Virgin Hyperloop: Hyperloop schwebt erstmals mit Passagieren

Nach dem erfolgreichen Test mit zwei Personen an Bord strebt Virgin Hyperloop einen regulären Betrieb in zehn Jahren an.

Artikel veröffentlicht am ,
Sara Luchian und Josh Giegel in der Kapsel von Virgin Hyperloop: nur 172 km/h
Sara Luchian und Josh Giegel in der Kapsel von Virgin Hyperloop: nur 172 km/h (Bild: Sarah Lawson/Virgin Hyperloop)

Erstmals sind Menschen durch die Röhre gereist: Das US-Unternehmen Virgin Hyperloop hat eine Hyperloop-Kapsel mit zwei Insassen durch die Teströhre in der Wüste von Nevada schweben lassen. Vorher war das System intensiv mit leeren Kapseln getestet worden.

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Sara Luchian, Leiterin des Bereichs Passenger Experience, und Josh Giegel, Technikchef und einer der Gründer des Unternehmens, waren die beiden ersten, die das Vergnügen hatten, mit dem Hyperloop zu reisen. Es sei eine Fahrt mit "dem ersten neuen Transportmittel seit mehr als einem Jahrhundert" gewesen, teilte Virgin Hyperloop mit.

Eine Kapsel mit dänischem Design

Luchian und Giegel nahmen in einer speziellen Kapsel Platz, die für die Passagiertests gebaut wurde. XP-2, Spitzname Pegasus, wurde von dem dänischen Architekturbüro Bjarke Ingels Group (BIG) gestaltet und verfügt über nur zwei Plätze. Kapseln für den regulären Betrieb sollen maximal 28 Fahrgäste befördern.

Hyperloop ist ein Hochgeschwindigkeits-Transportmittel: Die Kapsel bewegt sich in einer weitgehend luftleeren Röhre. Weil Luftwiderstand und Reibung stark reduziert sind, soll er eine Geschwindigkeit von 1.200 km/h erreichen.

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So schnell waren Luchian und Giegel jedoch nicht unterwegs: In der 500 Meter langen Teströhre beschleunigte die Kapsel in 6,25 Sekunden auf ihre Höchstgeschwindigkeit von 172 km/h. Mit einer unbemannten Kapsel hat Virgin Hyperloop vor drei Jahren schon knapp 387 Kilometern pro Stunde erreicht. Bevor die Passagiere in die Kapsel einsteigen durften, hatte das Unternehmen bereits über 400 unbemannte Testfahrten durchgeführt.

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Das Konzept hatte SpaceX-Chef Elon Musk aufgebracht. Es ist Open Source, weshalb sich mehrere Unternehmen mit der Umsetzung beschäftigen. Von denen ist Virgin Hyperloop, früher Hyperloop One, am weitesten. Konkurrent Hyperloop TT hat in Toulouse eine 320 Meter lange Teströhre gebaut und darin auch schon ein Vakuum erzeugt. Es hat auch schon eine Kapsel, die in diesem Jahr erstmals durch die Röhre schweben soll. Für das Verkehrsmittel interessieren sich unter anderem Kanada, Saudi-Arabien und die Schweiz.

"Als wir vor mehr als sechs Jahren in einer Garage begannen, war das Ziel einfach: die Art und Weise, wie Menschen sich bewegen, zu verändern", sagte Giegel. "Heute haben wir einen riesigen Schritt in Richtung der Erfüllung dieses Traums gemacht." Bis 2025 soll das System zertifiziert sein, 2030 will Virgin Hyperloop in den regulären Betrieb starten.

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Hotohori 09. Nov 2020

Wenn man es derart runter bricht könnte man auch sagen Autos sind auch nur Züge, die eben...

Hotohori 09. Nov 2020

Eben, wie will man auf 500m so hohe Geschwindigkeiten erreichen? Das Ding braucht immer...



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