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Thomas Bedenk, Exozet Berlin
Thomas Bedenk, Exozet Berlin (Bild: Thomas Bedenk)

Virtual Reality: "Eine Kotzmaschine ist im Nu entwickelt"

Thomas Bedenk, Exozet Berlin
Thomas Bedenk, Exozet Berlin (Bild: Thomas Bedenk)

Virtual Reality ist zwar eines der großen Themen auf der Messe - aber auch ein Feld, auf dem Spielemacher viel falsch machen können. Golem.de hat mit dem Entwickler Thomas Bedenk über Übelkeit, Actionspiele und Bücher zum Öffnen gesprochen.
Von Peter Steinlechner

Die Spieleentwicklermesse GDC 2016 dürfte die erste sein, bei der mehr VR-Headsets als Sonnenbrillen zu sehen sind. Das liegt nicht nur am schlechten Wetter in San Francisco, sondern auch daran, dass Virtual Reality eines der ganz großen Themen der Tagung ist. Einen der Vorträge dazu hält der Spielentwickler Thomas Bedenk von Exozet aus Berlin: Cognitive Psychology of Virtual Reality - Basics, Problems and Tips.

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Golem.de: Welche Design-Herausforderungen müssen Entwickler noch lösen, bevor VR so richtig durchstartet?

Thomas Bedenk: Spiele müssen spezifisch für VR entwickelt werden, um sie auf die Stärken und Limitierungen der jeweiligen Plattform hin optimieren zu können. Unerfahrene Entwickler sollten sich Spezialisten holen - man kann viel falsch machen, und eine "Kotzmaschine" ist im Nu entwickelt. Man sollte zum Beispiel klassische HUDs vermeiden und natürliche Interfaces schaffen. VR hat das Potenzial, noch zugänglicher zu sein als Smartphones. Spieler wollen sich sehr viel direkter mit Objekten in ihrer Umgebung auseinandersetzen. Wenn man ein Buch in die Hand nehmen kann, wirkt es komisch, wenn man es nicht öffnen kann.

Golem.de: Welche Genres eignen sich besonders für Umsetzungen in Richtung VR?

Bedenk: Sicher werden wir zunächst viel Altes in neuem Gewand sehen. Spieler wollen Call of Duty in VR. Sie sind es gewohnt, für solche Spiele die neuen Grafikkarten zu kaufen. Ein spektakuläres Feuerwerk an Action und das möglichst realistisch - VR eignet sich sehr gut für Actionspiele. Ich sehe aber auch viel Potenzial bei Adventures, Puzzle- und Crafting-Mechaniken. Dinge anfassen, kombinieren und verwenden.

Ebenfalls stark wird das Horrorgenre sein. Es ist unglaublich, wie sehr man in VR vor Dingen zurückschreckt. Aber auch Simulationen wie Minigolf, die Haustierkuschelecke und Sing Star oder Guitar Hero haben Potenzial. Sehr viele Marken wie Portal, Alan Wake, Assassin's Creed, Myst, Monkey Island oder Minecraft können sicher wunderbar in VR übertragen werden. Aber eben nicht als direkte Ports.

Golem.de: Werden sich die VR-Spiele, die in zehn Jahren erscheinen, sehr von denen von heute unterscheiden?

Bedenk: Da sowohl Spieldesigner als auch Spieler das neue Medium noch lernen, werden sich die Spiele in zehn Jahren sicher stark unterscheiden. Man wird aber auch viele bewährte Prinzipien der Spielerbelohnung und einfach gut funktionierende Spielmechaniken weiterverwenden können. Es wird sehr stark um das Thema soziale Interaktion in einem gemeinsamen Raum gehen.

Die Technik wird zunehmend in den Hintergrund rücken, bis man theoretisch gar nicht mehr den Unterschied zur Realität merkt. Allerdings wird es einen Trend weg vom Realismus geben. Zunächst scheint es sinnvoll zu sein, die Realität möglichst gut nachzuempfinden. Das trifft vor allem für grundlegende Wahrnehmungsaspekte zu, um das Gefühl von Präsenz überhaupt erst zu ermöglichen. Großes Potenzial sehe ich darin, Fantasien zu ermöglichen, in der Realität Unmögliches zu ermöglichen und wie Magier mit Illusionen zu arbeiten.

Golem.de: Mal ganz grundsätzlich: Glauben Sie an den ganz großen Erfolg von Virtual Reality?

Bedenk: Wer schon mal ein gutes Spiel für das HTC Vive ausprobiert hat, der weiß, wie magisch das erste VR-Erlebnis sein kann. Obwohl wir am Anfang stehen, gibt es schon Spiele, die enorm viel Spaß machen. Die größeren Herausforderungen für den Massenmarkt sehe ich zum einen darin, den Spieler im Marketing richtig anzusprechen und nicht falsche Erwartungen zu wecken.

Zum anderen müssen genügend Spieler VR-Hardware in die Hände bekommen, damit sich die Investitionen für die Entwickler und Publisher lohnen. Samsung legt mit der Gear VR in dieser Hinsicht schon sehr gut vor, wenn es zum S7 Hunderttausende Brillen kostenlos dazugibt.


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Robert.Mas 15. Mär 2016

Das ist auch anders gemeint. Beim HUD stehen so Dinge wie z.B. die Anzahl der...

Robert.Mas 14. Mär 2016

Sowas ähnliches gibt es ja bereits. Bei ausgewählten Saturn Läden kann man sich z.B. die...

Komischer_Phreak 14. Mär 2016

Da hat wohl jemand geschwäbelt :D

drmccoy 14. Mär 2016

MMD, danke :D

theonlyone 14. Mär 2016

Bugs hat jedes Spiel, die Frage ist ob die beim normalen Spielen auftreten oder ob es...



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