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Virtual Reality: Kabellose HTC Vive ist in der Entwicklung

Die schweren Kabel beim HTC Vive stören nicht mehr lange – sagt zumindest das bulgarische Entwicklerstudio Intugame. Es arbeitet zusammen mit Valve an einer technischen Lösung zur drahtlosen Übertragung der Bilder und Positionsdaten.
/ Peter Steinlechner
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HTC Vive im Einsatz bei Intugame (Bild: Intugame)
HTC Vive im Einsatz bei Intugame Bild: Intugame

Eins vorweg: Es klingt ein bisschen merkwürdig, was das aus Sofia stammende Entwicklerstudio Intugame in seinem Blog(öffnet im neuen Fenster) verkündet. Das kleine Team – laut Linkedin(öffnet im neuen Fenster) hat es maximal zehn Mitarbeiter – will nach eigenen Angaben einen Weg gefunden haben, die lästigen Kabel am Virtual-Reality-Headset HTC Vive durch eine drahtlose Lösung zu ersetzen. Dazu müsste statt der Kabel nur ein kleines Gadget an der VR-Brille befestigt werden. Die Daten, Bilder beziehungsweise Videos, aber auch Positionsdaten, würden dann über einen Sender per Wlan mit dem Rechner ausgetauscht.

HTC Vive auf der E3 2016
HTC Vive auf der E3 2016 (05:19)

Der Sender könne bequem in der Hosentasche getragen werden. Er ist mit dem Gadget vermutlich mit einem Kabel verbunden; Intugame selbst macht dazu keine Angaben. Dieses Kabel könnte leichter als das aktuelle des HTC Vive sein, und vor allem muss es nicht durch den Raum bis zum PC führen. Intugame arbeitet nach eigenen Angaben seit einem mehrmonatigen Besuch im Silicon Valley zusammen mit Valve an der Technologie.

Ein gewisses Misstrauen in der Sache weckt vor allem die ungewöhnliche Bekanntgabe. Es kommt natürlich ständig vor, dass große Firmen wie Valve mit spezialisierten Teams zusammenarbeiten. Dabei ist es aber ein No-Go, dass diese Teams von sich aus an die Öffentlichkeit gehen. Auch der Zeitpunkt ist unüblich: Laut Intugame soll die drahtlose Übertragung im Herbst 2016 gezeigt werden. Dann ergibt es eigentlich keinen Sinn, schon jetzt darüber zu sprechen – allein schon, um der Konkurrenz nicht in die Hände zu spielen.

Valve hat sich bislang nicht zu dem Thema geäußert. Falls Intugame einfach ohne Absprache vorgeprescht ist, dürften derzeit einige unhöfliche E-Mails zwischen den Firmen hin- und hergesendet werden – wobei ziemlich egal sein dürfte, ob sie per Kabel oder drahtlos übertragen werden.


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