Virgin Galactic: Raumfahrzeug VSS Unity startet vom Spaceport America

Richard Bransons Raumfahrtunternehmen Virgin Galactic kommt dem Start seines touristischen Raumfahrtprogramms näher.

Artikel veröffentlicht am ,
VSS Unity im Anflug auf den Spaceport America: Umzug nach New Mexico abgeschlossen
VSS Unity im Anflug auf den Spaceport America: Umzug nach New Mexico abgeschlossen (Bild: Virgin Galactic)

Erster Flug vom Spaceport: Virgin Galactics Raumschiff Spaceship Two ist erstmals vom Spaceport America aus gestartet. Von dort aus sollen künftig die Touristenflüge in den Weltraum starten. Virgin Galactic ist das Raumfahrtunternehmen des britischen Unternehmers Richard Branson.

Stellenmarkt
  1. Workday Solutions Architect (m/w/d)
    DAW SE, Ober-Ramstadt bei Darmstadt
  2. Software Quality Assurance Engineer (m/f/d)
    Advantest Europe GmbH, Böblingen
Detailsuche

Das Trägerflugzeug Whiteknight Two VMS Eve war mit dem Spaceship Two VSS Unity bis in 15 Kilometer Höhe aufgestiegen und hatte VSS Unity dort ausgeklinkt. VSS Unity kehrte dann im Gleitflug zur Erde zurück und landete auf dem Spaceport America. Das Raumfahrzeug erreichte im Gleitflug eine Geschwindigkeit von Mach 0,7.

Erster Test in einem neuen Luftraum

Virgin Galactic bezeichnete den Flug als "wichtigen Test-Meilenstein bei der Vorbereitung des kommerziellen Dienstes". Es sei die erste Gelegenheit gewesen, alle Komponenten zu testen, die nötig seien, um das Trägerflugzeug und das Raumschiff in Gleitkonfiguration von einer neuen Basis und in einem neuen Luftraum zu fliegen.

Virgin Galactic hatte im vergangenen Jahr angekündigt, seinen Sitz von Kalifornien auf den Spaceport America in New Mexico zu verlegen. Der Umzug des Unternehmens und seiner Mitarbeiter nach New Mexico wurde nach eigenen Angaben Anfang dieses Jahres abgeschlossen.

Golem Karrierewelt
  1. Einführung in Unity: virtueller Ein-Tages-Workshop
    21.06.2022, Virtuell
  2. Elastic Stack Fundamentals – Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats: virtueller Drei-Tage-Workshop
    14.-16.06.2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Virgin Galactic hatte den Spaceport America in Upham im US-Bundesstaat New Mexico bereits 2011 fertiggestellt. Von dort aus will das Unternehmen Ausflüge mit Weltraumtouristen bis an die Grenze des Weltraums anbieten.

VMS Eve soll VSS Unity bis in eine Höhe von etwa 13.400 Metern Höhe bringen und dort ausklinken. Das Raumfahrzeug VSS Unity soll dann sein eigenes Raketentriebwerk zünden und bis auf etwa 90 Kilometer Höhe aufsteigen. Am Scheitelpunkt können die Weltraumtouristen einige Minuten lang schwerelos durch die Kabine schweben und den Blick auf die Erde genießen. Dann wird VSS Unity zur Erde zurückgleiten.

Ursprünglich wollte Virgin Galactic sein kommerzielles Raumfahrtprogramm bereits 2012 aufnehmen, doch verzögerte sich die Entwicklung des Raumfahrzeugs. Das Unternehmen testete den Gleitflug im Jahr 2010. Doch erst 2013 flog das Raumschiff mit dem Raketentriebwerk. 2014 stürzte es bei einem Testflug ab. Dabei starb der Pilot.

Das neue Spaceship funktionierte nicht einwandfrei

Zwei Jahre später stellt Virgin Galactic VSS Unity vor, das im April 2018 erstmals mit Raketenantrieb flog. Der Test verlief jedoch nicht problemlos. Anfang 2019 flog bei einem Testflug neben den Piloten erstmals auch eine Passagierin mit.

Der Ausflug mit der VSS Unity zur Grenze des Weltalls soll rund anderthalb Stunden dauern und 250.000 US-Dollar kosten. Laut Virgin Galactic haben bereits mehrere Hundert Interessenten einen Flug reserviert und eine Anzahlung geleistet. Zu den Passagieren des ersten Flugs werden Unternehmenschef Branson und seine Kinder gehören.

Strittig ist noch, ob Virgin Galactic tatsächlich bin in den Weltraum aufsteigt: Als Grenze zum Weltraum gilt die Kármán-Linie in 100 Kilometern Höhe. Nach der Definition des US-Militärs liegt die Grenze 20 Kilometer niedriger. Die Fédération Aéronautique Internationale (Internationale Aeronautische Vereinigung, FAI) erwägt ebenfalls eine Festlegung bei 80 Kilometern.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Ukrainekrieg
Erster Einsatz einer US-Kamikazedrohne dokumentiert

Eine Switchblade-Drohne hat offenbar einen russischen Panzer getroffen. Dessen Besatzung soll sich auf dem Turm mit Alkohol vergnügt haben.

Ukrainekrieg: Erster Einsatz einer US-Kamikazedrohne dokumentiert
Artikel
  1. Retro Computing: Lotus 1-2-3 auf Linux portiert
    Retro Computing
    Lotus 1-2-3 auf Linux portiert

    Das Tape-Archiv eines BBS mit Schwarzkopien aus den 90ern lädt Google-Entwickler Tavis Ormandy zum Retro-Hacking ein.

  2. Übernahme: Twitter zahlt Millionenstrafe und Musk schichtet um
    Übernahme
    Twitter zahlt Millionenstrafe und Musk schichtet um

    Die US-Regierung sieht Twitter als Wiederholungstäter bei Datenschutzverstößen und Elon Musk will sich das Geld für die Übernahme nun anders besorgen.

  3. Heimnetze: Die Masche mit dem Nachbarn
    Heimnetze
    Die Masche mit dem Nachbarn

    Heimnetze sind Inseln mit einer schmalen und einsamen Anbindung zum Internet. Warum eine Öffnung dieser strengen Isolation sinnvoll ist.
    Von Jochen Demmer

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Mindstar (u. a. Palit RTX 3050 Dual 319€, MSI MPG X570 Gaming Plus 119€ und be quiet! Shadow Rock Slim 2 29€) • Days of Play (u. a. PS5-Controller 49,99€) • Viewsonic-Monitore günstiger • Alternate (u. a. Razer Tetra 12€) • Marvel's Avengers PS4 9,99€ • Sharkoon Light² 200 21,99€ [Werbung]
    •  /