Wird der Fahrer abgelenkt?

Nicht jeder kann sich mit den Multimediasystemen in den Autos anfreunden. Ein hochrangiger Polizist aus Zürich etwa befand, der Bildschirm des Tesla Model S sei zu groß, um ihn während der Fahrt zu ignorieren. "Die Ablenkung durch den riesigen Bildschirm im Tesla ist nicht tolerierbar. Ich bin davon überzeugt, dass die Ablenkung durch Bild und Ton während der Fahrt so groß ist, dass Unfälle aufgrund dessen markant zunehmen würden", sagte Marco Cortesi, Chef des Mediendienstes der Züricher Stadtpolizei, im Februar der Handelszeitung.

  • Das Display sitzt im Armaturenbrett... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • .. und wird auf Knopfdruck... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • ..ausgefahren. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die Bedienung erfolgt über einen Drehknopf, dessen Oberfläche ein Touchpad ist. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
  • Die 3D-Grafik wird von einem Tegra2 erzeugt. (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
Das Display sitzt im Armaturenbrett... (Foto: Werner Pluta/Golem.de)
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Zu einem ähnlichen Schluss kam auch der Allgemeine Automobil Club Deutschlands (ADAC), als er im vergangenen Jahr das Elektroauto testete. Sehr viele Funktionen des Fahrzeugs werden über den Touchscreen gesteuert: das Licht ebenso wie Heizung und Klimaanlage oder die Musikanlage.

Unterwegs on

Einige der Funktionen seien dauerhaft auf dem Display sichtbar, andere müssten in Untermenüs gesucht werden, befanden die Tester des Verbandes. Weiterer Minuspunkt: Bei Sonnenlicht sei das Display schlecht ablesbar. "Nicht verständlich ist, dass die vielen Funktionen wie z.B. der Internetzugang während der Fahrt nicht gesperrt sind und der Fahrer somit extrem vom Verkehr abgelenkt werden kann", kritisierten sie.

Diese Gefahr besteht beim Virtual Cockpit nicht. Dessen Vorteil sei die Übersichtlichkeit, sagt der Audi-Sprecher: Gehe der Blick sonst im Dreieck zwischen Instrumentenanzeige, Straße und Navigationssystem, brauche der Fahrer im Virtual Cockpit den Blick nur zwischen Anzeige und Straße heben und senken. Der Fahrer könne also "alle Funktionen steuern, ohne den Blick von der Straße nehmen zu müssen". Zudem sei die Menüstruktur vereinfacht worden, wodurch das System leichter zu bedienen sei.

Fahrerfokussiertes Bedienkonzept

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Dass auch andere Modelle in Zukunft ein Virtual Cockpit bekommen, scheint indes unwahrscheinlich. Das Bediensystem müsse "perfekt zum jeweiligen Fahrzeugkonzept" passen, erklärt der Sprecher. "Das fahrerfokussierte Bedienkonzept ist speziell für den Audi TT als kompakten Sportwagen konzipiert."

Gut möglich, dass sich die Ingolstädter für ihre anderen Baureihen andere Multimedia-Konzepte einfallen lasen. Verzichten sollten sie darauf auf keinen Fall: Die elektronischen Systeme im Auto seien inzwischen als Kriterium für die Auswahl eines bestimmten Fahrzeugs wichtiger geworden als dessen Leistungsmerkmale, erklärt das Beratungsunternehmens Accenture.

Accenture hatte im vergangenen Jahr Autofahrer befragt, wonach sie ein Auto auswählen. 39 Prozent der Befragten gaben dabei an, dass die Technik im Auto das wichtigste Auswahlkriterium sei. Die Fahrleistung war nur für 14 Prozent ausschlaggebend. Für die Anfang Dezember 2013 veröffentlichte Studie hatte Accenture 14.000 Autofahrer aus Brasilien, China, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indonesien, Italien, Malaysia, Südafrika, Südkorea, Spanien, und den USA befragt.

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 Cockpits mit Tegra 3
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theshark91 23. Sep 2015

Dein Matheverständnis ist wunderbar, bei 60 fps wird alle 16ms ein neues Bild ausgegeben...

Ach 14. Jun 2014

Seit Jahrzehnten schwören Piloten auf diese Art der Anzeige, Jets die damit ausgestattet...

Keiler 22. Mai 2014

Also wenn dich schon Musik beim fahren ablenkt, dann wäre für dich wirklich besser, wenn...

schueppi 21. Mai 2014

Ich fand den Digitacho meines alten Kadett GSi witzig. Ich liebäugle mit einem Honda...

Jogis 21. Mai 2014

Also bei uns in der Firma sind Audis (z.B. A6) sehr beliebt als Dienstwagen. Nach 250.000...



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