Virtual Reality: 80 Leuchtdioden gegen Übelkeit
Wissenschaftler von Microsoft Research haben den Prototyp einer neuen Technologie für Virtual-Reality-Headsets vorgestellt. Die Idee hinter Sparse Peripheral Display: Am Rand von VR-Headsets wie Oculus Rift ergänzen 80 Leuchtdioden das Sichtfeld. Dadurch kommt es nach Angaben der Forscher unter anderem beim Anwender weniger leicht zu Übelkeit.

Das ist ein bisschen überraschend, weil durch die Dioden der Eindruck, in einer andern Welt zu sein, sogar noch verstärkt wird. Eigentlich müsste es also die Übelkeit beschleunigen, weil die Unterschiede zwischen den Wahrnehmungen des Auges und denen der anderen Sinne noch größer sind. Warum das bei Sparse Peripheral Display aber nicht passiere, sei noch nicht endgültig geklärt, so US-Medien wie Arstechnica.com(öffnet im neuen Fenster).
Die Wissenschaftler haben die 80 Leuchtdioden neben, unter und über den Displays eines Oculus-Rift-Entwickler-Kits angebracht. Das verfügt über ein Sichtfeld von 90 Grad. Das Endkundenmodell bietet zwar sogar 110 Grad, aber das menschliche Auge verfügt über ein Sichtfeld von rund 180 Grad. Am Rand nehmen wir visuelle Eindrücke jedoch nur sehr grob aufgelöst wahr. Wenn wir etwas dort genau sehen wollen, müssen wir es direkt anblicken.
Deshalb reichen laut Microsoft Research auch bereits 80 Leuchtdioden aus, um das Bild des VR-Headsets zu ergänzen. Sie benötigen kaum Energie – was unter anderem das Hitzeproblem abmildert -, sind einfach anzusteuern und brauchen nur wenig Rechenleistung. Nach Angaben der Wissenschaftler können Sparse Peripheral Displays nicht nur in der virtuellen Realität, sondern auch bei Augmented-Reality-Brillen den Gesamteindruck verbessern.
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