Virgin Hyperloop One: Saudi-Arabien bekommt einen Hyperloop

Virgin Hyperloop One hat mit Saudi-Arabien den Bau eines Forschungs- und Entwicklungszentrums vereinbart, zu dem auch eine Teststrecke gehören wird. Standort wird eine Stadt, die gerade im Aufbau ist.

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Hyperloop-Röhre von Virgin Hyperloop One in Nevada (Symbolbild): hoffen auf einen Slilicon-Valley-Effekt
Hyperloop-Röhre von Virgin Hyperloop One in Nevada (Symbolbild): hoffen auf einen Slilicon-Valley-Effekt (Bild: Virgin Hyperloop One)

Neue Stadt, neues Verkehrsmittel: Virgin Hyperloop One soll eine Hyperloop-Teststrecke in Saudi-Arabien bauen. Standort wird King Abdullah Economic City, eine Stadt, die gerade erst aufgebaut wird.

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Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben mit einer Delegation aus dem Land den Bau eines Forschungs- und Entwicklungszentrums sowie einer Produktionsstätte vereinbart. Zu dem Entwicklungszentrum soll eine 35 km lange Teststrecke gehören. Keine der bisher gebauten Hyperloop-Röhren ist so lang.

King Abdullah Economic City ist eine neue Stadt, die etwa 100 km nördlich der Hafenstadt Dschidda am Roten Meer entsteht. In der 2005 gegründeten Stadt sollen einmal zwei Millionen Menschen leben.

Sie gehört zu Vision 2030, einem Entwicklungsprojekt mit dem Ziel, Saudi-Arabien unabhängig vom Öl zu machen und die Wirtschaft des Landes zu diversifizieren. Der Hyperloop solle "Katalysator für einen saudischen Silicon-Valley-Effekt" sein, sagte Delegationsleiter Mohanud A. Helal. So solle die Softwareentwicklung, High-Tech-Forschung und Fertigungsindustrie angekurbelt werden.

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Der Hyperloop ist ein Hochgeschwindigkeitstransportmittel. In einer weitgehend luftleeren Röhre schweben Kapseln praktisch ohne Luftwiderstand und Reibung mit etwa 1.100 km/h. Mehrere Unternehmen beschäftigen sich mit der Umsetzung.

Virgin Hyperloop One betreibt aktuell eine 500 Meter lange Teststrecke in der Wüste des US-Bundesstaates Nevada. Konkurrent Hyperloop Transportation Technologies (HyperloopTT) hat ein Test- und Forschungszentrum in Toulouse in Südfrankreich mit einer 300 Meter langen Teststrecke aufgebaut.

Von der beabsichtigten Geschwindigkeit sind die aktuellen Systeme allerdings noch weit entfernt: Die schnellste Kapsel bisher hat 463 km/h geschafft. Sie wurde vom Team Warr von der Technischen Universität (TU) München gebaut, das damit die vom US-Unternehmen SpaceX ausgeschriebene SpaceX Hyperloop Pod Competition gewann.

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