mit herausragender Kamera bei Saturn
     
    Sony Xperia Pro-I mit herausragender Kamera bei Saturn

    Sony bringt mit dem Xperia Pro-I ein neues Top-Smartphone auf den Markt. Wer jetzt vorbestellt, sichert sich zusätzlich ein kostenloses Geschenk.
    Ausgewählte Angebote des E-Commerce-Teams

  3. Luna Display: Mac als zweiter Bildschirm für Windows-Geräte
    Luna Display
    Mac als zweiter Bildschirm für Windows-Geräte

    Der kleine Funkadapter Luna Display kann jetzt in Windows-PCs gesteckt werden, um das Display eines Macs als zweiten Bildschirm nutzen zu können.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Gaming-Monitore zu Bestpreisen (u. a. Samsung G9 49" Curved QLED 240Hz 1.149€) • Spiele günstiger: PC, PS5, Xbox, Switch • Zurück in die Zukunft Trilogie 4K 31,97€ • be quiet 750W-PC-Netzteil 87,90€ • Kopfhörer von Beats & Gaming-Stühle zu Bestpreisen [Werbung]
    •  /