Virgin Galactic: Weltraumtouristen kaufen auch teurere Tickets

Virgin Galactic hatte seine Ticketpreise für touristische Weltraumflüge erhöht. Die Kunden stört es nicht - geflogen wird aber erst ab Ende 2022.

Artikel veröffentlicht am , Patrick Klapetz
Die VSS Unity auf ihrem Gleitflug gen Erde
Die VSS Unity auf ihrem Gleitflug gen Erde (Bild: Virgin Galactic)

Die teuren Preise für die Weltraumflüge des privaten Raumfahrtunternehmens Virgin Galactic scheinen die Kundinnen und Kunden nicht vom Kauf eines Tickets abzuhalten. Bereits im zweiten Quartalsbericht 2021 hatte man im August einen höheren Ticketpreis bekanntgegeben. Dennoch wurden bis zu 100 weitere Tickets für jeweils 450.000 US-Dollar verkauft.

Laut Michael Colglazier, dem Chief Executive Officer von Virgin Galactic, sei "die Nachfrage nach Raumfahrt" groß und man habe mehr Sitze als geplant verkauft. Bis zu 1.000 Tickets stellte man für Frühblücher bereit, insgesamt wurden bis zu 700 Tickets verkauft - laut dem dritten Quartalsbericht des Unternehmens.

Ursprünglich konnte man einen touristischen Weltraumflug für 250.000 US-Dollar erwerben. Lediglich eine Anzahlung von rückzahlbaren 1.000 Dollar musste man tätigen. Die neue Anzahlungshöhe beträgt dagegen 150.000 Dollar, von denen 25.000 Dollar nicht rückerstattet werden, heißt es bei The Verge.

Wo beginnt der Weltraum?

Im Gegensatz zu den Flugpreisen von Blue Origin sei dies immer noch ein Schnäppchen. Während der Latenight-Show von Jimmy Kimmel hatte der Schauspieler Tom Hanks vergangene Woche erzählt, dass Jeff Bezos ihm einen Weltraumflug für 28 Millionen Dollar angeboten hatte. "Ich zahle keine 28 Millionen Kröten", scherzte Hanks in der Show.

Zumindest haben die Crew-Mitglieder der Flüge von Blue Origin den Weltraum erreicht. Anders bei Richard Branson und seiner Besatzung. Sie befanden sich zwar für einen kurzen Moment in der Schwerelosigkeit, haben mit etwa 86 Kilometern die offizielle Grenze zum Weltraum jedoch nicht erreicht. Ab einer Höhe von 100 Kilometern und hinter der Kármán-Linie fängt dieser laut dem internationalen Luftfahrtverband (FAI) offiziell an. Wobei es auch Definitionen ab einer Höhe von rund 80 Kilometern gibt. Eine "scharfe physikalische Grenze" gibt es laut der amerikanischen Raumfahrtbehörde Nasa nicht.

Ticketverkauf ist wieder eröffnet

Branson konnte seinen Flug dafür neun Tage vor Bezos durchführen. Durch dieses übereilte Vorgehen weichte man bei der Rückkehr zur Erde jedoch von der eigentlichen Flugbahn ab, woraufhin die US-Luftfahrtbehörde (Federal Aviation Administration) ein vorübergehendes Flugverbot für Virgin Galactic verhängte.

Das Problem konnte schnell behoben werden und das Unternehmen durfte ab Mitte September wieder fliegen. Im selben Monat sollte mit der Unity-23-Mission die erste umsatzwirksame Mission von Virgin Galactic beginnen. Dann erhielt das Unternehmen von einem Drittanbieter, der das Unternehmen beliefert, die Nachricht, dass es "einen potenziellen Herstellungsfehler in einer Komponente des Flugsteuerungssystems" gibt. Der Flug wurde verschoben und die kommerziellen Weltraumflüge sollen laut einer Pressemitteilung frühestens Ende 2022 beginnen.

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