Virtual Reality: Auch John Carmack kritisiert Preiserhöhung für Meta Quest 2

Normalerweise werden Technikprodukte im Laufe der Zeit heruntergepreist. Bei dem Virtual-Reality-Headset Meta Quest 2, das im September 2020 als Oculus Quest 2 auf den Markt gekommen ist, hat sich Hersteller Meta nun überraschend für eine andere Strategie entschieden.
Das Basismodell mit 128 GByte RAM(öffnet im neuen Fenster) kostet ab August rund 450 Euro, die Version mit 256 GByte RAM ist dann für 550 US-Dollar erhältlich.
Das sind jeweils 100 Euro mehr, als derzeit offiziell für die Headsets fällig sind. Auch das Zubehör wird teurer. Wohl als kleine Kompensation gibt es das Spiel Beat Saber, das auf Steam momentan rund 30 Euro kostet, gratis bei jedem Kauf mit dazu - allerdings nur bis Ende Dezember 2022.
Meta (früher bekannt als Facebook) begründet den Aufschlag damit, dass es so möglich sei, "weiterhin langfristig zu investieren" und Virtual Reality mit "Hardware, actiongeladenen Spielen und Spitzenforschung auf dem Weg zu Geräten der nächsten Generation weiter voranzutreiben."
Die Preiserhöhung und die Begründung sorgt in der Branche für Erstaunen. Besonders auffällig ist vor die Kritik von John Carmack auf Twitter(öffnet im neuen Fenster) : "Das ist eine seltsame Begründung, die nicht viel Gutes bewirken wird" , schreibt Carmack. Der Gründer und ehemalige Chef von id Software arbeitet inzwischen selbständig für den Hersteller von Meta Quest 2.
Meta Quest 2: Kein Facebook-Zwang ab August
Konkret bezeichnet er seinen Posten als "Consulting CTO Oculus VR" . In einem weiteren Beitrag spricht Carmack von "wir" , wenn er Meta meint - offenbar sieht er sich immer noch als Teil des Teams.

Zwar sieht auch Carmack ein paar Vorteile der Preiserhöhung. Etwa, dass weniger Druck gibt, die Preise im App Store hoch zu halten - was auch für unabhängige Entwickler ein Vorteil sei. Dennoch, nach Auffassung von Carmack ist ein "günstiger Einstiegspreis sehr wichtig" .
Derzeit sind beide Versionen von Meta Quest 2 offiziell nicht in Deutschland erhältlich, der Import auf eigene Faust stellt allerdings kein nennenswertes Problem dar. Ab August 2022 entfällt auch der Grund dafür, dass es das Headset hierzulande nicht gibt, nämlich die verpflichtende Verknüpfung mit Facebook. Stattdessen reicht ein Meta-Accout .



