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Ballern ohne Verletzungsgefahr

Eine Machtfantasie der anderen Art können Spieler im neuesten Teil der Sniper-Elite-Reihe ausleben. Als Scharfschütze schleicht man darin im Zweiten Weltkrieg durch verschneite Nazi-Bunker und besetzte Städte und versucht, ihre Kriegsmaschine zu sabotieren.

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Anders als die klassischen 2D-Versionen von Sniper Elite sind die Levels linear statt offen gestaltet, was den Stärken und Schwächen des Gaming in VR entgegenkommt. Eine der Schwächen des Spiels wird dabei recht schnell klar: Spielt man stehend, will man zum Schleichen selbst in die Hocke gehen. Das erkennt Sniper Elite allerdings nicht und zwingt zum Ducken per Controller-Knopfdruck. Auch sonst ist die räumliche Verortung im Level hin und wieder unzuverlässig und muss mit einem Schritt zurück nachjustiert werden.

Das echte Highlight ist in der Virtual Reality aber nicht das Herumlaufen, sondern natürlich der Einsatz des Scharfschützengewehrs. Per Controller wird das vor die eigene Nase gehalten, um durch das Zielfernrohr zu schauen. Die spannenden Distanz-Schießereien, bei denen man seine echten Hände ruhig halten muss, lassen die wackelige Steuerung zuvor fast vergessen.

Natürlich ist auch die übertriebene Gewaltdarstellung der Serie in VR vorhanden. Die Zeitlupen-Animationen samt Röntgenansicht der von besonders präzisen Treffern zertrümmerten Nazi-Schädel lässt sich allerdings auch abschalten.

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Trotz technischer Probleme ist Sniper Elite: Winter Warrior vor allem für Fans der Serie einen Blick wert – gerade für vergleichsweise günstige 14,99 Euro im Meta-Store.

Ein Aufbauspiel zum Hineinzoomen

Wer genug von Kämpfen mit Nazis, Skeletten und Weltraumpiraten hat, kann sich beim letzten Spiel entspannen. Wenn nach dem Familienbesuch alle Brettspiele wieder im Regal verstaut sind, können sich Quest-Besitzer mit Islanders ganz ohne Aufräumbedarf mit Miniaturhäusern umgeben – und ein wenig vom Trubel der Feiertage entspannen. Denn das Aufbau-Puzzlespiel funktioniert in VR noch besser als in der klassischen Version auf PC oder Konsolen (g+).

Anders als in Cities Skylines oder Anno 1800 muss man sich beim Platzieren keine Gedanken über optimierte Lieferketten machen. Stattdessen hat jedes Gebäude einen Radius, der über die Punktzahl bestimmt. Die Holzfällerhütte etwa bekommt Bonuspunkte für Bäume in ihrer Nähe – aber Minuspunkte für konkurrierende Holzfällerhütten.

Mit dieser simplen Mechanik wächst die so zusammengepuzzelte Stadt weniger durchgeplant, sondern eher intuitiv vor sich hin. Umso mehr Spaß macht es, auf der Couch sitzend in die minimalistischen und farbenfrohen Insellandschaften hereinzoomen, um die perfekte Position für das nächste Gebäude zu finden.

Dieses etwas andere Aufbauspiel kostet 14,99 Euro und ist neben Meta Quest auch für PC und Konsolen erschienen. Und wer dann doch noch mehr Komplexität braucht, kann ja Cities Skylines in VR spielen.

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