Virtual-Reality-Filme: Facebook schließt Oculus-Filmstudio

Facebook schließt sein Oculus-Animationsstudio, das Kurzfilme in virtueller Realität erstellt hat. Inzwischen gebe es viele VR-Inhalte anderer Anbieter, und man wolle anstelle von Eigenproduktionen lieber diese entstehende Branche unterstützen, schrieb der zuständige Manager Jason Rubin in einem Blogeintrag(öffnet im neuen Fenster) .
Erste VR-Kurzfilme waren durchaus sehenswert
Facebook hatte für das vor gut zwei Jahren vorgestellte Oculus Story Studio unter anderem Experten des Animationsstudios Pixar abgeworben und für erste VR-Kurzfilme wie "Lost" und "Henry" viel Anerkennung bekommen. Das Studio hat auch Software zur Produktion von Filmen mit dreidimensionalen virtuellen Umgebungen entworfen.
Führungskräfte des Oculus-Studios wie der ehemalige Pixar-Animator Sashka Unseld argumentierten, dass VR eine neue Kunstform ermögliche, bei der sich der Zuschauer mitten im Geschehen wiederfinde. So spielen die Autoren solcher Filme zum Beispiel damit, dass sich ein Zuschauer umdrehen muss, um die volle 360-Grad-Umgebung zu sehen. Die Oculus-Kreativen gingen davon aus, dass angesichts der intensiven Erlebnisse zumindest vorerst eher kurze statt lange Filme für VR angemessen seien.
VR-Headsets blieben bisher Nischenprodukte
Oculus ist ein Pionier bei der Entwicklung moderner Headsets für die Anzeige virtueller Realität, bei der Nutzer komplett in künstliche Welten eintauchen können. Die Firma wurde vor rund drei Jahren für zwei Milliarden Dollar von Facebook gekauft.

Facebooks Gründer und Chef Mark Zuckerberg zeigte sich in der Vergangenheit immer wieder davon überzeugt, dass virtuelle Realität viele Lebensbereiche von der Bildung bis hin zur Wohnungssuche verändern werde. Das mittlerweile in der Consumer-Version auf den Markt gebrachte Oculus-Headset ist bisher aber eher ein Nischenprodukt.



