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Golem.de-Redakteur mit HMD: ein Mal eintauchen, bitte.
Golem.de-Redakteur mit HMD: ein Mal eintauchen, bitte. (Bild: Martin Wolf/Golem.de)

Erzählen in der virtuellen Welt

Bei einem herkömmlichen Flatfilm hat der Regisseur die Macht: Er ist der Erzähler der Geschichte. Er lenkt den Blick des Betrachters, der nur das sieht, was der Regisseur ihn sehen lässt. Der Regisseur wiederum kann sich seine Kulisse gestalten, wie er möchte. Der Rest ist egal.

Bei einer 360-Grad-Produktion in Realfilm sei das nicht so einfach, erzählt Bode. Da ein ganzer Raum bespielt werde, müsse das Set sorgfältig gewählt und falls nötig präpariert werden. Daher hatte das Team von Terra-X-Autor Jens Monath größeren Aufwand bei der Drehortsuche. "Ich kann nicht einen Strommast hinter mir haben, wenn ich in einem historischen Set sein möchte. Wenn irgendetwas nicht stimmt, dann bin ich raus aus der Illusion", sagt sie. Dann müsse der Raum entsprechend angepasst werden, etwa durch Kulissen, die eigens gebaut werden.

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Das Kamerateam wird versteckt

Auch der Dreh sei schwieriger: Bei einem 360-Grad-Rundumblick gibt es das gewohnte Hinter-der-Kamera nicht. Das Team samt Regisseur müsse also aus dem Set verschwinden, erzählt Bode. Sie versteckten sich hinter einem Busch oder einer Mauer, würden als Komparsen getarnt oder müssten schlicht aus dem Set verschwinden. Das mache die Arbeit aufwendiger und koste Zeit.

Die wohl größte Herausforderung aber ist das Storytelling: Weil der Zuschauer selbst wählt, hat der Regisseur nicht mehr die Möglichkeit, den Blick des Zuschauers durch Kamerafahrten, Schwenks oder Schnitte zu lenken.

Der Zuschauer wird zur Interaktion ermuntert

Wie wird also eine VR-Geschichte erzählt? Der Regisseur kann dem Zuschauer beispielsweise Zeit lassen, sich erst einmal umzuschauen, und setzt dann die Handlung fort. Um den Zuschauer zur Interaktion zu ermuntern, müsse ihm etwas angeboten werden, damit er sich umschaue, sagt Bode. "Das ist eine Herausforderung für den Regisseur, immer wieder solche Szenen zu finden, wo er das einlösen kann. Er muss das Bild entsprechend komponieren, dass es eine Spannung gibt, dass also nicht nur vorne etwas passiert, sondern auch im Augenwinkel, dass ich dazu angehalten werde, mich umzusehen".

Bei der Wolfskinder-Produktion etwa saß in einem indischen Tempel ein Schlangenbeschwörer. Er war so positioniert, dass die Schlange nur gerade am Bildrand zu sehen war - um den Betrachter zu animieren, sich danach umzuschauen.

Der Film muss aber gar nicht vollständig interaktiv sein.

 VR emotionalisiert die ZuschauerWer bestimmt? 

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Achranon 19. Aug 2016

Hmm, ich habe beide ausprobiert und keinen entscheidenden Unterschied beim Tragekomfort...

rudinik 08. Aug 2016

Ich bin Hobby-Filmer, habe mir vor kurzem die Samsung Gear 360 gegönnt und war damit auf...

yoyoyo 08. Aug 2016

Magie ist nichts anderes als die Aufmerksamkeit der Zuschauer (versteckt) zu lenken. Das...

Dwalinn 08. Aug 2016

Naja erstmal wird die Auflösung steigen und erst dann wird das ganze kleiner werden...

deutscher_michel 08. Aug 2016

Bei den Filmen die ich bisher in 360 Grad gesehen habe wären 260 Grad völlig ausreichend...



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